Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Audrey Niffenegger – Die Frau des Zeitreisenden (abgebrochen)

Clare liebt Henry schon ihr Leben lang. Sie ist fest davon überzeugt, dass die beiden füreinander bestimmt sind, auch wenn sie auf längere Trennungen gefasst sein müssen: Henry ist ein Zeitreisender – er leidet unter einer seltenen Gen-Anomalie, durch die sein Leben auf ständig wechselnden Zeitebenen verläuft, über die er keinerlei Kontrolle hat. Obwohl die beiden durch Henrys spontane Reisen immer wieder abrupt getrennt werden, hält Clare verzweifelt an ihrem Traum fest, ihre große Liebe ausleben.

Meine Meinung

Abgebrochen – warum abgebrochen? Wie ihr hier lesen konntet, habe ich den Film zum Buch erst letztens gesehen. Ich fand ihn wirklich wunderbar, romantisch, kitschig, originell – daher versprach ich mir viel von diesem Buch.

Die Geschichte um den Zeitreisenden Henry und seiner großen Liebe Clare ist und bleibt originell – stets weiß einer etwas, das der andere noch nicht weiß. Wie gehen sie mit diesem Wissen um? Was passiert, wenn Henry durch die Zeit reist? Übersteht die Beziehung diese Anomalie? Und: Was sieht Henry in ihrer gemeinsamen Zukunft? Gibt es die überhaupt? All diese Fragen kommen beim Lesen auf und natürlich erwarte ich von diesem Buch Liebesglück, Liebesschmerz, eine verträgliche Portion Kitsch, aber auch ein kleines bisschen Spannung. Doch vor allem will ich mich (wie bei jedem Buch) hinein fühlen in Henry und Clare, aus deren Perspektive abwechselnd geschrieben ist.
Leider gelang mir das dank Audrey Niffeneggers Stil überhaupt nicht. Ich habe bis ca Seite 300 gelesen und bis dahin habe ich mich schon gezwungen. Doch ihr Stil ist so nüchtern und beschreibend, dass ich kein freudiges Lächeln, kein Bauchkribbeln, keine Träne hervorbringen konnte. Als dann schließlich auch die Hochzeit für meinen Geschmack vollkommen emotionslos geschildert wurde, brach ich ab. Das ist für mich kein Liebesroman. Das ist eine Nacherzählung zweier Leben, eine Erzählung und nichts weiter.
Und es ist so schade. Die Geschichte gefällt mir ja wirklich gut und auch die Charaktere haben interessante Hintergründe, doch leider war da keinerlei Mitgefühl von meiner Seite.
Ja, vielleicht lag es daran, dass ich den Film bereits gesehen hatte, aber das war nicht zum ersten Mal so (zum Beispiel Zwei an einem Tag oder The Green Mile). Ich würde mit dieser beschreibenden Art in einem Liebesroman einfach nicht fertig. Schade.

Da ich das Buch nicht zuende gelesen habe, vergebe ich auch keine Zwerge. Ich weiß nicht, ob das Ende noch etwas rumgerissen hätte, aber mir macht es einfach keinen Spaß, Bücher zu lesen, die mich nicht irgendwo emotional fesseln können.

4 Kommentare

  1. Oiii o.O Ich fand das Buch richtig gut. Aber vielleicht wars bei mir auch praktischer weil danach erst der Film kam…Ich musste mich zwar auch erst in den Schreibstil hineinfinden, aber dann mochte ich es sehr 🙂 Schade das es dir nicht gefallen hat 🙁

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