Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Dora Heldt – Tante Inge haut ab!

Handlung
Urlaub auf Sylt! Freudig begrüßt Christine am Bahnhof ihren Johann, da tippt das Unheil ihr auf die Schulter: Die Frau mit dem roten Hut ist tatsächlich Tante Inge, Papas jüngere Schwester. Aber was macht sie allein auf Sylt? Noch dazu mit so vielen Koffern? Für Papa Heinz kann dies nur eines bedeuten: Inge will Walter, den pensionierten Finanzbeamten, samt gemeinsamem Reihenhaus verlassen. Als dann auch noch Inges neue Freundin Renate mit ihrem Faible für (nicht nur alleinstehende) ältere Männer auftaucht, platzt Mama Charlotte der Kragen: Walter muss her, und zwar sofort!
Christine indessen stimmt Inges Lebenslust nachdenklich. Mit Mitte 60 wagt ihre Patentante einen Neuanfang – und sie selbst?
Meine Meinung 
Dora Heldt hat zuvor und danach noch weitere Bücher um Nordlicht Christine und ihre Familie geschrieben. Von „Urlaub mit Papa“, dem direkten Vorgänger habe ich mal ein Stück im Fernsehen gesehen.
Letztens fiel mir dann also „Tante Inge haut ab“ in die Finger.
Normalerweise bin ich nicht so die Leserin von typischen Frauenromanen, bisher konnten mich nur die Bücher von Ildiko von Kürthy und zwei, drei Ausnahmen überzeugen.
Dora Heldts Roman kommt leider nicht mit dem von mir erhofften Humor daher. Die Witze sind süß und nicht schlecht, aber doch sehr vorhersehbar. Papa Heinz und Renate gingen mir fast die ganze Zeit auf die Nerven, wobei es Protagonistin Christine ganz ähnlich geht. Trotzdem muss man sagen, dass die Figuren sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet sind. Wenn sie mir auch nicht alle sympathisch waren, so waren sie doch glaubhaft. Ein Pluspunkt hierfür.
Ein großes Plus verdient ebenso die Story. Es geht darum, was Tante Inge auf Sylt zu suchen hat, ganz ohne Mann und mit einem großen Geheimnis im Gepäck. Nach und nach entwickelt sich die Geschichte und die Auflösung des Geheimnis, das ich zwar erahnt hatte, kam doch anders als gedacht. Sehr gelungen, Frau Heldt!
Doch leider war dieses Buch nicht mehr als ein angenehmes Geplänkel. Gefesselt hat es mich nicht, und ich bin auch nicht derart überzeugt, dass ich unbedingt weitere Bücher von Dora Heldt lesen würde. Schlecht war es nicht, aber ich glaube, ich bin einfach nicht die richtige Zielgruppe.
Für seichte, lockere Unterhaltung, leider ohne viel Pepp, vergebe ich 4 von 7 Buchpunkten

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