Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

Der Film- und Serienrückblick 03|2016

Der März ist schon wieder vorbei und daher erzähle ich euch heute, welche Filme und Serien ich im vergangenen Monat geschaut habe. Kleiner Spoiler: Es waren nicht viele. Nein, im März hatte ich irgendwie keine große Lust, Filme oder Serien zu schauen, viel mehr habe ich mich mit Schreiben und ein wenig Lesen beschäftigt und dann abends Hörbücher gehört. Aber, neuer Monat, neues Glück: Die Lust auf Filme hat mich wieder total gepackt und ich denke, Ende April werde ich wieder mehr zu berichten haben 😀

In diesem Monat gibt es in meiner Übersicht die Kategorie „Amazon Prime“ leider nicht, da keiner meiner gesehenen Filme dort verfügbar ist – ich war entweder im Kino oder habe mich aus dem heimischen Regal bedient.

Statistik für den März

Gesehene Filme im März: 8 – das sind 8 weniger als im Februar.
Kinobesuche: 3 – das ist 1 weniger als im Februar.

Neue Filme in der Sammlung: 0
Filme in der Filmsammlung: 195

Meine Filmlisten bei Letterboxd
Mein Filmregal Popular Movies AFI Top 100 Scorsese Film School 40 Top Directors Films by Women

107 / 195

(55%)

3 / 86

(3%)

24 / 100

(24%)

3 / 85

(4%)

3 / 200

(2%)

0 / 52

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Spotlight

In Spotlight geht es um die Aufdeckung eines Skandals in den Reihen der katholischen Kirche: Kindesmissbrauch. Das investigative Journalistenteam des Boston Globe, die sogenannte Spotlight-Einheit, recherchiert in diesem Fall und bringt damit einen Stein ins Rollen. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Jahr 2002 und wurde für 6 Oscars nominiert. Er konnte in den wichtigen Kategorien Bestes Originaldrehbuch und Bester Film gewinnen. Mit Michael Keaton, Rachel McAdams, Mark Ruffalo, Liev Schreiber etc. ist der Film großartig besetzt. Und die Schauspieler tragen den Film und seine dichte Atmosphäre hervorragend. Bei Spotlight stimmt beinahe alles: das Tempo und wie die Geschichte entwickelt und aufgebaut ist, Szenenbild, Schnitt und Score – all das schafft eine bedrückende und gleichzeitig fesselnde Stimmung. Die Charaktere sind authentisch, insbesondere Mark Ruffalo sticht positiv hervor, und am Ende des Films kann man nicht anders, als mit offenem Mund auf die Leinwand zu starren und ungläubig den Kopf darüber zu schütteln, welchen Skandal uns dieser Film gerade erzählt hat. 8.5/10 Punkte.


Zoomania

Zoomania war meine Überraschung des Monats. Um ehrlich zu sein: ich wollte den Film gar nicht sehen, weil mich die Teaser und Trailer nicht wirklich angesprochen haben. Dank der überwiegend positiven Stimmen und auf Drängen meines Freundes bin ich dann doch noch ins Kino gegangen – und habe es nicht bereut. Ich möchte sogar fast sagen, dass Zoomania zu einem meiner liebsten Animationsfilme werden könnte. Das liegt vor allem an den liebenswerten Figuren im Film, wie Hase Judy, die für ihren Traum kämpft, Polizistin zu werden und auch mit einigen Rückschlägen und Vorurteilen zu kämpfen hat. Auf der anderen Seite haben wir den schlauen Fuchs Nick, der sich mit Betrügereien durchs Leben schlägt. Und gemeinsam müssen sie einen Fall aufklären, der ungeahnt ernste Themen anspricht: Rassismus, Ausgrenzung, Toleranz. Das macht Zootopia überrschand tiefgründig, ohne dass er seine erfrischende und witzige Erzählweise verlieren würde. 8.5/10 Punkten.


Batman v Superman: Dawn of Justice

Tja, was soll ich nun abschließend über diesen Film sagen? Für mich hat er sein komplettes Potential verschwendet. Er hätte zwei bekannte Superhelden neu einführen bzw. weiterentwickeln und ihre Geschichte erzählen können. Stattdessen scheint DC sich in der Idee des eigenen Cinematic Universe verrannt zu haben und überfordert den Zuschauer. Überfordert ihn visuell mit einem dunklen Stil, der von CGI überschwemmt wird, und überfordert ihn mit unausgereiften Charakteren, deren Motivation man nicht folgen kann. Zack Snyder sollte bei keinem weiteren (DC) Film Regie führen, das war einfach nicht gut. Und so bleibt Ben Affleck überraschenderweise das kleinere Übel dieses Films. Ich vergebe 2/10 Punkten.

-> Hier geht es zu meiner ausführlichen Kritik.


Training Day

In Training Day begleiten wir Ethan Hawke (den ich nicht mag), wie er seinen ersten Tag beim Drogendezernat erlebt. Er begleitet Detective Alonzo Harris (Denzel Washington) bei seiner Arbeit und vor allem bei dessen zweifelhaften Methoden, mit den Kriminellen umzugehen. Dieser „Training Day“ ist in der Tat sehr ereignisreich – und für mich einfach nur anstrengend. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es lag, aber ich konnte dem Film einfach nichts abgewinnen. Deswegen gebe ich 5/10 Punkten.


The Avengers

Demnächst läuft ja „Captain America: Civil War“ in unseren Kinos und da möchte ich natürlich vorbereitet sein. Zwar kenne ich den Großteil der Filme aus dem Marvel Cinematic Universe, insbesondere diejenigen, die sich um Cap und Iron Man drehen, aber es schadet ja nie, seine Kenntnisse ein wenig aufzufrischen, was? Deswegen habe ich mir im letzten Monat noch mal „The Avengers“ angesehen und er war so gut wie eh und je. Ich mag die Marvelhelden und ihre verschiedenen Charaktere, die schlagfertigen Dialoge und die rasante Action. Ja, auch sie legen ganze Städte in Trümmer, aber immerhin sind sie dabei noch ziemlich cool. 7.5/10 Punkte.


Valhalla Rising

Nachdem ich mich in Nicolas Winding Refns „Drive“ verliebt hatte, wollte ich unbedingt mehr von diesem Regisseur sehen. Aber so langsam glaube ich, das wird keine größere Liebesgeschichte. Erst war ich von „Only God forgives“ enttäuscht und nun konnte mich auch „Valhalla Rising“ nicht begeistern. Es ist Winding Refns Stil, der mir einfach nicht zusagt. Für manche mag der künstlerische Aspekt, die schönen Bilder und die gute Kameraarbeit in ‚Valhalla Rising‘ die fehlenden Dialoge und die meiner Meinung nach dürftige Geschichte aufwiegen. Mir hat das aber nicht gereicht. Ich möchte nicht sagen, dass dieser Film ein schlechter Film ist – ich kann die Arbeit und die Idee, die dahinter steh, anerkennen – aber mir hat er einfach nicht gefallen. 4/10 Punkte.


Man of Steel

Dieser Film war so schlecht, dass ich eigentlich gar nichts darüber schreiben möchte. Ich zitiere mich einfach selbst.


Das macht dann am Ende 2/10 Punkte.


Bambi

Ein Disneyklassiker, der durch niediche Figuren und einen tollen Zeichenstil glänzen kann. Die Geschichte an sich konnte mich jedoch weniger fesseln, da es im Prinzip keine Geschichte und keinen roten Faden gibt. Wir begleiten Bambi durch die Jahreszeiten, sehen wie er älter wird und auch unschöne Erfahrungen macht.
Der Film ist nett und als Disney-Fan sollte man ihn gesehen haben, er wird aber nicht zu meinen Lieblingen gehören. 5.5/10 Punkte.


Serien waren im März auch so ein Thema für sich – ich konnte mich wirklich nicht aufraffen, viel zu schauen. Jetzt im April ist meine Lust auf Filme zwar zurückgekommen, aber die Serien… hm… da muss ich mir vielleicht selber mal in den Hintern treten, damit ich es nicht wieder schleifen lasse und vergesse, was überhaupt passiert ist.

Gesehene Serien: 5

Episoden gesamt: 12


The Big Bang Theory – 9×06; 9×10-9×11

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, TBBT im Fernsehen zu verfolgen, aber das klappt nur so mittelgut. Ich bin ja schon froh, dass unser Fernseher eine Aufnahmefunktion hat, sodass ich Episoden auch mal später schauen kann. Nur leider komme ich selbst damit nicht mehr hinterher. TBBT begeistert mich nicht mehr so wie am Anfang und nein, ich kann mich mit Sheldons Entwicklung irgendwie nicht anfreunden.


Mozart in the Jungle – 2×02-2×04

Die ersten Folgen von Staffel 2 von Mozart in the Jungle (Amazon Prime) haben mir gut gefallen und da werde ich auf jeden Fall dran bleiben. Gael Garcia Bernal als Maestro Rodrigo macht einfach Spaß und auch Haileys Charakter mag ich immer noch gerne. Hier habe ich auch eher aus Zeitgründen nicht mehr als 3 Episoden gesehen als aus Unlust 😉


The Man in the High Castle – 1×02

Diese Serie habe ich nun vorerst abgebrochen, nachdem mich auch die 2.Folge nicht begeistern konnte. Tatsächlich hat es mich eher gelangweilt und da ich ja aktuell eh nicht so in Serien-Laune bin, werde ich das erstmal auf Eis legen.


Suits – 3×05-3×08

Suits wollte ich (wie TBBT) regelmäßig im Fernsehen verfolgen, aber da sind nun auch schon ein paar Folgen auf der Festplatte gelandet. Hier liegt es definitiv nicht an der Qualität der Serie, sondern an Zeit und Lust meinerseits. Okay, ein wenig lag es auch an der Serie, denn den Fall um Ava und ob sie nun einen Mord in Auftrag gegeben hat oder nicht zog sich über einige Folgen und hat mich einfach Null interessiert. Ich war froh, dass Louis, Donna, Rachel & Co noch ein paar unterhaltsame Nebengeschichten geliefert haben. Und hoffe, dass Avas Fall nun endgültig abgeschlossen ist und die Serie wieder etwas spannender wird.


Castle – 7×21 & 7×22

Castle hat seine besten Zeiten definitiv hinter sich. Das Staffelfinale von Staffel 7 schiebe ich nun schon quasi einen ganzen Monat vor mich her, während im TV schon Staffel 8 läuft. Die hatte in den USA ja sehr schlechte Quoten, mein Freund findet Staffel 8 aber wieder deutlich besser als 7. Vermutlich wird die 8. sowieso die letzte Staffel sein, also kann ich mir die dann auch noch angucken…


Highlights im März: Spotlight, Zoomania
Flops im März: Man of Steel, Batman v Superman
Durchschnittliche Bewertung: 5,4 [-1,4 im Vergleich zum Vormonat]

Welche Filme habt ihr im März gesehen? Welche waren eure Highlights oder Flops?

7 Kommentare

  1. Famos! Du bist also auch ein Statistik-Fan, was deine Sichtungen angeht. Und du nutzt Letterboxd. Damit bin ich nie so warm geworden bzw. mich überfordert schon mein Blog… 😉

    „Training Day“ fand ich deutlich besser als du, aber ich mag auch Ethan Hawke sehr (speziell in den „Before…“-Filmen).

    1. Ohja, ich bin auch ein Statistik-Fan 🙂 Und ich liebe Letterboxd, das ist perfekt für meine Statistik- und Listensucht.

      Training Day wird ja allgemein deutlich positiver aufgenommen. Ich finde Filme auch nicht per se schlecht, nur weil Ethan Hawke mitspielt. Ich mochte Boyhood sehr und deswegen (Linklater) möchte ich auch die Before-Filme noch sehen.

  2. Alles Geschmacksache… aber Man of Steel so schlecht zu bewerten kann ich absolut nicht nachvollziehen! Für mich (zusammen mit der Dark Knight Trilogie) die beste Comic-Verfilmung aller Zeiten! Aber wenn ich sehe wie Sie andere Filme bewerten muss man ihren Filmgeschmack doch als sehr sehr komisch bewerten – 0.5/10 Punkte.

    1. Wie Sie sagen: Alles Geschmackssache.
      Übrigens, es gibt hier häufig Leute, die nicht mit meinen Bewertungen übereinstimmen, die verzichten aber darauf, mich oder meinen Filmgeschmack zu bewerten.

  3. Ich staune immer wieder über deine extrem genaue Statistik 🙂
    Was Walhalla Rising betrifft, war ich ähnlich überrascht. Hab den zwar vor Drive gesehen, kannte Winding Refns Arbeit aber von Pusher und da gab es irgendwie mehr Handlung. Oder zumindest mehr nachvollziehbare Handlung, deswegen war ich auch etwas vor den Kopf gestoßen. Aber die Rätsel in der Handlung und das brutale sich-irgendwie-durchschlagen haben mich doch irgendwie auch beeindruckt. Naja. Und Mads Mikkelsen hat auch nen Bonus bei mir …

    1. Ich gestehe, dass ich sonst nur „Adams Äpfel“ mit Mads Mikkelsen gesehen habe *Asche auf mein Haupt* Aber da mochte ich ihn auch. Es lag ja auch nicht an ihm, dass mir Walhalla Rising nicht gefallen hat.

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