Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

„Mud“ mit Matthew McConaughey

Letztens durchstöberte ich einige Filmblogs und stieß dabei auf Ergothek und die Blogparade/das Stöckchen „31 Tage, 31 Filme„. Weil ich aber nicht 31 Beiträge hintereinander verfassen will, sondern das ganze etwas gestückelter präsentieren möchte, passt das Konzept der „31 Tage“ nicht mehr. Meine Beiträge zu diesem Fragebogen werde ich euch also häppchenweise im Rahmen meiner Kolumnen präsentieren. Da gibt es regelmäßig Beiträge zum Thema Film finden: Lieblingsfilme und Hassfilme, Helden und Bösewichter, Musik, Entspannung, Emotionen – ich hoffe ihr seid dabei und habt Spaß an meinen kleinen Ausführungen 🙂

Heute präsentiere ich euch gemäß des oben genannten Fragebogens den Film, den ich zuletzt gesehen habe.

Mud – Kein Ausweg

USA 2012, Laufzeit 130min, FSK 12

Mit Matthew McConaughey, Tye Sheridan, Jacob Lofland und Reese Witherspoon.

Regie: Jeff Nichols (Shotgun Stories, Take Shelter)

Verfügbar bei Amazon Instant Video.

Gesehen am Samstag, den 24. Januar 2015.

Meine Rezension ist selbstverständlich spoiler-frei!

Worum geht’s?

Es geht um die beiden Jungs Ellis und Neckbone, die sich den schulfreien Sommer in der Einöde von Arkansas vertreiben. Sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen, aber sie machen das beste draus. So stehlen sie eines Tages das Boot von Ellis‘ Vater um zu einer Insel im Mississippi zu fahren, auf der ein Boot in den Baumkronen festhängen soll. Das zumindest hat Neckbones Onkel ihnen erzählt. Und sie finden das Boot, aber nicht nur das. Ellis und Neckbone treffen auch auf einen geheimnisvollen Mann, der sich auf dieser Insel eingenistet hat und auf jemanden zu warten scheint. Dieser Mann stellt sich ihnen als Mud vor. Für Ellis und Neckbone beginnt wahrscheinlich der aufregendste Sommer ihres Lebens.

Erwartungen und was davon übrig blieb

Ich hatte mich im Vorfeld kaum über diesen Film informiert, alles was ich wusste, war dass McConaughey mitspielt und eine tolle Leistung abliefern soll. Aus irgendeinem Grund erwartete ich einen Thriller (das ist zum Beispiel beim Filmverleih auch so angegeben), die bei Moviepilot getroffene Kategorisierung als Drama passt jedoch deutlich besser.

Wer spielt eigentlich die Hauptrolle?

Der Charakter von Mud ist sicher die zentrale Figur des Films, doch er ist nicht die Hauptfigur. Als Hauptfigur sehen wir den jungen Ellis, der in diesem Sommer mit den unterschiedlichsten Facetten der Liebe, der Familie und der Freundschaft konfrontiert wird. Unglaublich stark gespielt von dem 1996 geborenen Tye Sheridan.

Ein besonders schöner Aspekt des Films war meiner Meinung nach die Freundschaft zwischen Ellis und Neckbone (Jacob Lofland), die nie konkret thematisiert wird, sondern irgendwie so mitläuft, so nebenbei und selbstverständlich und die sich in kleinen Gesten ausdrückt. Zwei Jungs, an der Schwelle zum Teenageralter, die sich erwachsener fühlen als sie eigentlich sind und die mit ihren Gedanken und Taten so authentisch wirken. Die beiden junge Darsteller waren mein Highlight des Films, McConaughey hin oder her.

Fazit

Ein Thriller ist dieser Film, ist Mud sicher nicht, dafür fehlt die Spannung und das Gänsehautgefühl. Doch ein tolles Drama, das bekommen wir hier zu sehen. McConaughey macht seine Sache ebenfalls gut, dennoch kann er für mich nicht seine beiden jungen Kollegen übertreffen – was nicht gegen McConaughey, sondern für die beiden Jungs spricht. Die Story des Films ist interessant, zum Ende hin ein wenig überspitzt, aber sehenswert. Alles in allem ein guter Film, der von mir 7/10 Punkten erhält.

7 Kommentare

  1. Oh wie schön. Du hast dich vom 31 Tage Stöckchen inspirieren lassen. Ich freue mich sehr darüber und auf deine kommenden Beiträge. Mud steht bei mir schon ewig auf der Liste … mit zig anderen Filmen leider. Ich werde ihn mir aber vermutlich bald mal ansehen da er sehr gut in mein Filme-Beuteschema passt.

    1. Ich hab ihn gesehen, weil ich dank True Detective und Interstellar gerade Matthew McConaughey für mich entdeckte 😉
      Würde mich freuen wenn du auch bei den zukünftigen „FamS“-Beiträgen vorbei schaust!
      Liebe Grüße

  2. Genehmen Sonntag, Katie.
    Ein wenig scheint die Ausgangslage des Films Themen um Tom Sawyer & Huck Finn aufzunehmen. Was vielleicht auch am genannten Fluß liegen mag. Sind aber auch wesentliche Aspekte, die ‚Mud‘ hier aufgreift. Da läßt sich mit arbeiten.

    Der gesetzlich ungeschützte „Thriller“ wird reihum ganz gern irgendwo drauf gepint – Hauptsache er zieht. Die Nebelkerze ist fast so gut, wie das Herausstellen eines bekannten Namens auf dem Cover, der im Film selbst dann allerdings nur einmal durch die Szene läuft.
    Was jetzt aber nicht auf ‚Mud‘ gemünzt ist! 🙂

    bonté

    1. Ohja, das mit dem bekannten Namen auf dem Cover hat mich auch schon angelockt und dann enttäuscht, oder vielmehr verwirrt. Beispielsweise Ralph Fiennes „Auftritt“ in The Hurt Locker.

      Ein bisschen kann man bei „Mud“ tatsächlich die Parallelen zu Tom Sawyer & Huck Finn ziehen, nicht nur aufgrund des Flusses. Diese (wie Wikipedia es nennt) „Lausbubengeschichten“ bedienen sich sicher ähnlicher Elemente. Über den Charme des Mississippi bzw der Südstaaten der USA – bezogen auf ihre Wirkung in Filmen – wollte ich sowieso nochmal was schreiben, danke für diese indirekte Erinnerung 😉

      Liebe Grüße

      1. …im Zweifel aller Fälle hilft bei potenziellen Mogelpackungen der Blick auf die Angabe der Schauspieler im „Kleingedruckten“ des Covers. Gut – so vorhanden bzw ohne Lupe lesbar. 🙂

        Ist der prominente Name dort, nach einem Bindestrich, einem &/sowie, angeführt, handelt es sich oft nur um ein Cameo.

        Die „indirekte Erinnerung“ ist mir eine Freude. Sehr interessantes Thema.

        bonté

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