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[Serientipp] Code Black – Ausnahmezustand in der Notaufnahme

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In einer durschnittlichen, amerikanischen Notaufnahme wird 5 Mal im Jahr „Code Black“ ausgelöst. Im Angels Memorials Hospital in L.A. geschieht dies 300 Mal im Jahr.

300 Tage im Jahr Ausnahmezustand – damit sehen sich die neuen Assistenzärzte Christa, Malaya, Angus und Mario konfrontiert, als sie in die hektische Notaufnahme kommen. Pflegedienstleiter Jesse Salander, genannt „Mama“, hält die Truppe mit liebevoller Strenge zusammen, während Dr. Leanne Rorish und Dr. Neal Hudson ihr Bestes geben, den neuen Ärzten neben der Lebensrettung auch noch etwas beizubringen.


Originaltitel: Code Black
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 9.02.2016
Verfügbar auf: Maxdome, im FreeTV auf ProSieben
FSK: 16
Laufzeit: 18 Folgen à 42 Minuten

IMDB-Wertung: 7,7/10 (Stand: 28.04.2016)

Genre: Medical Drama, Krankenhausserie, Drama
Idee: Michael Seitzmann

Darsteller: Marcia Gay Harden, Raza Jaffrey, Bonnie Somerville, Melanie Chandra, William Allen Young, Harry Ford, Benjamin Hollingsworth, Luis Guzmán


Code Black ist eine realistisch anmutende Krankenhausserie, die ein hohes Tempo vorlegt. Der Zuschauer wird herausgefordert, diesem Tempo zu folgen und dem organisatorischen und emotionalen Chaos standzuhalten. Die Serie zeichnet interessante, sympathische Figuren, deren Charakter sich im Krankenhausalltag formt und entwickelt, ohne dabei zu kitschig oder zu dramatisch zu werden. Der Ausnahmezustand in der Notaufnahme steht bei Code Black im Vordergrund und bestimmt jedes andere Ereignis. Die Besetzung, die Kameraführung, das Szenenbild und natürlich die temporeiche Storyline machen Code Black sehenswert. Die erste Staffel mit 18 Folgen ist auf Maxdome verfügbar.


Arzt- und Krankenhausserien üben eine ganz eigene Faszination auf das Publikum aus. Sie bieten nicht einfach nur Drama, sondern eine ganz besondere Art von Spannung, wenn es darum geht, vor dem Bildschirm mitzufiebern, ob der Patient, der da gerade mit Atembeschwerden in die Notaufnahme eingeliefert wurde, überleben wird. Und wenn eine Krankenhausserie gut gemacht ist, dann lässt sie uns für einen Moment vergessen, dass wir es mit Schauspielern zu tun haben – dann verziehen wir das Gesicht, wenn das Bein eingerenkt wird. Wir atmen erleichtert durch, wenn der Sinusrhytmus bei der jungen Mutter wieder einsetzt und wir verdrücken eine Träne, wenn es der Bruder nicht lebend aus der Notaufnahme schafft.

So eine Krankenhausserie ist Code Black. Die erste Staffel ist aktuell auf Maxdome zu sehen sowie auf ProSieben und ich empfehle euch, sie anzusehen. Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Maxdome entstanden, aber ich versichere euch: Das hier entspricht meiner wahren Meinung. Ich habe mir Code Black angesehen und möchte euch auch verraten, was die Serie so gut macht.

Der erste Puls, den ihr checkt, sollte euer eigener sein. Wenn es heftig wird, vergesst nicht zu atmen.

[Code Black – 1×01]

Vor zehn Jahren war ich großer Fan von Emergency Room – nicht die Mutter aller Krankenhausserien, aber mittlerweile wohl so etwas wie die Gallionsfigur. Spannende Fälle, hektischer Klinikbetrieb, Blut, Knochen, Blaulicht. Und vor allem: wenig Kitsch und wenig McDreamy. Und so ist auch Code Black.

Code Black gönnt dem Zuschauer selten eine Atempause und das ist gut so. In dieser Notaufnahme herrscht permanent Ausnahmezustand – es gibt zu wenig Personal, zu wenig Ressourcen und zu viele Patienten. Klingt unrealistisch? Ist es aber nicht. Die Serie basiert auf einer preisgekrönte Dokumentation, und schon alleine der Trailer verrät mir, dass hier ziemlich große Ähnlichkeiten herrschen. Auch die Kameraführung und das Szenenbild in der Serie Code Black nimmt oft einen dokumentarischen Charakter an, was die Serie schon sehenswert macht.

Code Black verzichtet auf die übermäßigen, zwischenmenschlichen Dramen der Protagonisten, die mich an anderen modernen Krankenhausserien so oft gestört haben – wer also zwölf Staffeln lang sehen will, wie Meredith und McDreamy sich kriegen oder nicht oder doch, der ist hier falsch.

Manchmal kann man nur tapfer sein, indem man vorgibt, tapfer zu sein.

[Code Black – 1×05]

Natürlich beleuchtet auch Code Black das Schicksal seiner Figuren – nur so können Sympathien und Antipathien entstehen und nur so kann man sich in die Ärzte hineinversetzen. Code Black setzt dies aber stets in den Zusammenhang des Berufsalltags; zeigt, wie Menschen als Ärzte scheitern oder glänzen können, weil sie das erlebt haben, was sie erlebt haben. Die Figuren entwickeln sich dabei langsam, aber stetig, im Mittelpunkt stehen immer die, oft blutigen, Notfälle im emergency room.

Ausgefüllt werden diese Figuren von einem guten Cast. Dr. Leanne Rohrish wird gespielt von Marica Gay Harden, die 2000 mit dem Oscar für die Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. An ihrer Seite sehen wir als „Mama“ Luis Guzmán, den wir aus einigen Produktionen von Paul Thomas Anderson und Steven Soderbergh kennen. Melanie Chandra, die Assistenzärztin Malaya verkörpert, hat privat eine Stiftung gegründet, die sich für die medizinische Versorgung im ländlichen Indien einsetzt. Und Ben Hollingsworth, der als Mario in der Serie immer wieder aneckt, dürfte dem ein oder anderen schon aus ein paar Folgen Suits bekannt sein. Außerdem treffen wir Cress Williams wieder, den wir Hart of Dixie als LeVonn Hayes in unser Herz geschlossen haben.

Die Serie wird in der IMDB momentan mit 7,7 von 10 Punkten bewertet und kann sich mit dieser Wertung durchaus sehen lassen. Ihr seht, nicht nur ich bin begeistert von der Serie.

„Abso-freakin-lutly LOVE this show! One of my FAVORITE medical Dramas yet! Even better than some of the other great Medical Dramas of the past, such as shows like House, or ER, even better than Grey’s Anatomy! ABSOLUTE MUST SEE SHOW!“ – Jodie Whiteley

„For me, one of the best Medical shows I have ever seen.“ – George Korynta

„Quite simply the best Medical Show on TV.“ – Darán

via trakt.tv

Code Black ist eine realistisch anmutende Krankenhausserie, die ein hohes Tempo vorlegt. Der Zuschauer wird herausgefordert, diesem Tempo zu folgen und dem organisatorischen und emotionalen Chaos standzuhalten. Die Serie zeichnet interessante, sympathische Figuren, deren Charakter sich im Krankenhausalltag formt und entwickelt, ohne dabei zu kitschig oder zu dramatisch zu werden. Der Ausnahmezustand in der Notaufnahme steht bei Code Black im Vordergrund und bestimmt jedes andere Ereignis. Die Besetzung, die Kameraführung, das Szenenbild und natürlich die temporeiche Storyline machen Code Black sehenswert. Die erste Staffel mit 18 Folgen ist auf Maxdome verfügbar.

8 Kommentare

  1. Momentan meine Lieblingsserie! Holt mich am meisten ab. Laut Ehemann medizinisch auch sehr korrekt, was man seiner Meinung nach von Chicago Med, das ich nun auch ganz gerne gucke, nicht behaupten kann. Ich hoffe beiden Serien sid noch ein paar Staffeln gegönnt.

  2. Cool! Danke.
    Ich werde da mal reinschauen. Wäre meine erste Krankenhausserie seit „Emergency Room“. Solange in „Code Black“ die Damen keinen Herzkasper kriegen, sobald irgendein „Dr. Dreamy“ reinlatscht, ist alles gut.
    Lieben Gruß,
    Tom

    1. Ich habe nach „Emergency Room“ nur Dr House geschaut (aber auch nicht alle Staffeln, da es irgendwann redundant wurde), allerdings ist das ja nicht vergleichbar mit ER und auch nicht mit Code Black. Mit Greys Anatomy & Co wurde ich auch nie warm. Hoffe, dass dir Code Black gefällt.

  3. Ich finde es schon mal gut, dass sie da den realistischen Alltag zeigen. Vor Kurzem kam ja auch eine Extra Folge von Team Wallraff, da waren sie ja auch in deutschen Krankenhäusern unterwegs und da ist der Personalmangel ja auch ein großes Problem und die Mitarbeiter waren da auch echt am Ende ihrer Kräfte. Was aber bei uns darauf zurück zu führen ist, dass man Geld sparen möchte, leider an der falschen Stelle. Ob das in den Usa auch der Grund ist, weiß ich natürlich nicht, aber ich finde es toll, dass man sich da eine Doku zum Vorbild genommen hat und versucht realistisch zu zeigen, wie der Alltag solcher Ärzte abläuft.

    Was Krankenhausserien anbelangt muss ich aber gestehen, dass ich da gar nicht so viele schaue. Ich mochte Doctors Diary, aber da ging es ja auch mehr um die Beziehungen und ich mag Greys Anatomy, auch genau aus dem Grund. Zwar ist mir da manchmal das Drama zu viel, aber ich merke auch, dass genau dieses Drama am Ende der Grund ist, warum ich wieder einschalte. Weiß also nicht, ob Code Black jetzt meines wäre, aber vielleicht schaue ich irgendwann mal rein, wenn ich keine Serie mehr zum angucken habe. Auf jedenfall hast du Kritik erneut super geschrieben. Ich lese die immer sehr gerne auf deinem Blog, weil sie wirklich ein gutes Bild über den Film bzw. die Serie vermitteln und mich immer neugierig machen. Dazu kann ich mich auf den Urteil einfach verlassen ;).

    Danke auch für deine liebe Antwort.
    Vielleicht kannst du mir ja mal ne Rückmeldung geben, ob der Trailer nun letztend Endes viel vorweg genommen hat oder nicht, würde mich echt mal interessieren. Auf mich wirkte es jetzt so und deshalb war ich irgendwie auch nicht so mitgerissen gewesen.

    Definitiv, ich persönlich habe irgendwie nen schwierigen Humor, denn mit den meisten Komödien kann ich einfach nicht so viel anfangen. Ich wünsche mir da irgendwie immer etwas innovativere Witze und finde die einfach selten. Aber an Sex Tape habe ich nun auch nicht soo große Erwartungen und ich denke mal, dass man dann auch etwas schwerer enttäuscht wird. Bei Bad Neighbors hatte ich ja im Vorfeld gehört, dass der richtig, richtig lustig und gut sein soll und somit hatte ich da doch hohe Erwartungen dran.

  4. Für mich ist Code Black leider nur ein ER-Abklatsch. Also ich schaue es, finds auch nett, aber ich vermisse ER wirklich. Liest sich jetzt doof, weil ER ja schon ewig nicht mehr produziert wird. 😉

    LG

    1. Liest sich gar nicht doof, kann ich voll verstehen, also vom Gefühl her. Für mich unterscheidet es sich dennoch gut genug von ER 🙂

  5. Auch für mich eine meiner neuen Lieblingsserien, auf die ich mich am Mittwoch immer freue 🙂 Ich glaub meine erste Krankenhaus-Serie war Greys Anatomy. Von Anfang an hab ich aber nie geschaut, ich war irgendwann mal Quer-Einsteiger und bin dann hängen geblieben. Manche Folgen sind so unglaublich spannend und emotional gemacht, dass ich dann schon mal heulend vor dem Fernseher saß und danach fix und alle war. Und ich freu mich auch nach wie vor auf die aktuellen Folgen. Aber diese ganzen Dramen, ständige On-/Off-Beziehungen und Sexszenen inner- und außerhalb der Klinik könnten für meinen Geschmack ruhig auch abnehmen. Aber gut, das macht die Serie wohl zum Teil aus. Emergency Room habe ich dann glaub erst letztes Jahr für mich entdeckt als ich ja einige Wochen krank zuhause war und mich den ganzen Tag durch das Sixx-Programm geschaut habe 😀 Hat mir dann auch gleich von Anfang an sehr gut gefallen, einfach weil es hier mehr um den Krankenhaus-Alltag und die medizinischen Fälle ging. Aber mehr als zwanzig Folgen hab ich bisher glaub nicht gesehen. Ja, und dann kam nun Code Black und die Serie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Und selbst mein Freund schaut nun immer mit mir, das soll schon was heißen. Normalerweise mag er solche Krankenhausserien gar nicht, aber die gefällt ihm auch sehr gut. Bei Code Black vergess ich manchmal echt immer zu atmen, weil es so spannend und rasant zu geht. Und auch hier waren nun schon bei manchen Folgen große Gefühle angesagt. Ich will niemanden spoilern, aber ich sag nur: Diese Musical-Darsteller aus König der Löwen, die dann am Ende gesungen haben – ich hatte so Gänsehaut und Tränen in den Augen. Hammer Szene!
    Von daher zurecht ein Serientipp! Kann auch ich nur weiterempfehlen und ich freu mich schon auf Mittwoch 🙂

    1. Ohja, die Folge mit den Sängern aus König der Löwen, vor allem das Ende, war sehr emotional <3 Danke für deinen Kommentar, Lia!

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