Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Annie Sanders – Jetzt kann ichs dir ja sagen

Ihr letzter Tag. Und was danach geschah.
Lucy kann nicht glauben, was ihr der Wahrsager prophezeit: Sie hat nur noch kurze Zeit zu leben? So ein Quatsch! Doch dann kommt sie ins Grübeln. Was, wenn es morgen tatsächlich vorbei wäre? Ist sie wirklich mit sich im Reinen? Lucy beschließt, in ihrem Leben aufzuräumen und fortan jedermann ganz offen die Meinung zu sagen. Und sie will all die verrückten Dinge tun, für die sie bisher zu brav war. Oder zu schüchtern: Dem attraktiven Richard wird sie nach all den Jahren endlich reinen Wein einschenken! Doch der vermeintliche Todestag verstreicht. Und Lucy hat plötzlich jede Menge Probleme. Die Liebeserklärung auf Richards Anrufbeantworter ist nur eins davon …

Meine Meinung
Annie Sanders liefert mit diesem Roman eine unterhaltsame, kurzweilige Sofalektüre. Die Handlung ist natürlich, auch dank des Klappentexts, recht vorhersehbar, aber es macht Spaß, Lucy auf dem Weg zu ihrem Todestag (und danach) zu begleiten.
Denn die Aussage dieses Buches ist ganz klar: Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter! Und das tut Lucy dann auch: Sie verändert sich optisch, aber auch innerlich. Sie wird selbstbewusster, tut Dinge, die sie sonst nie tun würde und sagt ganz offen ihre Meinung. Einiges davon ist eine deutlich positive Veränderung – doch anderes wird plötzlich zu einem Problem, als ihr Todestag doch nicht ihr Todestag ist und sie sich rechtfertigen muss.

Schön fand ich hierbei vor allem, dass nicht nur kitschige Liebesirrungen und –wirrungen aufgegriffen wurden, nein, auch Beruf, Familie und Freundschaft stehen im Mittelpunkt. Lucy Streeter ist eine sympathische Hauptperson und auch die anderen Charaktere, wie Richard, Tam und Nat sind schön gezeichnet und passen in dieses Buch.

Leider hat mich sehr gestört, was es im Endeffekt mit Micah, dem vermeintlichen Wahrsager, auf sich hatte. Um nicht zu spoilern, kann ich hier nichts verraten, aber mir war diese Lösung zuwider und sie passte einfach nicht in das Gesamtbild.

Insgesamt ist dieses Buch aber ein netter Frauenroman, der für ein kleines Leseabenteuer zwischendurch durchaus geeignet ist und einen zum Nachdenken anregt, ob man wirklich immer das Beste aus seinem Leben macht. Ich gebe diesem Buch gute 5 Punkte.

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