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[Kino] Die fantastische Welt von Oz

Oscar Diggs -bekannt unter seinem Künstlernamen Oz- ist ein lausiger Jahrmarktkünstler, der mit einem Wanderzirkus durch die Vereinigten Staaten des frühen 20.Jahrhunderts zieht. Gemeinsam mit seinem Assistenten Frank und immer wechselnden jungen Damen, denen Oscar das Blaue vom Himmel verspricht, verdient er auf dem Rummel sein mageres Geld. Doch Oscar hat größere Pläne: Er möchte reich und berühmt werden!
Als ein Wirbelsturm über Kansas herein bricht und Oscar gejagt wird von ein paar üblen Burschen, will er in einem Heißluftballon fliehen – und gerät dadurch in das wundersame Land Oz. Hier wird er als neuer König bereits erwartet – unter anderem von den drei Hexen Theodora, Glinda und Evanora – doch zunächst muss er noch einige Abenteuer überstehen.

Meine Meinung
„Die fantastische Welt von Oz“ basiert auf den Geschichten von Lyman Frank Baum, und bildet die Vorgeschichte zu der wohl berühmtesten Geschichte „Der Zauberer von Oz“. „Der Zauberer von Oz“ war als Kind eine meiner liebsten Geschichten, doch diese Vorgeschichte kannte ich bisher noch gar nicht. Dementsprechend gespannt war ich, zumal der Trailer schon tolle Bilder versprach. Ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst finde ich die Charaktere sehr interessant und auch wirklich gut besetzt. James Franco, der mir vorher bereits umheimlich sympathisch war, spielt die Hauptrolle Oscar Diggs. Der ist gar nicht mal so wirklich sympathisch, sondern eher berechnend, launisch und ein richtiger Chauvi. Doch das macht nichts – denn er ist mindestens genauso lustig und unterhaltsam, dass man ihn trotz allem ins Herz schließt. Vor allem im Zusammenspiel mit seinem kleinen Assistenten Finlay (dem Zach Braff („Scrubs“) sein Gesicht lieh) ist er herrlich anzusehen!

Auch die drei Hexen wurden optimal besetzt, wobei man ja schon beim Lesen des Casts von guter schauspielerischer Leistung ausgehen kann.
Mila Kunis verkörpert die Theodora, deren Wesen wirklich gut zu ihr passt. Mila Kunis (ich liebe sie) kann einfach sowohl das naive Mädchen als auch das unmenschliche Biest spielen – und sie wirkt immer glaubhaft. Auch hier bringt das Zusammenspiel mit Rachel Weisz, welche die Rolle der Evanora übernahm, dem Film ganz viel – man spürt wie gut die beiden Schauspielerinnen zusammen agieren und funktionieren.
Michelle Williams hat sicherlich eine eher einfachere Rolle erwischt, denn sie verkörpert die bezaubernde Glinda. Auch wenn ihr, meiner Meinung nach, schauspielerisch nicht viel abverlangt wurde, macht sie ihre Sache doch gut und überzeugend.

Die Handlung dreht sich im Prinzip um die Frage, ob Oscar es auf den Thron des Königreichs Oz schafft – und wenn ja, wie? Und vor allem: Wer ist Freund, wer ist Feind? Hier begegnet man einigen Elementen, die ich aus „Der Zauberer von Oz“  bereits kannte – wie dem gelb gepflasterten Weg und natürlich auch den Hexen. Von Spannung kann man hier vielleicht nicht unbedingt sprechen, unterhaltsam ist der Film aber allemal.

In erster Linie trumpht „Die fantastische Welt von Oz“ natürlich durch Bild und Kulisse auf. Der 3D-Effekt ist in Ordnung, für mich persönlich aber wieder mal nicht überragend. Einzig und allein die Panorama-Aufnahme, wenn Oscar nach Oz gelangt, ist wirklich beeindruckend. Für die anderen Bilder braucht es nicht unbedingt einen 3D-Effekt – schön sind sie aber allemal. Pflanzen und Wesen in allen Formen und Farben; Wieser, Täler, Berge, Wasser; Porzellan- und Smaragdstadt, Düsterwald und Glindas Stadt – von Hollywood natürlich perfekt inszeniert.

Ich möchte meine Review mit Worten von Kim Newman abschließen:

„Kinder aus der Nach-Harry-Potter-Ära, die den Zauberer von Oz nicht kennen oder nichts damit anfangen können, werden mit dieser Geschichte über einen nicht so netten Erwachsenen in einem magischen Land auch nicht viel anfangen können, aber Langzeit-Oz-Zuseher werden verzaubert und bezaubert. Es gibt sogar eine Gesangsnummer [wie in Der Zauberer von Oz], wenn auch eine abgekürzte.“

Und ich liebe Oz! Ich habe mich sehr gefreut, als ich bei Nicole gelesen habe, dass der zweite Teil (Das müsste ja dann „Der Zauberer von Oz“ sein) bereits in Arbeit ist. Schon als Kind liebte ich Dorothy und ihre Reise ins magische Königreich Oz. Auch die Vorgängergeschichte konnte mich jetzt überzeugen, dank toller Kulisse und überzeugenden, sympathischen Darstellern. Ich vergebe 7 Punkte! 🙂

3 Kommentare

  1. Ich hab ihn auch am Wochenende gesehen und fand ihn ganz gut. Jetzt nicht wahnsinnig überragend und ehrlich gesagt hätte ich mir gewünscht, dass Zach Braff den Zauberer spielt. Und schöner hätte ich es auch gefunden, wenn es einen verrückten Regisseur wie Tim Burton gegeben hätte. Aber naja…insgesamt war es schon ganz nett.

  2. Soo, nachdem ich jetzt grade aus dem Kino zurückgekommen bin, habe ich mich jetzt auch mal an deine Rezension gewagt – und zu einem wirklich großen Teil stimme ich dir auch zu, wie so oft! Ich fand ihn jetzt nicht wahnsinnig überragend, aber doch sehr schön und vor allem unterhaltsam. Ich kenne die ursprüngliche Geschichte/den Film nicht, aber ich mochte dieses Prequel trotzdem. Vor allem weil ich so noch nicht genau wusste, wer nun böse sein würde und wer nicht.
    Schöne Rezension jedenfalls – ich setze mich wohl auch gleich mal an meine 😉

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