Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Arthur Conan Doyle – Eine Studie in Scharlachrot [ + Sherlock-Vergleich]

Auf der Suche nach einer Unterkunft in London trifft Dr. Watson den „Beratenden Detektiv“ Sherlock Holmes, und sie beziehen gemeinsam eine Wohnung. Holmes` exzentrische Art und seine geheimnisvolle Tätigkeit wecken Watsons Neugier. Kein Wunder also, dass er seinen neuen Freund bei dessen nächsten Auftrag begleitet: In einem verlassenen Haus wurde die unversehrte Leiche eines Amerikaners gefunden. An der Wand des Zimmers steht, mit Blut geschrieben, das deutsche Wort „Rache“. Trotz vieler Ungereimtheiten kommt Sherlock Holmes dem Mörder schon bald auf die Spur…

Meine Meinung
Schon lange wollte ich ja mal einen Original „Sherlock-Holmes“-Roman lesen, nachdem ich Young-Sherlock-Holmes mochte, sowie diverse Filme und Serien rund um den berühmten englischen Detektiv. Ich ging ohne große Erwartungshaltung an das Buch, habe ich doch immer ein wenig Probleme in die damalige Sprache hinein zu finden. Doch hier war das anders…

Arthur Conan Doyle hatte für seine Zeit einen sehr modernen Schreibstil – oder einen sehr modernen Übersetzer, denn ich habe das Buch auf Deutsch gelesen. Jedenfalls gelang es mir recht gut, in die Geschichte einzutauchen. Die Handlung geht auch dann sehr zügig voran – bis in der Hälfte des Buches ein Bruch entsteht und plötzlich eine scheinbar vollkommen andere Geschichte erzählt wird.

Der findige Leser kommt aber schnell dahinter, was es mit dieser zweiten Geschichte auf sich hat. Beide Handlungsstränge sind interessant geschrieben und nehmen den Leser mit. Man kann sich mit den Figuren identifizieren und lernt sie kennen. Der Handlungsstrang um Sherlock Holmes wird aus Watsons Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, was den persönlichen Bezug des Lesers zu den Figuren verstärkt. Die Bücher sind im Prinzip Watsons Tagebucheinträge.

Mir hat dieser Klassiker sehr gut gefallen und der zweite Band der Sherlock-Holmes-Original-Romane liegt auch schon bereit 🙂 Ich vergebe gute 6 Buchpunkte für „Eine Studie in Scharlachrot“.

Vergleich zu „Sherlock: Eine Studie in Pink“
Die BBC verfilmte diesen Fall unter dem Titel „Eine Studie in Pink“ im Rahmen der modernen Sherlock-Serie. Tatsächlich weisen Buchvorlage und die 90-minütige Serienepisode einige Ähnlichkeiten auf. Schon wie Watson und Sherlock sich kennen lernen, ist nahezu identisch. Aber es gibt auch Ähnlichkeiten in Bezug auf den Fall: Eine unversehrte Leiche, das Wort „Rache“ – und wer eine der beiden Geschichten kennt wird auch bei der anderen schnell darauf kommen, wer der Täter ist und wie die unversehrte Leiche zu Tode gekommen ist. Das Grundgerüst stimmt also in „Eine Studie in Pink“. Weil die BBC und die Macher von „Sherlock“ den Detektiven aber in eine moderne Zeit versetzen, gibt es auch einige neue Elemente in der Serie. Das ist nur verständlich, denn die Wege, die die Geschichte im Buch nimmt, könnte man nicht mehr so ohne weiteres in die heutige Zeit transferieren.
Insgesamt finde ich die filmische Umsetzung durchaus gelungen und kann somit nicht nur das Buch, sondern auch die Sherlock-Episode „Eine Studie in Pink“ allen empfehlen. Wobei ich die Serie „Sherlock“ sowieso jedem empfehlen kann. 😉

1 Kommentar

  1. Es ist zwar schon länger her als ich es gelesen habe, aber es hat mir damals auch sehr gut gefallen. Am meisten hat mir die Atmosphäre gefallen, die langsam aufgebaut wird. Herrlich. 🙂

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