[Analogzocken] 5 Spiele, bei denen ihr miteinander statt gegeneinander spielt

Im letzten Jahr habe ich eher weniger als mehr erfolgreich die Reihe Analogzocken gestartet (sie umfasst bisher einen Beitrag). Aber das möchte ich nun ändern und mal ein paar Spiele vorstellen, da wir in letzter Zeit im Freundeskreis wieder mehr Brettspiele gespielt haben.

Heute möchte ich Euch 5 Spiele vorstellen, bei denen ihr miteinander spielt anstatt gegeneinander: sogenannte Kooperationsspiele. Laut wired begann der Erfolg der kooperativen Brettspiele 2009 nachdem Pandemie erschienen war. Auf der Internationalen Spielemesse 2015 in Essen (nein, ich war nicht da, shame on me) waren Kooperationsspiele bereits als eigenes Genre vertreten. Zwar war Pandemie nicht das erste kooperative Brettspiel, aber der Erfolg des Spiels ebnete den Weg für weitere Spiele dieser Art.

Ich möchte Euch heute die Spiele Dungeon Fighter, Pandemie, Space Alert, XCOM und Zombicide vorstellen. Im Artikel von wired findet ihr einige weitere interessante Beispiele für Kooperationsspiele.

Außerdem bedanke ich mich recht herzlich bei meinem Kumpel S., der regelmäßig sein Zuhause und seine Spiele für Spieleabende zur Verfügung stellt. Falls die Figuren auf den Fotos nicht so aussehen, wie bei euch oder wie auf Fotos im Internet, dann liegt das daran, dass S. die Figuren regelmäßig selbst bemalt (und das großartig macht!)

Inhaltsverzeichnis
1. Dungeon Fighter
2. Pandemie
3. Space Alert – Alarm im Weltall
4. XCOM: Das Brettspiel
5. Zombicide
Dungeon Fighter*
Erschienen bei: Heidelberger Spieleverlag
Im Programm seit: 08.08.2011 | Neuauflage 2015
Spieleranzahl: 1-6
Spieldauer: 45 – 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahre

Bei Dungeon Fighter schlüpft jeder Spieler in die Rolle eines Helden – oder einen, der sich dafür hält. Diese Helden haben bestimmte Fähigkeiten, die sie im Labyrinth im Kampf gegen Monster einsetzen sollten. Als Gruppe müsst ihr euch durch verschiedene Spielpläne schlagen, Monster besiegen und dabei natürlich euren Goldvorrat im Auge behalten, bevor zum Schluss der Endgegner auf Euch wartet.

Die Gegner besiegt man durch würfeln – aber nicht durch normales würfeln, nein. Erstens muss man bei Dungeon Fighter mit dem Würfel eine Zielschiebe auf dem Tisch treffen, um herauszufinden, welchen Schaden man dem gegnerischen Monster zufügt. Aber als wäre das noch nicht genug, muss man bei diesem Spiel auch noch spezielle Trickwürfe vollführen – habt ihr zum Beispiel schon mal mit eurer Nase gewürfelt, oder rückwärts über eure Schulter? Nein? Dann solltet ihr Dungeon Fighter mal ausprobieren, denn dieses Spiel wird euch herausfordern.

Ach, und drittens muss man den Würfel immer erst einmal auf dem Tisch aufspringen lassen, bevor er auf der Zielscheibe landet. Glaubt mir, das ist noch viel schwieriger, als es sich anhört 😀 Wichtig ist dabei, dass ihr einen großen Tisch aus Holz zur Verfügung habt (kleiner Tisch mit Glasplatte funktioniert nicht so gut, für euch getestet). Mit ein bisschen Übung bekommt man die Trickwürfe tatsächlich gut hin – das ist wichtig, um nicht zu frustriert zu sein vom Spiel.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Endgegner in diesem Spiel übrigens unbesiegbar, aber vielleicht sind wir auch einfach keine gute Heldentruppe 😉


Pandemie*
Erschienen bei: Pegasus
Im Programm seit: 27.10.2008
Spieleranzahl: 2-4
Spieldauer: 45 – 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahre
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2009

Bei Pandemie stellen wir uns nichts geringerem als der Frage, ob wir die Menschheit retten können. Die Spieler schlüpfen in die Rollen eines Seuchenbekämpfungsteams, den den Kampf gegen vier tödliche Seuchen aufnimmt.

Als Spielplan dient eine Weltkarte, auf der wir sehen, wo welche Seuchen ausbrechen. Um die Menschheit zu retten, müssen wir Forschungsstationen bauen, durch die Welt reisen und an Heilmitteln forschen.

Pandemie gefällt mir sehr gut, weil man wirklich im Team spielen und strategisch vorgehen muss. Man muss stets im Auge behalten, wo welche Seuchen ausbrechen (könnten) und wie man sich als Team am besten auf der Welt verteilt, um das Schlimmste zu verhindern.

Ziel des Spiels ist es, die Seuchen auszurotten und Heilmittel zu erfinden. Auch hier sollten natürlich die verschiedenen Eigenschaften der Teammitglieder clever eingesetzt werden.


Space Alert – Alarm im Weltall*
Erschienen bei: Heidelberger Spieleverlag
Im Programm seit: 24.09.2008
Spieleranzahl: 1-5
Spieldauer: 30 Minuten
Alter: ab 12 Jahre
Auszeichnungen: Spiel des Jahres Sonderpreis „Neue Spielwelten“ 2009

Wie der Titel des Spiels bereits vermuten lässt, befinden wir uns bei „Space Alert“ im Weltraum. Die Spieler bilden das Team eines Raumschiffs, das sich gegen Bedrohungen von außen und innen zur Wehr setzen muss. Wie bei Kooperationsspielen üblich, müssen auch hier die Aktionen der einzelnen Spieler gut abgesprochen und aufeinander abgestimmt werden – wer bedient die Waffen, wer sorgt für die Energie im Raumschiff, wer arbeitet am Computer und wer starrt einfach nur apathisch aus dem Fenster?

Das Besondere an ‚Space Alert‘ ist, dass man unter Zeitdruck spielt, denn der Rhythmus des Spiels wird von einer mitgelieferten CD bestimmt. Auf dieser gibt es mehrere Missionen, die vorgeben, auf welche Ereignisse die Spieler reagieren müssen.

Unter Zeitdruck werden in nur 10 Minuten alle Spielzüge geplant – aber erst danach in der Auswertungsphase erfährt man, ob der Plan wirklich aufgeht und das Raumschiff gerettet werden kann. Gerade durch die Unterstützung der CD wird das Spiel besonders und auch ein stückweit unberechenbar. Space Alert erhielt dafür den 2009 erstmals vergebenen Sonderpreis Neue Spielwelten, weil es ein „neues, eigenständiges, absolut unverwechselbares Spielgefühl“ entstehen lässt und dem kann ich nur zustimmen.


XCOM: Das Brettspiel*
Erschienen bei: Heidelberger Spieleverlag
Im Programm seit: Mai 2015
Spieleranzahl: 1-4
Spieldauer: 60 – 120 Minuten
Alter: ab 14 Jahre

XCOM: Das Brettspiel basiert auf der Serie von Computer-Strategiespielen, die ich jedoch nie selber gespielt habe. Das Brettspiel hingegen erinnerte mich vom Aufbau und Spielprinzip ein wenig an „Space Alert“ – wir befinden uns als Team zwar nicht im Weltall, müssen uns aber auf der Erde gegen Aliens und ihre UFOs verteidigen. Außerdem ist auch XCOM gestützt durch eine App, die in das Spielgeschehen eingebunden ist.

Im Spiel geht es also einerseits darum, die Bedrohung durch die Aliens zu verhindern, den eigenen Stützpunkt zu sichern und die Panik in der Bevölkerung gering zu halten. Dabei übernimmt wieder jeder Spieler eine bestimmte Rolle.
Ich sehe allerdings ein paar Nachteile bei diesem Spiel. Erstens, hängt der Erfolg der Mission nicht allein von der Zusammenarbeit und Strategie der Spieler ab, sondern zu einem sehr großen Teil auch vom Glück. Man muss sich als Spieler auf Würfel verlassen, was (ähnlich wie bei Dungeon Fighter) schnell frustrieren kann.

Ein weiterer Nachteil des Spiels ist, dass jeder Spieler für einen eigenen Bereich verantwortlich ist und man so, meinem Gefühl nach, weniger kooperiert als in den anderen Spielen. Ich war bei unserer ersten Runde XCOM verantwortlich für die Finanzen und für die Abfangjäger. Mein Freund war dafür verantwortlich, die Aliens in unserem Stützpunkt zu besiegen und Truppen zu verteilen. Wir waren nur dadurch verbunden, dass wir beide das Budget im Auge behalten mussten, ansonsten habe ich bis zum Spielende nicht wirklich verstanden, was er da eigentlich macht. Das fand ich schade. Für mich war XCOM also ein eher weniger gelungenes Kooperationsspiel.


Zombicide*
Erschienen bei: Asmodee
Erschienen 2013
Spieleranzahl: 1-6
Spieldauer: 60 – 180 Minuten
Alter: ab 13 Jahre

In Zombicide übernimmt die Rollen von Überlebenden während einer Zombieapokalypse – damit liegt Zombicide noch voll im aktuellen Zombie-Trend. Wie in anderen Spielen auch, unterscheiden sich die verschiedenen Figuren in ihren Eigenschaften, die sie im Laufe des Spiels auch verbessern können.

Ziel jeder Runde ist es, ein vorgegebenes Szenario zu lösen. Diese Szenarien geben das Spielfeld, die Zombies, die Schwierigkeit und eben das Ziel vor. Im Regelbuch gibt es 10 Szenarien, in denen es zum Beispiel darum geht, verschiedene Gegenstände zu sammeln, von A nach B kommen oder Zombies zu bekämpfen. Es können aber nach ein wenig Übung auch eigene Spielszenarien entwickelt oder in der Onlinecommunity abgerufen werden.

In diesem Spiel muss niemand die Rolle des Zombies übernehmen, denn diese folgen bestimmten Bewegungsregeln – sie reagieren auf die Überlebenden in ihrer Nähe und auf Lärm (kommt euch das bekannt vor, zum Beispiel aus „The Walking Dead“?). Daher ist es wichtig, als Team zu entscheiden, ob es wirklich notwendig ist, eine Tür einzutreten oder eine Schusswaffe abzufeuern. Gleichzeitig kann man Zombies aber durch das absichtliche Verursachen von Lärm ablenken und so seine Teamkameraden in Sicherheit bringen.


Welche dieser Kooperationsspiele kennt und mögt ihr? Und welche anderen kooperativen Spiele könnt ihr mir empfehlen? Was spielt ihr sonst noch gerne?


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