Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Alltag Schreiben

Der letzte Funke.

In letzter Zeit juckt es mich wieder sehr in den Fingern. Ich will schreiben, will meine Gedanken rauslassen, sie in Worte formen und in Sätzen miteinander verschmelzen lassen. Nicht nur hier auf dem Blog, sondern in meinen Geschichten. Endlich mal wieder in meinen Geschichten.
Es fehlt nur noch der letzte, entscheidende Funke. Es juckt – aber ich weiß noch nicht wo. Was will ich schreiben? Will ich eine liebgewonnene Geschichte rauskramen und abstauben? Meinen alten Figuren – meinen alten Freunden wieder Leben einhauchen und sie an neue Orte schicken?  Das Vertraute wieder spüren, mich in meiner Welt einnisten, nach Hause kommen.
Oder will ich etwas Neues entstehen lassen, mit neuen Figuren und neuen Orten? Orte, an die ich noch nie zuvor gereist bin, nichtmal in meinen Gedanken, in Begleitung von Figuren, die ich selbst noch nicht kenne. Abenteuer erleben, Wagnisse eingehen, Entscheidungen treffen und verwerfen, es gut machen.

Ich weiß noch nicht, was ich demnächst zu Papier bringen werde, aber ich weiß, dass es irgendwas geben wird. Denn es juckt mich, es juckt in den Fingern und viel zu lange habe ich mich einfach gekratzt und das Jucken ignoriert. Aber nun ist es an der Zeit, die Ursache des Juckens zu bekämpfen und meiner Leidenschaft wieder nachzugehen. Viel zu lange habe ich mir viel zu wenig Zeit für das Schreiben genommen. Jetzt nehme ich mir die Zeit. Endlich wieder schreiben.

6 Kommentare

  1. Das kenne ich auch, dass es mir in den Fingern juckt, ich mich aber nicht so richtig entscheiden kann, was ich schreiben soll bzw. an welcher angefangenen Geschichte ich weiterschreiben will.

    Wenn du noch einen Anstoß brauchst, hilft dir vielleicht eine der Schreibanregungen auf meinem Blog. 😉

  2. Oh, ich kenn das. Früher habe ich wahnsinnig viel Geschrieben, Gedichte und halt auch Shortstories… aber in den letzten Jahren komme ich da gar nicht mehr dazu. Oft habe ich auch das Gefühl, dass die Fotografie als kreatives Ventil das Schreiben irgendwie abgelöst hat. Jetzt schreibe ich eigentlich nur noch „Gebrauchtstexte“, sprich für den Blog. Hmm.

    Auf jeden Fall bin ich gespannt, was dir aus der Feder resp. Tastatur entspringt. 🙂 Magst du deine Texte denn dann auch hier im Blog veröffentlichen?

  3. Ob ich sie hier veröffentliche kommt wahrscheinlich darauf an, was es am Ende wird. Ich habe mal den Versuch gewagt und Auszüge einer längeren Geschichte hier gepostet, aber nur sehr wenig Resonanz bekommen, was ich schade fand und ich daher nicht mehr machen möchte.

    Shortstories, Gedichte oder ähnliches kann ich mir hier im Blog eher vorstellen und machen mir momentan auch sehr viel Spaß!

  4. Hi Katie,

    kenn ich! Gut, ich schreibe jetzt keine längeren Geschichten so wie du, aber mir gehen so einige persönliche Dinge im Kopf rum, die ich gerne mal verbloggen würde. Das „juckt“ auch schon länger 🙂

    Oh, und gerade habe ich zufällig deinen Weltuntergangs-Post gelesen. Musste so lachen, der Part mit den ach so individuellen Hipster-Hornbrillen von H&M ist einfach klasse. Ich hatte als Kind auch eine Brille, was das Leben in einer spießigen Kleinstadt mit lauter dummen Klassenkameraden auch nicht gerade angenehm gemacht hat. Aber jetzt denke ich tatsächlich drüber nach, mir zusätzlich zu meinen Kontaktlinsen und meiner Brille mit Stärke für zu Hause noch eine Brille mit Fensterglas drin zum Rausgehen machen zu lassen, einfach, weil es gut aussieht (Warum nicht gleich nur Brille mit Stärke tragen? -> Damit die Augen nicht so vergrößert werden durch die Plus-Gläser). Verrückt, oder? 😀

    Liebe Grüße

    Vera

  5. Grüß Dich, Katie.

    „Geschichten wollen erzählt werden, wann immer die Worte dafür in die Welt drängen.“
    (Gaelle Mutin-Mutisme)

    bonté

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