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Guilty Pleasures: Filme, die jeder doof findet – nur ich nicht

Ich hab ein wenig das Gefühl, Sabine von Fadenvogel und ich, wir spielen uns die Ideen für Blogbeiträge in letzter Zeit ein bisschen zu wie Ping-Pong-Bälle. An einem Tag flattert mir ein Backlink rein, weil ich sie auf eine Idee gebracht habe, und am anderen Tag denke ich bei einem ihrer Beiträge „Ach, darüber kannst du auch mal schreiben“. Deswegen macht mir Bloggen im Moment so viel Spaß. Also, nicht nur wegen Sabine, sondern auch dank Euch allen, die ihr mich auf tolle Ideen bringt 🙂 Warum ich das jetzt erzähle? Na, weil ich auch die Idee zum heutigen FamS-Beitrag auf Fadenvogel gefunden hab: 7 Filme, die ich eigentlich doof finden sollte (es aber nicht tue). Ihr könnt jetzt also meinen Beitrag lesen und direkt danach den von Sabine. Viel Spaß!

Guilty Pleasures: Filme, die jeder doof findet – nur ich nicht

Wikipedia definiert ein guilty pleasure wie folgt: „A guilty pleasure is something one enjoys and considers pleasurable despite feeling guilt for enjoying it. The „guilt“ involved is sometimes simply fear of others discovering one’s lowbrow or otherwise embarrassing tastes, such as campy styles of entertainment.“ Also etwas, was man selber genießt, was einem selbst gefällt, bei dem man sich aber „schuldig“ fühlt. Die „Schuld“ ist manchmal einfach nur die Angst davor, dass jemand entdeckt, was für einen schlechten Geschmack man hat. Aber ich stelle mich dieser Angst hier und heute! Ich präsentiere 7 Filme, die jeder doof findet – nur ich nicht.

Die Auswahl war gar nicht so einfach. Schließlich finde ich die Filme ja gut. Kann ich gar nicht verstehen, warum andere Leute die Filme doof finden!? Orientiert habe ich mich dabei an den Wertungen bei moviepilot: wie habe ich Filme bewertet oder wie würde ich sie bewerten und wie wurden sie von Kritikern und Community bewertet? Leute, ich sag es euch, bei den nun ausgewählten Filmen taten sich Abgründe auf… Nicht für mich, sondern für die Allgemeinheit, dass diese Filme verschmäht werden!

So spielt das Leben

Ja, okay, ich weiß, dass ich diesen Film deutlich überschätze. Allein Katherine Heigl in der Hauptrolle ist für wahre Filmkenner ja schon ein absolutes No-Go. Außerdem folgt dieser Film jedem RomCom-Klischee, das man sich nur ausdenken kann. Inklusive dramatischer Flughafenszene! ABER neben Katherine Heigl und Josh Duhamel (*insert Herzchen in den Augen here*) spielt da eben auch ein oberknuffiges Baby mit und ja, das reicht um mich zu überzeugen.

Kevin – Allein Zu Haus

Ich dachte ja, ich guck nicht richtig! Was für ein Mensch gibt diesem Film denn weniger als 10 Punkte? Ich jedenfalls nicht. Für mich ist „Kevin“ seit 25 Jahren die Komödie – und das will was heißen, denn so lange gibt es den Film noch gar nicht. Ich finde den Film so lustig (ok, vielleicht auch aus Nostalgie-Gründen), dass ich ihn mir manchmal auch im Sommer angucke. Also, eigentlich fast jeden Sommer…

Love and other drugs

Das kann ich nun wirklich nicht verstehen. Also, dass die Allgemeinheit den Film deutlich schlechter bewertet als ich. Liegt bestimmt am allgemeinen Anne-Hathway-Bashing was in den letzten Jahren irgendwie zum Trend geworden ist (warum nochmal?).

Terminal

Das kann ich noch viel weniger verstehen. Terminal ist sogar ein Film, den ich streckenweise sehr, sehr traurig finde. Tom Hanks, da so ganz alleine in diesem Flughafen, er versteht kaum ein Wort, fernab seiner Heimat. Alles was er im Fernsehen sieht, ist, dass in seinem Heimatland Krieg ausgebrochen ist. Hallo? Wie schrecklich ist das bitte? Und er kann nirgendswo hin! Dazu kommen noch lustige Momente. Also ich finde den Film klasse!

Bad Neighbors

Von dieser Komödie wurde ich ja auch überrascht. Dass mir der Film so gut gefallen würde, hatte ich nicht erwartet. Obwohl er von Seth Rogen ist und der fast immer meinen Humornerv trifft. Neben Seth Rogen sehen wir außerdem Zac Efron und das könnte ein Grund sein, warum der Film nicht so gut bewertet wird. Dabei ist Zac Efron gar nicht so schlecht wie sein Ruf. Aber vielleicht liegt’s auch am kindischen Humor 😉

Findet Nemo

Ich habe das Gefühl, Animationsfilme haben es allgemein nicht so leicht. Alle immer so: „Mimimi, früher war alles besser, mimimi, Zeichentrick ist viel cooler, buhuhu“ Ja, okay, ist vielleicht so. Aber ich oute mich jetzt: Ich finde Findet Nemo viel besser als König der Löwen! So. Jetzt isses raus. Findet Nemo habe ich schon so häufig gesehen, dass ich ihn fast komplett mitsprechen kann. Einfach schwimmen, einfach schwimmen, einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen…!

Magic Mike

Ja. Gut. Das ist mir jetzt tatsächlich ein bisschen peinlich. Ich schätze, ich sehe da ein bisschen mehr in dem Film als irgendein anderer. Vermutlich mehr als die Macher des Films. Mein Hang zum dramatischen. Ansonsten kann man sich den aber schon angucken, wegen Alex Pettyfer, Channing Tatum (ähnlich unterschätzt wie Zac Efron, wenn nicht sogar mehr, siehe Foxcatcher) und Matthew McConaughey (weitere Beichte: ich muss jedes Mal nachgucken wie man diesen Namen schreibt).


Das waren sie. Meine Filmsünden, meine guilty pleasures. Das geht doch noch, oder? Wobei da vielleicht irgendwo noch größere Sünden schlummern, die ich zwischenzeitlich verdrängt habe. Aus Angst vor Entdeckung meines schlechten Geschmacks.

Welche Filme solltet ihr doof finden, tut es aber nicht? Was sind eure Guilty Pleasures?

9 Kommentare

  1. Kevin allein zuhaus fand ich früher sooo toll! Jedes Jahr habe ich den Film gesehen – zumindest einige Male hintereinander.
    Aber Findet Nemo find ich… langweilig. Die anderen sagen mir nichts.

    Auf Anhieb fällt mir kein Film ein, den ich mag, aber die meisten nicht mögen. Hm.

  2. „Findet Nemo“ ! Zuerst hat mich dieser Film überhaupt nicht interessiert, aber dann habe ich ihn doch mal gesehen. Ich heul gleich! Zuerst stirbt seine Mutter, denn wächst er bei einem Helikopter-Dad auf, schließlich landet Nemo in einer Zahnarzt-Praxis? Ich glaube, dass man diesen Film NUR in der Fisch-Form erträgt. Stell dir das mal kurz mit echten Menschen vor…

    Terminal habe ich auch gesehen, aber das ist doch Nemo in grün! Auch tottraurig. Verlassener einsamer Fisch, ähh, Tom am Flughafen? Heule ich auch.

    (Früher habe ich nicht so viel bei Filmen geheult, seitdem ich Kinder habe, heule ich bei rührenden Szenen ständig…Rest-Hormone, die nie nie wieder ganz ausgespült werden…Darf ich da kurz an den gestrigen Tatort erinnern?- schlimm)

    So spielt das Leben ist süß. Ich verwechsele das immer mit Beim ersten Mal, aber das ist da, wo sie das Baby von ihren toten Freunden adoptieren, gell? Schon wieder ein tragischer Moment zu Beginn, ein Nemo-Moment…

    Kevin alleine zu Haus ist schon alleine wegen der Geschichte des Kinderstars traurig. Ich kann diesen Film nicht mehr sehen ohne an die ältere verlassene Version von Macaulay Culkin zu denken.

    Die anderen Filme kenne ich nicht so gut, aber ich stelle mal hier die These auf, dass du Filme gut findest, in denen so richtig richtig tragische Figuren zu sehen sind oder: Wer Nemo gut findet, hält starken Tobak aus…

    1. Ich heule sehr viel und sehr oft bei Filmen! Das ist für mich ein Zeichen für einen guten Film 😀 Bei Findet Nemo musste ich nicht heulen, aber bei Terminal schn.
      Ja, So spielt das Leben ist das, wo sie das Baby von den toten Eltern adoptieren.
      Macauly Culkins Geschichte ist natürlich echt tragisch, aber, doch, ich schaffe es, das beim Schauen des Films gut auszublenden.

      Und, gutes Fazit deinerseits: Ich liebe tragische Figuren und tragische Geschichten 🙂 (Aber das trifft nicht auf alle hier gezeigten Filme zu. „Bad Neighbors“ zB ist einfach nur kindischer Quatsch)

  3. Hyvää päivää, Katie.
    Im Sinne der Definition pflege ich jetzt keine Filme für die ich mich schämen würde. So betrachtet trifft Dein Nachsatz über solche, die andere blöd finden, die Sache exakter.

    Was Deine gern gemochten Underdog-Filme angeht gestehe ich besser gleich, daß keiner auf meiner Wellenlänge steht. 🙂
    Was weder mit Genre oder Namen zu tun hat – gut, bei Tom Hanks habe ich im Laufe der Jahre eine filmische Allergie entwickelt. Aber der kleine Mann im Ohr, das Bauchgefühl – beide rühr(t)en sich eben bei der jeweiligen Magazinlektüre nicht.

    Klassisches Beispiel für einen Film, der ein schlechteres Image als meine Einschätzung hat, wäre ‚Sucker Punsh‘. Für mich ein cineastisches Kleinod. Die Kritiken/Einschätzungen gingen von „dröge“, über „verwirrend“ & „sexistisch“. Bis zur Story sind eher wenige vorgestoßen.
    Buch & Regie aus der Hand von Zack Snyder, dessen abgefeierter(!) Vorgänger (‚300‘) mir noch geistiges Sodbrennen verpaßte… 🙂

    bonté

    1. Woher kommt die filmische Allergie bei Tom Hanks? Ich mag ihn eigentlich ziemlich gerne und würde gerne endlich mal mehr Filme mit ihm sehen 🙂

      „Sucker Punch“ hab ich leider nicht gesehen, wenn es aber mal soweit ist, werde ich mich an deine Worte erinnern und mal gucken wie ich das empfinde!

      1. …rein subjektiv!
        Die Figuren, die Tom Hanks spielt, sind mir ein wenig zu sehr „all american hero“ geraten. Underdogs, die gegen alle Fährnisse den Traum vom großen Glück verwirklichen. Für Märchen passend – nicht aber als Abbild einer amerikanischen Realität.
        Darstellerisch kocht er auf eher sparsamer Flame; wirkt zusehr als Projektionsfläche für andere, Eigenes zu wenig einbringend.
        Von der Leinwandpräsenz, vergilbt er neben (beispielsweise) einem Viggo Mortensen (‚The Road‘) oder Ed Harris (‚Pollock‘).

        Deine Sicht zu ‚Sucker Punch‘ würde mich freuen. 🙂

        bonté

  4. Ich kenne drei Filme aus deiner Liste (Kevin, Nemo und Terminal) und will die anderen jetzt auch sehen. Denn die drei bekannten finde ich super.
    Nemo ist kult. Also auf jeden Fall in meinem Freundeskreis. Ich kenne niemanden, der diesen Film nicht liebt. „Fische sind Freunde, kein Futter.“

    Terminal ist einfach traurig und so wunderbar schön. Perfekt für einen ruhigen Sonntagabend.

    Kevin habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber allein durch die damit verbundenen Erinnerungen ist der Film klasse.

  5. Ach Gott danke das ich nicht die einzige bin, die McConaughey Namen zum schreiben nachschauen muss (diesmal übrigens bei dir), irgendwie mag sich das bei mir nicht verankern wie der Nette Herr richtig geschrieben wird.

    Aber ansonsten haben wir echt einige gemeinsame Filme auf dieser Liste und ich bin überrascht, dass Kevin Allein Zuhause und Findet Nemo so schlecht bewertet wurden. Damit hätte ich nicht gedacht, denn beide Filme habe ich sehr genossen. Zweiterer war übrigens der letzte Animationsfilm, der mich wirklich noch begeistern konnte und Kevin ist Kult. Love and other Drugs habe ich auch gesehen, fand den aber so lala. Nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig toll, während ich So spielt das Leben klasse fand. Egal ob da nun Katherine Heigl dabei war oder nicht, mir hat er gut gefallen. Magic Mike ebenso, aber ich glaube da ist man als Frau vielleicht auch nicht so ganz objektiv :D. Zac Efron finde ich übrigens auch nicht so schlecht als Schauspieler wie jeder immer tut, finder der hat sich in den letzten Jahren sehr entwickelt.

    Ansonsten würdest du wohl lachen was sich bei mir noch für Abgründe auftun al la kitschige Disney Jugendfilmen oder Jennifer Lopez Komödien xD.

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