Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] Fast & Furious 6

„Nach ihrem großen Rio-Coup haben sich Dominic Toretto, Brian O’Conner und ihre Crew über die ganze Welt verstreut. Durch die erbeuteten 100 Millionen Dollar sind sie zwar reich, leben jedoch ständig auf der Flucht. An eine Rückkehr in ihre Heimat ist nicht zu denken. FBI-Agent Luke Hobbs ist derweil auf der Jagd nach einer Organisation von zum Töten ausgebildeten Rennfahrern. Die Söldner agieren in über zwölf Ländern. Ihre Befehle erhalten sie von dem übergeordneten Bandenführer Owen Shaw. Unterstützung erhält der Boss von Letty, der totgeglaubten großen Liebe von Dom. Hobbs weiß, dass er die kriminelle Bande nur stoppen kann, wenn er sie auf der Straße besiegt. Dafür braucht er die Hilfe von Dom und bietet diesem an, sich seinem Elite-Team in London anzuschließen. Als Belohnung würden Dom und seine Partner von ihren Verbrechen freigesprochen werden.“

Meine Meinung
Dass ich Fast & Furious 6 im Kino sehen wollte, stand fest, bevor er überhaupt gedreht wurde. Denn 2011 war ich absolut begeistert von seinem Vorgänger („Fast Five“), einem brillanten Actionstreifen, der der Reihe um coole Typen und schnelle Autos mehr als gerecht wurde und meine Erwartungen übertraf. Mit dieser (wahrscheinlich zu hohen) Erwartungshaltung ging ich also in den 6.Teil der Reihe. Schlecht war er nicht, aber mit dem Vorgänger kann er keinesfalls mithalten.
Mit Vin Diesel und Michelle Rodriguez spielen hier direkt (wieder) zwei Hauptdarsteller mit, die ich nicht leiden kann. Gut, das wusste ich vorher, aber dass die beiden mich dermaßen nerven würden, hätte ich nicht gedacht. Michelle Rodriguez konnte ich schon in der Serie „Lost“ nicht leiden, weil sie meiner Meinung nach genau so talentiert ist wie Kristen Stewart. Ihr einziger Gesichtsausdruck sieht aus, als hätte sie etwas ekliges unter der Nase kleben und das ging mir im Film doch gehörig auf die Nerven. Vin Diesel, naja, der war halt schon immer dabei, seine einzige Qualität besteht allerdings darin, in Unterhemden gut auszusehen. 
Darstellerisch und optisch interessant hingegen ist Paul Walker. Zwar wird auch ihm nicht besonders viel abverlangt, aber ich glaube ihm seine Rolle einfach viel eher als den anderen. An einer Stelle zeigt er sich sogar sehr emotional, was mich ja fast vom Kinostuhl gerissen hätte. Insgesamt stimmt der Cast aber, denn Luke Evans gibt einen ganz guten Bösewicht ab und die Crew um Dom und Brian sorgt für einige Lacher und die gewohnte Action.
Allzu viel Story darf man bei dieser Reihe natürlich nicht erwarten. An sich war das Grundgerüst allerdings in Ordnung: Totgeglaubte Liebe taucht wieder auf, die Crew geht einen Deal ein, muss Rennen fahren, legt sich mit den bösen Jungs an – Standard halt. Und, so will ich betonen, nicht schlecht! Denn wenn ich in einen Actionfilm gehe, will ich eines sehen: Action! Die hat F&F6 geboten, wenn auch für meinen Geschmack etwas unproportional verteilt. Denn für mich gabs zu viele Schlägereien und zu wenig Auto. Das ist aber mein kleinster Kritikpunkt.
Die zwei größten Kritikpunkte möchte ich nun erläutern. 
Erstens: Die Logik und Glaubwürdigkeit. Dass in einem Hollywood-Action-Kracher nicht alles total logisch und vor allem realistisch ist, ist klar. Dass da der coole Typ aus dem brennenden Wrack steigt, nur mit einem kleinen Kratzer an der Stirn – klar. Wenn die hanebüchenen Actionszenen aber so weit gehen, dass alle im Kino aufstöhnen und/oder lachen, weil der Film unfreiwillig komisch wird, dann ist das eine Spur too much. Und davon hatte F&F6 genau drei Szenen zu viel. Übertriebene Action – okay; aber den Zuschauer für doof erklären und die physikalischen Gesetze vollkommen und so offensichtlich außer Kraft setzen – doof!
Zweitens: Die Dramatik. Denn wo Fast Five temporeich, leicht und schnell war, da wird Fast & Furious 6 streckenweise doch sehr wortlastig, sehr pathetisch und übertrieben dramatisch. Jeder längere Dialog der Hauptdarsteller hat irgendwas schwülstig an sich, überall wird versucht Tiefgang einzubauen. Dazu werden auch Themen wie „Familien-Kodex“, Freundschaft und Liebe aufgegriffen. Das war mir zu viel. Dass die Crew wie eine Familie ist, wissen wir alle. Da muss man nicht so rumschmachten. Echt jetzt, ich will Verfolgungsjagden sehen, Explosionen, schnelle Autos, geile Typen die rumballern. Die sollen nicht rumlabern und heulen und sich an die guten, alten Zeiten erinnern. Die sollen ihre Arschbacken zusammenkneifen und verdammt noch mal ihre Familie und ihre Ehre verteidigen. Ohne Große Worte, dafür mit viel KrachBumm!

Fast & Furious 6 war aber kein gänzlich schlechter Film. Denn er bot ja Action. Nur zwischendrin nervten die etwas dick aufgetragenen Dialoge, der Familien-Kodex, und die Logiklücken. Insgesamt konnte mich der Film über seine Länge von 130Minuten aber ganz gut unterhalten, und deswegen gebe ich 6 Punkte.

4 Kommentare

  1. Michelle Rodriguez mag ich auch nicht und in dem Teil kam sie mir zum Teil noch abgefuckter vor als in anderen Filmen! (Btw.: Kristen Stewart mag ich auch nicht)

    Im Großem muss ich dir bei allen Punkten Recht geben! Die Größte Verarsche fand ich die gefühlte 200 km lange spanische Start-/ Landebahn.
    Die Vorgänger gefielen mir von der Action her eigentlich alle besser … aber das Ende verspricht ja viel für Teil 7!

    Ein Lob muss ich dem Film trotzdem geben: Meiner Meinung nach hatte er den besten Vorspann seit langem! Es gefiel mir richtig, dass sie da eine Art Rückblick eingebaut haben 🙂

    Liebe Grüße

  2. Da stimme ich dir zu! Der Vorspann war klasse, da wurde ich fast ein wenig senitmental 😀
    Und was ich ganz vergessen habe: die Musik war auch wie immer perfekt.

    Und der Vorgeschmack auf Teil 7 war auch gut, also obwohl Teil 6 etwas durchwachsen war, werd ich mir den 7. bestimmt ansehen 🙂

  3. Die Musik von allen Teilen ist immer perfekt … besonders in den Aktionszenen 🙂

    Du hast bei mir auch nicht wirklich was verpasst 😀 Hab die 2,5 Wochen, wo ich krank war, nur mit Sport ausgefüllt, damit ich mich wieder besser fühle 😉 Werde das aber auch jetzt bei behalten, damit ich nicht mehr in ein so tiefes Tief rutsche.
    Das ist doch super, dass es bei dir mit der Ernährung besser wird. Als ich noch bei 10 WBC war, haben die ja auch erst mit der Ernährungsumstellung angefangen und erst später kam die Bewegung dazu 😉 Mir wurde jetzt bei Mrs.Sporty geraten, dass ich darauf achte wann ich esse. Sollte zwischen den Mahlzeiten nichts essen und einen Zeitabstand von 4-6 Stunden. Das ist echt hart! Wenn ich auf der Arbeit bin, könnte ich eigentlich durchgehend essen xD Aber ich schaffe die 2l Wasser am Tag zu trinken. Trinkst du denn auch viel?

  4. Also bei mir klappt es im Moment ganz gut, einfach Kalorien zu zählen und mich an einen bestimmten Rahmen zu halten. Werde darüber demnächst auch noch bloggen 😉
    Ich trinke auf jeden Fall genug, also in der Woche jeden Tag MINDESTENS 2 Liter, eher 3.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: