Frau Margarete

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Die 11 besten Songs in Filmen und Serien

20150501_112028Mein Tag verlief heute ungefähr so: Ich habe erst mal ausgeschlafen, weil ich gestern noch ziemlich lange geschrieben habe. Dann bin ich zur Uni gefahren, habe mir brav ein englisches One-Direction-Seminar reingezogen und fuhr wieder nach hause. Da war es 15 Uhr und der Plan war, bis 16 Uhr ein Päuschen zu machen und danach mein Referat vorzubereiten. Dann allerdings warf die Chaosmacherin ein Stöckchen nach mir und traf mich damit ziemlich dolle am Kopf. Alle bisherigen Pläne waren vergessen und stattdessen klickte ich mich für den Rest des Nachmittags durch Filmlisten, Soundtracks und YouTube-Videos. Ob man das jetzt gut oder schlechten finden soll, dürft ihr entscheiden, denn Folgendes ist dabei rausgekommen:

Die 11 besten Songs in Filmen und Serien

Zwei Sachen sind dazu zu sagen:

1.) S p o i l e r w a r n u n g ! Wie auch Mareike auf ihrem Blog schon richtigerweise anmerkte, solltet ihr die Beschreibungen zu den jeweiligen Songs und Szenen nicht lesen, wenn ihr diese noch nicht kennt. Erst recht solltet ihr die YouTube-Videos meiden, da euch ansonsten vielleicht der Spaß vergeht. Oder der Appetit, je nach Szene.

2.) Die von mir ausgewählten Songs sind eben genau das: von mir ausgewählte Songs. Songs, die ich in Filmen und Serien ziemlich genial fand. Ich möchte aber dazu sagen, dass ich Songs, die bei diesem Stöckchen schon mehrfach genannt wurden („Where is my mind“ aus Fight Club zum Beispiel) mal außen vor gelassen habe. Und ganz sicher gibt es noch tausendmillionen Songs, vor denen ich auf die Knie gehe. Die, die ihr hier sehen könnt sind im Großen und Ganzen diejenigen, die mir zuerst einfielen und somit wohl auch den stärksten Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Jetzt viel Spaß mit meiner Liste (alphabetisch geordnet nach Film- bzw Serientitel) und schreibt mir doch gerne in die Kommentare, welche Songs da eurer Meinung nach noch fehlen 🙂

8 Mile: 8 Mile Road


Ich hatte in meiner Jugend (damals…) mal eine ziemlich peinliche Hip-Hop-Phase, auf die ich jetzt gar nicht näher eingehen möchte. Was bzw wer aus dieser Phase geblieben ist: Eminem. Dementsprechend habe ich auch 8 Mile ziemlich abgefeiert sowie den dazugehören Soundtrack. Die „Sweet Home Alabama“ und „Lose yourself“ Versionen aus dem Film waren auch in meiner engeren Auswahl, aber letzten Endes ist es diese Szene bzw dieser (kurze) Song geworden, weil Musik und Bild die Tristesse der 8 Mile Road einfach perfekt einfangen und gleichzeitig so stark ausdrücken, wie sehr Rabbit versucht, diesem Teufelskreis zu entkommen. Wanna jump on stage and kill mics…

Breaking Bad: Digital Animals


Ich neige ja sehr schnell und sehr oft dazu, mich in Film- oder Seriencharaktere zu verknallen. Aber das mit Jesse Pinkman und mir, das ist was ernsteres. Diese Szene, unterlegt mit dem Song Digital Animals von den Honey Claws symbolisiert ziemlich gut Jesses Absturz und seine innere Zerissenheit. Nicht nur seine Gestik und Mimik zeigen das, sondern auch die Musik: Der laute Bass bewegt sich irgendwie zwischen berauschend und betäubend, er übertönt jedes Schluchzen und sperrt die Außenwelt aus. Gleichzeitig ist der Song so hohl und leer – genau wie Jesse selbst in diesem Augenblick.

Eiskalte Engel: Bittersweet symphony


Gut, dieser Song ist wahrscheinlich einer der Songs der Filmgeschichte. Für mich ist er es jedenfalls. Die Schlussszene von Eiskalte Engel (Cruel Intentions) in der Sebastian seine Stiefschwester Kathryn nach seinem Tod noch öffentlich bloßstellt und demütigt wird perfekt musikalisch unterlegt von The Verve. Und gleichzeitig fährt Annette mit seinem Wagen und seinem Andenken aus der Stadt. Okay, mehr Klischee geht fast nicht, aber für mich ist es einer der besten Songs in Filmen.

Kick Ass: Bad Reputation


Achtung, die Szene ist nichts für zarte Gemüter! Aber Kick Ass bietet hier, dank Hit Girl, wohl eine der geilsten Actionszenen aller Zeiten. Sorry, wenn ich das so sage, schließlich ist die Szene schon ziemlich brutal und blutig, aber dank der musikalischen Untermalung macht die Szene einfach Spaß. Sowieso kommt Kick Ass mit einem ziemlich coolen Soundtrack daher, was man auch an der „Hitgirl saves Big Daddy„-Szene sieht (oder halt hört): Kryptonite! (Eigentlich ist die Szene fast noch besser…)

Lost: Make your own kind of music


Lost, Staffel 2, Folge 1, 1.Szene: Wir treffen zum ersten Mal Desmond – einer meiner liebsten Charaktere in der Serie. Die Szene verwirrt den Lost-Zuschauer zunächst mal total: Wo ist die Insel? Wo sind Jack, Kate und Co? Wer ist dieser komische Typ in dieser scheinbar komfortablen Wohnung? Die Musik von Mama Cass Elliott unterstreicht diese absurde Situation perfekt – bis die Situation total umschlägt und wir einen Lost-typischen Cliffhanger-What-the-Fuck-Aaaah-Moment bekommen.

OC, California: Hallelujah


Als hätte Jeff Buckleys „Hallelujah“ nicht für sich alleine schon genug Gänsehaut-Potential. Nein, dann unterlegt dieser Song auch noch das 1.Staffelfinale der beinahe schon legendären Teenie-Serie. Ryan verlässt Newport Beach – nickt Marissa zum Abschied kühl zu. Seth hingegen setzt die Segel und verschwindet mit seinem Boot hinaus auf den Ozean. Ein Blick zurück, alles was bleibt ist diese traurige Stimmung, und wenn Kirsten in Sandys Armen in Tränen ausbricht, dann kann auch ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. In der Tat ist diese Szene und dieser Song immer der erste wenn ich an gute Musik in Film und Fernsehen denke.

Reservoir Dogs: Stuck in the middle with u


Dass ein Tarantino hier in der Liste landen würde, war irgendwie klar. Und erstaunlicherweise war mir auch ziemlich schnell klar, welcher es sein würde, denn eine Szene war mir dank ihrer Musik (aber nicht nur wegen der Musik) in besonderer Erinnerung geblieben: Die „Ear Scene“ aus Reservoir Dogs. Viele andere Blogger listeten im Rahmen dieses Stöckchens scheinbar eher Pulp Fiction, mein liebster Tarantino ist aber Reservoir Dogs, seit ich diesen Film zum ersten Mal sah. Das YouTube-Video trägt nicht ohne Grund den Titel „Classic Quentin“: Brutale Szene, absurd fröhliche Musik dazu – ein klassischer Quentin. (btw: Tim Roth *_* )

Scrubs – Dreaming of you


Scrubs war (bis auf die letzten 1-2 Staffeln) immer eine tolle Serie, die mich nicht nur zum Lachen brachte, sondern oft auch sehr traurige und ernste Momente hatte. UND: Die Serie verstand es, meiner Meinung nach, so gut wie keine andere, Songs gekonnt zu platzieren. Deswegen haben es auch direkt 2 Songs aus Scrubs in diese Liste geschafft. Diese Szene mit „Dreaming of you“ ist vielleicht nicht die herausragendste, ABER der Song ist einfach großartig und hat es auch in meine private Playlist geschafft. Das passiert sonst nicht so häufig.

Scrubs – How to safe a live


Bei dieser Szene und diesem Song fragt man sich schon fast, ob das Lied extra hierfür geschrieben wurde, so perfekt passt es. Es geht um den Fall, an dem Dr Cox zu zerbrechen droht. Der Arzt, der sonst immer so zynisch ist und den anderen seine Moralpredigten hält. „Remember what you told me?“, fragt JD. „The second you start yourself blaming for people’s deaths, there’s no coming back.“ – „Ya, you’re right“, antwortet Dr Cox nur, und im Hintergrund hören wir den Song: Had I known how to save a life…

Tatsächlich… Liebe: Here with me


Ich glaube, Dido könnte „Hänschen klein“ singen und mir würde ein Schauer den Rücken hinunter laufen, so toll finde ich ihre Stimme. Doch diese Szene aus „Tatsächlich…Liebe“ berührt mich auch durch ihre Handlung und ihre Darsteller sehr. Es ist die Szene, in der Juliet sich Marks Aufnahmen zu ihrer Hochzeit ansehen will. Bisher glaubt sie, dass Mark sie nicht leiden kann, aber dann erkennt sie, dass Mark nur sie gefilmt hat und niemals ihren Mann Peter. Ihr wird klar, dass Mark in sie verliebt ist und fragt, warum er denn nie mit ihr reden würde. „Selbstschutz“ sagt er nur und geht. Didos Song „Here with me“ erklingt und untermalt perfekt Marks Verzweiflung und jeder, der schon einmal Liebeskummer hatte oder in so einer verzwickten Lage war, wird mitfühlen können. (Und Andrew Lincoln ist so viel sympathischer als in The Walking Dead…)

Zurück in die Zukunft: Johnny B. Goode


„This is an oldie where I come from“ 😀 – Ich erinner mich noch ganz genau an das erste Mal, als ich diesen Film sah. Es war ein Samstagnachmittag und der Film lief auf RTL2. Ich wohnte noch Zuhause und hing gelangweilt auf der Couch rum, der Film plätscherte eher so vor sich hin, als dass ich ihn wirklich verfolgte (hatte damals noch keine Ahnung von Film). Doch dann kam dieser Song – und ich war hin und weg. Wie cool war das denn bitte? Seitdem liebe ich den Film und den Song. <3


 

Vielen Dank für dieses tolle Stöckchen, das hat wirklich Spaß gemacht. Die ursprüngliche Idee stammt übrigens von taranKino, da dürft ich auch gerne mal vorbei schauen 🙂

Und jetzt seid ihr gefragt: Welche sind eure liebsten Songs aus Filmen und Serien?

10 Kommentare

  1. Ooooh… „Hallelujah“… Ich liebe diese Serie, und diese Szene ist wirklich eine ganz großartige… Für mich wäre in solch einer Liste auf jeden Fall noch „walk into this room“ von Live aus dem Film „Playing by heart“ bzw „Leben und Lieben in L.A.“. Hach 🙂

  2. Oh ja Scrubs. Ich hab ja bei den Scenen in denen Winter und November von Joshua Radin gespielt wurden immer wieder geheult.
    und bei Tatsächlich Liebe stimme ich auch zu.

  3. ich stimme voll und ganz zu: eiskalte engel und dreaming of you bei scrubs. how to save a life ist bei mir ganz klar grey’s anatomy. bei mir gibts dann noch viiiele momente bei one tree hill, mein schönster filmischer musikmoment war aber sicher die schlussszene von boyhood. grand budapest hotel hat ebenfalls eine grandiose akustische untermalung. ok – falsches thema bei mir. ich hab nicht umsonst meine zweite diplomarbeit zum thema akustische rhetorik des films geschrieben 😀

  4. Tatsächlich Liebe… ich bekomme schon Pipi in die Augen, wenn ich nur daran denke. Und kurze Zeit später folgt eine der tollsten Liebeserklärungen der Filmgeschichte. Wieder schnief… 😉

    Bitter Sweet Symphony ist ein Lied, das irgendwie immer passt. Deswegen gefällt mir Every Me Every You von Placebo in dem Film noch besser.

    LG

  5. Yes, endlich einer, der auch mal 8 Mile zu würdigen weiß! 😀
    Überhaupt eine großartige Liste – wir haben drei Übereinstimmungen, glaube ich. Bei Scrubs gibt’s auch insgesamt so großartige Songs, da ist es ziemlich schwer, für einen (oder in deinem Fall zwei) zu entscheiden.

  6. The Verve – Bittersweet Symphony ist absolut klasse 🙂
    Bad Reputation finde ich als Song auch super und der erwähnte 3 Doors Down Song „Kryptonite“ zählt zu meinen Lieblingssongs.

    Zu deinem Kommentar:
    dankeschön 🙂 ♥

    So eine kleine private Gruppe ist super! 🙂 Ich mache die Ernährungsumstellung ja gemeinsam mit meinem Freund und werde nun auch zum Wiegetag mich beim Hausarzt wiegen lassen, das gibt nochmal zusätzlich Motivation 🙂 Ansonsten tausche ich mich in FB Gruppen gerne aus, da ich die Community auf WW noch etwas unübersichtlich finde :/

    Dir auch weiterhin viel Erfolg! 🙂 ♥

  7. Oh wow, ich find du hast ganz tolle Szenen und die passenden Musiktitel ausgewählt. Da merkt man einfach, dass du ein Film- und Serien-Fan bist 🙂 Auf die meisten Titel wär ich nämlich nie gekommen und mir fallen spontan nur die üblichen ein, an die wahrscheinlich jeder gleich denkt. Zum Beispiel „May it be“ von Enya in Herr der Ringe, bei dem Lied krieg ich einfach immer Gänsehaut und muss da sofort an den Film denken. Oder auch Aerosmith mit „I don’t wanna miss a thing“ aus dem Film Armageddon. Gott, bei der Szene heul ich Rotz und Wasser. Find das irgendwie total emotional. Und was mir auch noch so spontan einfällt ist der Song „Here comes the Boom“ von P.O.D. was ich zum ersten Mal beim Schwergewicht mit Kevin James gehört hab. Das Lied fand ich total geil und musste erst mal nachschauen wie das heißt. Und irgendwie fand ich auch „Hanging Tree“ in The Hunger Games Mockingjay Part 1 total schön. Es hat einfach toll zur Szene gepasst. Aber ich mag nur die englische Version, auf Deutsch kommt es nicht so gut rüber meiner Meinung nach.

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