Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Andrew Lane – Young Sherlock Holmes

Allgemeines
Als ich Young Sherlock Holmes von Andrew Lane über Blogg dein Buch zugeschickt bekam, war ich sehr gespannt, denn dieses Buch war meine erste Detektivgeschichte. Der Autor ist selber großer Sherlock Holmes Fan (Originalromane von Arthur Conan Doyle) und verfolgt mit der Reihe um den jungen Sherlock Holmes die Absicht, aufzuzeigen, wie der berühmteste Detektiv der Welt zu dem wurde, was er ist. Young Sherlock Holmes – Der Tod liegt in der Luft ist der Auftakt dieser Reihe, der 2. Teil soll im Herbst erscheinen.
Inhalt
Sherlock Holmes soll die Sommerferien bei seiner Tante und seinem Onkel auf dem Land verbringen. Er kennt die beiden und die Umgebung jedoch kaum und so stellt er sich auf die langweiligsten Ferien seines Lebens ein. Doch dann begegnet er nicht nur Matty, sondern auch seinem Lehrer Amyus Crowe und seiner Tochter Virginia und schließt schnell Freundschaften. Die braucht er auch, denn ehe er sich versieht wird er Zeuge einer spektakulären Verschwörung gegen das Britische Empire, die bereits mehrere Todesopfer gefordert hat. Können Sherlock und seine Freunde den bösen Baron stoppen?
Meine Meinung
Das Buch beginnt mit dem Prolog direkt recht spannend: Die vermeintliche Gefahr wird dem Leser direkt vor Augen geführt und es wird schnell deutlich, dass irgendetwas in Farnham nicht mit rechten Dingen zugeht. Es bleibt auch spannend, denn zunächst fragt man sich, wie denn nun Sherlock Holmes in diese Geschichte verstrickt wird. Der Einstieg in diesen Kriminalfall gelingt dem Autor recht gut, denn zunächst schlittert Sherlock zufällig hinein. Dass Sherlock neugierig und wissbegierig ist, wird gut heraus gearbeitet und so scheinen seine Ermittlungen im Alleingang recht plausibel. 
Die Story um die Bösen und ihre Waffen ist in diesem Buch wirklich ausgefallen und die Idee dahinter gefällt mir sehr gut. Wie der böse Baron dann zum Schluss allerdings auftritt bzw. die Rolle seiner Gehilfen wirkt doch sehr unrealistisch. Ich möchte nicht spoilern, doch ich beziehe mich auf die Stelle, in der Sherlock mit dem Baron, der körperlich sehr lädiert ist, in einen Kampf gerät. Hier musste ich mehrfach den Kopf schütteln, denn in diesem Teil schlug die Phantasie des Autors wohl doch etwas über die Stränge.
Auch einige andere Szenen, die an sich aber sehr gut und spannend zu lesen waren, wurden sehr konstruiert aneinander geheftet. So treffen ganz zufällig entscheidende Charaktere aufeinander und alle besitzen eine unfassbare Kombinationsgabe um stets zu wissen was der andere gerade tut oder denkt. Ebenso störte mich der Ausdruck „Irgendwie hatte er es geschafft…“, „Irgendwie hatten sie gewusst…“ – vor allem an recht undurchschaubaren Stellen vom Autor angewandt, hinterlassen solche Formulierungen einen faden Beigeschmack. So nach dem Motto „Der Autor wollte nunmal, dass es so passiert also müssen die alle jetzt irgendwie dahin kommen.“ Vor allem am Ende des Buches, als die Handlung an Fahrt aufnimmt und mehr Actionelemente eingebaut werden, fehlt es hier an plausiblen Zusammenhängen und Erklärungen. Schade.
Die Figuren von Sherlock, Matty und Virginia fand ich recht sympathisch, wenn auch größtenteils stereotyp gehalten (vor allem Virginia). Sie sind natürlich alle drei unerschrockene Jugendliche, die es ohne mit der Wimper zu zucken mit dem Bösen aufnehmen. Von solch einem Detektivroman hatte ich jedoch nichts anderes erwartet.
Streckenweise enttäuscht war ich von Amyus Crowe, der eigentlich der vernünftige, ruhige Erwachsene sein sollte, allerdings auch als naiver Jugendlicher durchgehen würde. Diese Schwächen zeigen sich auch hier vor allem zum Ende des Buches.
Das Ende des Buches bietet außerdem einen netten Cliffhanger und einen kurzen Einblick in den zweiten Band, der im Herbst 2012 erscheinen soll. Ich muss zugeben, das hat mich schon neugierig gemacht, und auch wenn ich von diesem 1.Teil nicht 100% überzeugt bin, so würde ich zu einer Fortsetzung definitiv nicht Nein sagen. Das Ende war hierfür einfach viel zu offen gelassen, als dass ich die Fortsetzung ignorieren könnte 😉

Das Buch Sherlock Holmes – Der Tod liegt in der Luft von Andrew Lane hat sehr interessant, ansprechend und schlau begonnen, verliert im letzten Drittel jedoch an Qualität. Es gibt zwar mehr Spannung und Action, leider muss die Logik der Handlung und die Ausgestaltung der Figuren darunter leiden. Deswegen von mir nur 4 von 7 Buchpunkte (bzw. 3 von 5 Sternen für die Blogg dein Buch – Wertung).

Dieses Buch habe ich über Blogg deinBuch erhalten.
Young Sherlock Holmes – Der Tod liegt in der Luft von Andrew Lane erschien im FJB (Fischer Jugend Buch) /Fischer Verlag.
Wenn ihr Interesse habt, dann könnt ihr das Buch hier bestellen.

1 Kommentar

  1. Habe mich gestern auch bei Blog dein Buch angemeldet;)
    Hatte das Buch erst im Visier, aber das könnte man sich zur Not ja auch bei dir leihen, oder?:P
    Und 4 von 7 Zwergen überzeugt ja auch nicht ganz…
    Hoffe auf „Netzkiller“, aber muss noch aufs Freischalten meines Blogs warten.

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