Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher Schreiben

„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“ (Joseph Conrad )

– Was Schreiben für mich bedeutet –
Ich schreibe viel und gerne. Bereits seit mehreren (ca. 8) Jahren schreibe ich an einer einzigen Geschichte – sie hat sich stark verändert, ist gewachsen, aber im Kern doch die selbe geblieben.
Aber ich schreibe nicht nur diese Geschichte, die mittlerweile über 100 Seiten umfasst und größtenteils sehr dramatisch ist. Ich schreibe auch kurze Geschichten oder nur die Idee, wie eine neue Geschichte beginnen könnte, einfach nur um Gedanken loszuwerden. 
Vielleicht eine Art verkapptes Tagebuch, ja, aber ich schreibe eigentlich nie über mich in der Hauptrolle. Manchmal schreibe ich absurdes Zeug, wie unscheinbare Mädchen große Stars treffen und die übliche Liebesgeschichte würde ihren Lauf nehmen. Manchmal versinke ich in meiner Neugier auf den mittleren Westen der USA und beschreibe nur wie ein kleines Mädchen über eine staubige Straße läuft. Manchmal sind meine besten Freundinnen mein Ausgangspunkt und ich beginne eine Geschichte über vier Freundinnen, die sich jedes Jahr an Weihnachten wieder treffen und sich noch immer nah fühlen, obwohl ihre Leben so weit auseinander gehen.
Ja, sicherlich steckt irgendwo ein Stück von mir darin, es sind schließlich meine Geschichten – manchmal wünschte ich, ich wäre meine Hauptperson, weil sie es gut im Leben hat. Andererseits gibt es auch Gedankenflüsse, da bin ich froh, Dinge wie Gewalt und Drogen nur vom Papier her zu kennen. Und an wieder anderen Stellen entwickelt sich aus einer realen Geschichte etwas vollkommen ausgedachtes.
Schreiben befreit mich. Es befreit mich, alle meine Gedanken und Ideen auf Papier (oder auf die Tastatur) bringen zu können.
Die meisten Geschichten laufen vielleicht 2 oder 3 Seiten, dann werden sie monatelang nicht mehr angerührt und irgendwann gelöscht. Aber das ist okay, denn sie waren nur der kurze Ausbruch eines Gedankens, der mich nirgendwohin geführt hat.
Doch die Geschichten, an denen mein Herz hängt, die behalte ich und irgendwann werd ich sie vielleicht mit jemandem teilen.
Das Schreiben löst die Illusion vom individuellen Sein auf, und man wird Teil eines Ganzen. Das liebe ich am Schreiben: Cornelia ist mit einem Mal ganz viele.

Cornelia Funke

Leider hat niemand von Euch meine 3.Leseprobe kommentiert.. war der Abschnitt zu lang oder habt ihr einfach keine Lust darauf? Oder habt ihr es vielleicht nicht gut gefunden und wolltet mich nicht verletzen?
Ich hätte gerne ein paar Meinungen gehört, muss ich ja schon ehrlich sagen.. =(

Dann überlege ich mir noch ob es weitere Leseproben gibt^^

4 Kommentare

  1. Hach, du sprichst mir aus der Seele 🙂 Ich habe auf meinem PC einen Ordner voller angefangener Geschichten oder einfach nur Gedankenfetzen die mir in den Sinn gekommen sind und niedergeschrieben wurden. Schreiben befreit einfach- und momentan habe ich das Gefühl in mir so eine Art Knoten zu haben, der kurz vorm Platzen ist weil ich einfach nicht Schreiben kann- ich weiß auch nicht 🙁 Ich setze immer zu hohe Erwartungen in mich -.-“ Mein Highlight war bis jetzt eine 130 Seiten lange Piratengeschichte die ich 2004/2005 geschrieben habe, als gerade Fluch der Karibik rauskam 🙂 Das war eine tolle Zeit- die hätte ich gerne nochmal! Aber ich finds toll dass das Schreiben bei dir so gut klappt, genieß es ^^

  2. Ein wirklich schöner Text! Hab ich gern gelesen 🙂
    Ich hab auch lange Zeit viiiel geschrieben, aber irgendwie…ich weiß nicht, woran es liegt, aber es hat für mich an Wichtigkeit verloren O.o Das finde ich selbst total schrecklich!
    Ich hoffe, die Lust kommt irgendwann wieder 😉
    Und natürlich steckt in jeder Geschichte ein Stück von uns – ich sage mal: Anders könnte das doch gar nicht funktionieren, oder?

  3. Ich war das Wochenende über leider nur mobile online, und um es auf dem Handy zu lesen, war der Auszug zu lang…werde es aber noch nachholen.

    Kann aber verstehen, dass du enttäuscht bist gar kein Feedback zu bekommen:(

  4. Ich hab es auch gerade erst gesehen, werd es SOFORT lesen und kommentietren! 🙂
    Schreiben befreit wirklich. Mir hilft es manchmal schon alleine dadurch meine Gedanken zu ordnen und somit Dinge zu verarbeiten. Ich habe ja auch 2004 (oder so um den Dreh) angefangen eine längere Geschichte zu schreiben, bin allerdings bisher zu keinem Abschluss gekommen und finde leider momentan auch nicht mehr die Zeit dazu. Irgendwann werde ich sie aber nochmal rauskramen!

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