Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

Blogparade: 10 unbekannte oder unbeliebte Lieblingsfilme

Mit einer Blogparade der Singenden Lehrerin starte ich in die neue Woche. Das Thema finde ich nämlich super und deswegen musste ich, trotz Stress einfach teilnehmen. Da ich sowieso gerade auf etwas warte und daher nicht weiterarbeiten kann, bietet es sich an, diese Zeit mit Bloggen zu verbringen, oder?

Ich möchte ganz kurz die Gelegenheit nutzen, um noch mal auf meine eigene Blogparade aufmerksam zu machen: Wie würde dein eigener Film aussehen? Welche Schauspieler, welchen Regisseur und welchen Soundtrack würdest du einsetzen? Und, klar, worum geht es überhaupt? Ich würde mich freuen, wenn ihr bis zum 31.Mai noch teilnehmt 🙂

Das Motto der Blogparade der Singenden Lehrerin aber lautet: Gegen den Strom – 10 unbekannte oder unbeliebte Lieblingsfilme. Das war für mich gar nicht so einfach, weil ich glaube, dass ich doch recht viele Mainstream-Filme sehe, die fast jeder kennt. Aber ich habe mal meine Filmlisten durchforstet und ja, ich habe dann gecheckt, welche Filme auf Letterboxd wenige Leute gesehen haben. Und so ist meine folgende Liste von Filmen entstanden, die nur wenige kennen oder die nicht so beliebt sind.

Ginger & Rosa

Ein tolles Drama von Sally Potter, mit einer herausragenden Elle Fanning in der Hauptrolle. Wir begleiten die Freundinnen Ginger und Rosa durch ihre Jugend in den 60er Jahren. Dabei setzen sie sich nicht nur mit ihrer Freundschaft auseinander, sondern auch mit der Beziehung zu ihren Eltern und mit den Auswirkungen des Kalten Krieges. Ein spannendes Porträt, das zeigt, wie sich Menschen entwickeln (können).

Everybody’s Fine

Ich mochte dieses Drama mit Robert De Niro sehr gerne. Vermutlich einer von DeNiros besseren Filmen in den letzten Jahren. Er spielt den Familienvater Frank Goode, der nach dem Tod seiner Frau einsam geworden ist. Daher freut er sich sehr auf den Besuch seiner vier Kinder – bis einer nach dem anderen absagt. Frank macht sich also selbst auf den Weg, um seine Kinder zu besuchen. Mich hat der Film sehr berührt.

Adams Äpfel

Diese schwarze Komödie / Groteske mit Ulrich Thomsen und Mads Mikkelsen aus Dänemark ist vielleicht, aufgrund Mikkelsens Popularität, gar kein Geheimtipp. Dennoch glaube ich, dass mehr Leute diesen skurrilen, aber liebenswerten Film kennen sollten. Vor allem, wenn man diesen trockenen Humor so mag wie ich.

Mein Freund Harvey

Auch ein Klassiker aus den 1950ern findet sich in meiner Liste. Leider verschließen sich noch immer viele Leute vor Klassikern, obwohl diese so oft so tolle Geschichten erzählen. So auch die Komödie „Mein Freund Harvey“, die auf einem Theaterstück beruht. Es geht um Elwood P. Dowd, gespielt von James Stewart, der nicht nur einen unsichtbaren Freund namens Harvey hat, nein, dieser Harvey ist auch noch ein 2,105 Meter große Hase. Doch Elwoods Schwester Veta schämt sich für ihren Bruder und will ihn deswegen in ein Sanatorium bringen lassen. Und so nimmt die Handlung ihren Lauf. Ihr solltet Euch den Film auf jeden Fall mal ansehen.

The Broken Circle

The Broken Circle weckte nicht nur meine Liebe für Bluegrass-Musik, sondern erzählt auch eine wirklich schöne Geschichte. In dieser belgisch-niederländischen Produktion geht es um Liebe und Familie und die Frage, wie viele Kompromisse man einzugehen bereit ist. Ein schönes Stück Film, das ich gerne weiterempfehle.

Fanboys

Zugegeben, eine alberne Komödie, aber eine, die ich sehr mag. Es geht um vier Freunde, die sich auf eine Reise zur Skywalker Ranch machen, um Star Wars: Episode I noch vor dem Kinostart zu sehen. Der Grund: einer von ihnen ist schwer krank und wird den Film nicht mehr im Kino sehen können. „Fanboys“ ist vor allem für Star Wars- und Star Trek-Fans eine kurzweilige Unterhaltung, dank zahlreicher Referenzen und Cameo-Auftritte. In unserem Freundeskreis hat sich so manche Zeile aus dem Film in unserem Alltag durchgesetzt („Harrison Ford hat noch nie in einem schlechten Film mitgespielt!“)

Goon

Ich kenne mich absolut nicht mit Eishockey aus, aber darum geht es in „Goon“. Trotzdem hat mir der Film sehr gut gefallen. Er beruht auf einer wahren Geschichte und konnte mich vor allem durch Hauptdarsteller Seann William Scott überzeugen, den ich nur aus den American Pie-Filmen kannte.

Gegen jede Regel

Auch dieser Sportfilm basiert auf wahren Begebenheiten. In erster Linie geht es um Football, zwei Mannschaften werden zusammengelegt und müssen sich nun miteinander arrangieren. Eigentlich geht es aber nicht um den Sport, sondern um Rassismus, denn mit der Zusammenlegung der Mannschaften treffen weiße auf schwarze Jugendliche, im Virginia der 70er Jahre. Dabei geht es nicht nur um den Rassismus innerhalb der Mannschaft und zwischen den Spielern, sondern auch rassistische Attacken von außen. Ein wirklich sehenswerter Film auch für jene, die sich nicht für Football interessieren.

Die letzten Glühwürmchen

„Wie traurig kann ein Anime schon sein?“ – das dachte ich mir, bevor ich diesen Film sah und nachdem ich zahlreiche Meinungen über den Film gelesen hatte. Die Antwort: Sehr traurig. Die letzten Glühwürmchen, eine Produktion von Studio Ghibli, basiert auf dem Buch „Die letzten Leuchtkäfer“, das zum Teil autobiographisch ist. In dieser Geschichte begleiten wir zwei Kinder durch die harten Zeiten des zweiten Weltkriegs und für mich war es wirklich unfassbar schwer, diesen Film und all diese Emotionen zu verarbeiten. Aber gerade diese Filme, die mich so bewegen, sind für mich die besten.

End of Watch

Found Footage Filme sind in der Regel nicht so mein Ding, aber bei End of Watch hat es einfach gepasst. Als Zuschauer fühlt man sich, als wäre man bei den Einsätzen der Officers Brian Taylor und Miguel Zavala direkt dabei. Dabei steht nicht nur die Loyalität und Zusammenarbeit der Polizisten im Fokus, sondern vor allem auch die harte Brutalität, der sie im Alltag ausgesetzt sind. Zur Vorbereitung auf den Film fuhren Jake Gyllenhaal und Michael Pena monatelang mit echten Polizisten in Los Angeles mit, trainierten mit Waffen und übten sich im Nahkampf. Das alles verleiht End of Watch eine ganz besondere Intensität.


Auf den Listen der anderen Blogparadenteilnehmer habe ich bereits einige andere tolle Filme entdeckt, die es auch auf meine Liste schaffen würden: Enemy, So spielt das Leben, Der Junge im gestreiften Pyjama und ein paar mehr. Zugegeben, nicht jeder dieser Filme in der Liste ist ein Lieblingsfilm – dafür stehe ich wohl doch auf zu bekannte Filme 😀 Aber jeden dieser Filme mochte ich sehr.

Welche Filme schaffen es auf eure Liste? Nehmt selbst an der Blogparade teil oder schreibt es in die Kommentare 🙂

15 Kommentare

  1. Yay, „Adams Äpfel“! Der einzige Film aus deiner Liste, den ich gesehen hab 😀
    Aber „The Broken Circle“ steht schon auf meiner Netflix-Liste und „Everybody’s Fine“ möchte ich auch noch unbedingt sehen! Sehr coole Liste auf jeden Fall.

  2. „Fanboys“ fand ich schwierig. Für mich ist diese teils zotige Fanboy-Komödie nicht mit dem drohenden Tod zusammengegangen. Das hat nicht gepasst.

  3. Fanboys und Adams Äpfel stehen ja noch auf meiner Watchlist.

    Was „Die letzten Glühwürmchen“ angeht: Ich mag Anime noch nicht einmal sonderlich gern und dass ich vor dem Fernseher heule, ist mir noch nicht einmal passiert, als Spock in Star Trek II starb … Aber der Film hat mich geknackt.

  4. „Die letzten Glühwürmchen“ ist für mich als ausgewiesenen Nichtkenner der Animeszene definitiv ein gelungener, wenn auch tieftrauriger Film. Da kann ich nur zustimmen. Bei „Fanboys“ bin ich so ziemlich Bullions Meinung. Die Idee ist ganz gut, aber die Umsetzung hapert doch gewaltig.

  5. Mit dieser Liste hast du sowas von ins Schwarze getroffen, was den Grad der Unbekanntheit (bei mir) anbelangt: Von drei Filmen hatte ich noch nicht mal gehört („Goon“, „The Broken Circle“ und „Die letzten Glühwürmchen“), SICHER gesehen habe ich nur „Adams Äpfel“ (VOR seinem internationalen Erfolg), wahrscheinlich gesehen „Gegen jede Regel“ und „Mein Freund Harvey“ (habe aber bei beiden Filmen keine Erinnerung daran), bei „End of Watch“ bin ich mir unsicher, ob ich den immer nur ansehen WOLLTE oder tatsächlich auch gesehen habe… Von „Fanboys“ habe ich nur den Trailer gesehen.

    Da werden doch ein paar Filme auf meine Watchlist kommen müssen (insb. „The Broken Circle“ und der Glühwürmchen-Anime).

    Danke für die Anregungen! 🙂

  6. Mein Freund Harvey hätte ich vor 10 Jahren beinahe in Paris gesehen, aber der Abend ging dann sehr anders aus. Seither kam ich nicht dazu.
    End of Watch, Glühwürmchen und Fanboys haben mir auch alle sehr gut gefallen.

  7. So … wo fange ich an. Erstmal, gut gewählt. Ich kenne genau die hälfte aus deiner Liste. „End of Watch“ hätte ich gestern fast geschaut, hab mich dann leider für einen bestimmt sehr viel weniger guten Film entschieden. Vor den Glühwürmchen habe ich ein bisschen Angst, weil alle sagen, dass der so traurig ist … „Goon“ und „Fanboys“ fand ich auch nicht schlecht. „Fanboys“ ein bisschen besser. „The Broken Circle“ fällt für mich in die selbe Kategorie wie „Blue Valentine“ nur dass ich den 2teren sehr viel besser fand … habe den aber auch als erstes gesehen. „Adams Äpfel“ ist großartig. Zu „Everybody’s Fine“ gibt es eine lustige Geschichte und zwar haben mein Mann und ich in zum 2 Mal gesehen, und erst ab der hälfte gecheckt dass wir ihn schon kennen … und das obwohl er wirklich gut ist. Hinterlässt aber eben keinen bleibenden Eindruck. So das wars. Den Rest kenne ich nicht.

  8. Uuh, mir sagt so gut wie keiner der Filme auf dieser Liste etwas. ^-^ Vielleicht ja mal nachhol-Bedarf. Aber Mein Freund Harvey kenne ich natürlich. Habe ich mir damals, nachdem „Edna bricht aus“ erschienen ist, angesehen und fand ich ebenfalls sehr großartig. 🙂

  9. Ui da sind aber einige dabei, die auch noch auf meiner Liste stehen, die ich auch sehr geschätzt habe und sogar einer, der auch auf meiner Liste stehen wird, schätze ich (Adams Äpfel). Freut mich, dass die letzten Glühwürmchen es auf deine Liste geschafft haben.
    Ginger & Rosa wollte ich auch schon Mal ewig sehen. Der einzige, der mir jetzt gar nichts sagt ist tatsächlich Goon. Zumindest habe ich den Titel schon Mal gehört 😉

  10. „Mein Freund Harvey“ ist auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme – wenn nicht DER Lieblingsfilm. „Fanboys“ hingegen steht noch auf meiner Liste, danke fürs Erinnern 😉

  11. Da hast du dir ja größtenteils glaube ich eher unbekannte und weniger unbeliebte Filme ausgesucht – „End of Watch“ hatte ja zum Beispiel richtig gute Kritiken (auch wenn ich damit wenig anfangen konnte – ich mag einfach kein Found Footage). Trotzdem sehr interessant, zu sehen, was so abseits des Mainstreams zu deinen Lieblingen zählt. Da kenn ich dann zugegebenermaßen auch eher weniger welche von 😀

    „Ginger & Rosa“ will ich aber auch unbedingt mal sehen, weil ich die Elle Fanning doch so mag. Und „Adams Äpfel“ habe ich ja auch schon hier, aber den will ich mit der gesamten Box zusammen gucken und ich hab doch keine Zeeeit. (Hab ich schon, aber naja.)

    Von „Fanboys“ hab ich dafür noch nie gehört, aber der kommt mal auf die Watchliste. Klingt eventuell nach etwas für mich 😉

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