Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Christoph Strasser – Semesterferien

Handlung
Das Studentenleben ist gar nicht so toll wie es sich immer anhört. Zum Glück gibt es Semesterferien!
Auch Platon und Jim genießen ihre Ferien, zusammen mit ihrem Kumpel Lakai, der sein Studium wegen Geldmangel abbrechen musste und nun unter Zukunftsängsten und Perspektivlosigkeit leidet.
Während Jim ein Überflieger zu sein scheint, der alles mit links bewältigt, muss auch Platon sich durch die Job-Frage quälen – und dann steht plötzlich noch die neue, freche Nachbarin Rebecca vor der Tür.
Meine Meinung
Die Meinungen, die ich vorher zu diesem Buch gehört habe, fielen durchwachsen aus. Ich ging also mit eher niedrigen Erwartungen an dieses Buch heran.
Doch das hätte nicht sein müssen, denn, ja, ich bin überzeugt von dem Buch! Natürlich muss man sich bewusst sein, dass man hier keinen Krimi oder Thriller liest, sondern viel mehr eine Alltagsstudie über die Höhen und vor allem die Tiefen des Studentenlebens.
Ich konnte mich oftmals sehr gut in die Hauptcharaktere hineinversetzen: Nicht genug Geld zum Studieren, aber nicht genug Zeit um zu Arbeiten – viele Studenten werden diese Gedanken kennen. Und dann die Zweifel: War das wirklich alles richtig, was ich getan habe? Hätte ich nicht einen anderen Lebensweg einschlagen soll? Gepaart mit dem Gefühl des Versagens, diese Schwere und diese Antriebslosigkeit – ja, das ist mir selbst alles schon oft begegnet und Christoph Strasser gelingt es gut, diesen Gefühlen und Gedanken Ausdruck zu verleihen. Er beschreibt die Situationen sehr lebensnah und plastisch, und vor allem Lakais Geschichte hat mich wirklich berührt.
Wo das Buch in weiten Teilen dramatisch und ernst ist, da spart es aber auch nicht an Witz und Komik. Oft musste ich schmunzeln über den trockenen, manchmal etwas versteckten und unterschwelligen Humor.
Besonders angenehm war hier die Geschichte um Platon und seine neue Nachbarin Rebecca, die etwas Leichtigkeit (und Weiblichkeit) ins Buch brachte. Rebecca ist eine sehr lustige und liebenswerte Person, die ich wahrscheinlich auch mögen würde. Manchmal zwar naiv und kindisch, aber so knuffig, dass der Leser sie schnell ins Herz schließt.
Negativ fand ich allerdings, dass oftmals grobe Rechtschreibfehler zu finden waren oder zum Beispiel im Fall „Dunja“ die Schreibweise des Namens mehrfach variierte (Dunja/Dunia). Ebenso sind mir hier und da ein paar logische Folgefehler aufgefallen. Beispiel: Platon verabredet sich mit Rebecca bei ihm, wenig später sagte er, dass er „bei Rebecca erscheinen“ wolle und nochmal später heißt es dann wieder, dass er noch seine Wohnung sauber machen muss, bevor Rebecca kommt. (Das Treffen findet dann wirklich bei ihm statt, aber dieser zwischenzeitliche Sprung hat mich irritiert).
Insgesamt würde ich dem Buch, das ein für mich doch überraschendes Ende hatte, eine glatte 2 geben, oder um es in der Blogg dein Buch-Wertung zu sagen: 4 von 5 Sternen! und es euch wärmstens empfehlen – vor allem wenn ihr das Auf und Ab des Studentenlebens selbst kennt =) Bestellen könnt ihr das Buch hier!
Bedanken möchte ich mich bei Blogg dein Buch und dem Unsichtbar Verlag für das Leseexemplar und vor allem dafür, dass es mir nochmal zugeschickt wurden, nachdem ich es beim 1.Mal nicht annehmen konnte =) Super Service, danke!

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