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Film- und Serientagebuch #02/2017

Dieser Post hier sollte eigentlich schon eher kommen, aber ihr wisst ja wie das immer so ist mit der Zeit und so weiter 🙂 Egal! Hier nun die Filme und Serien, die ich in letzter Zeit geschaut habe – und weil es so viele geworden sind, relativ kurz gehalten:

Filme

Nocturnal Animals

2016 | Tom Ford | Für mich zu kalt und zu durchgestylt und meh. Story war gut, Jake war gut, Aaron war gut, aber ich wurde auch bei „A Single Man“ schon mit Tom Fords Stil nicht wirklich warm und ich hab das Gefühl, der Mann weiß nicht was er tut. Ja, die Bilder sehen toll aus, aber was will er mir denn damit sagen? Vielleicht versteh ich es auch nicht, vielleicht bin ich nicht intellektuell genug. Whatever. Angucken kann man sich ihn. | ★★★

Why Him?

2016 | John  Hamburg | Kann man sich angucken, wenn man vielleicht ein oder zwölf Bier mit Kumpels getrunken hat, muss man aber selbst dann nicht. James Franco ist James Franco und da muss jeder selber wissen, was er davon hält. Nicht besser oder schlechter als andere Komödien dieser Art. | ★★

Ex Machina

2015 | Alex Garland | Wenn dies der erste Film gewesen wäre, den ich mit Oscar Isaac gesehen hätte, würde ich ihn vielleicht für immer hassen. Gut, dass dem nicht so ist. Das Thema ist interessant, die Schauspieler ausnahmslos fabelhaft, der Stil passend clean. Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück (ratlos in dem Sinne, dass ich nicht weiß, ob ich es gut finde.) – definitiv aber ein sehenswerter, sehr spannender Film. | ★★★½

Sing

2016 | Garth Jennings | Lauwarmer Animationsfilm, der zwar zum Mitsingen einlädt, gleichzeitig aber ziemlich viele Rollenklischees aufwärmt. Ist in Ordnung, muss aber nicht auf der Watchlist stehen. | ★★½

Money Monster

2016 | Jodie Foster | Für mich gerade in der ersten Hälfte ziemlich spannend, danach leider mit einigen unlogischen Stellen. Jack O’Connell gefiel mir ziemlich gut und konnte problemlos neben Julia Roberts und George Clooney bestehen. Ein recht typischer Blockbuster, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. | ★★★

Passengers

2016 | Morten Tyldum | Ganz gut gemachter SciFi-Film mit interessanter Thematik, die auch über die vielzitierte Romanze hinausgeht. Ich fands besser als erwartet und wurde gut unterhalten. Und ich mag Chris Pratt. Er ist nicht der beste Schauspieler, aber ich mag ihn einfach. | ★★★

Manchester by the Sea

2016 | Kenneth Lonergan | Dieser Film schlich sich ganz langsam an, legte sich auf meine Schultern, umklammerte mich, riss mir dann mein Herz und meine Organe raus und ließ mich weinend zurück. Das meine ich positiv, auch wenn es nicht so klingt. 3 Zeilen werden diesem Film nicht gerecht. Casey Affleck ist unfassbar gut. | ★★★★½

Split

2016 | M. Night Shyamalan | Die Story war besser als erwartet – auch tiefgründiger als ich dachte. James McAvoy ist natürlich großartig. Ich kenne mich nicht so gut aus im Horrorgenre (weil wegen Angst), aber solche Filme schau ich mir dann doch gerne an. | ★★★½

La La Land

2016 | Damien Chazelle | Ginge es hier nur um die Geschichte, die La La Land erzählt, hätte ich nicht so viele Punkte gegeben. Aber für mich sticht der Film vor allem durch seine Machart heraus: der Stil, der stark an die 50er erinnert und charmant in die heutige Zeit eingebettet wurde, das Farbkonzept, die Musik und vor allem: der Schnitt und die Kameraführung – auch das hat mich an die 50er erinnert. Und das meine ich positiv. Keine hektischen Schnitte, sondern wunderbare long takes. Oscars für Cinematography und Editing wären mehr als verdient. | ★★★★½

Serien

Peaky Blinders

2013 | Otto Bathurst, Tom Harper | Staffel 1: 6 Folgen | Wie ich (nicht erst) letztens offenbarte, bin ich Fan des Gangstergenres. Diese Liebe neu entfacht hat Peaky Blinders. Was soll ich sagen? Cillian Murpyh is godlike. Ich hab die Serie eigentlich angefangen, weil eine Staffel nur 6 Folgen hat und jetzt bin ich traurig, dass es nur so wenige sind. | ★★★★½

 

Welche Filme davon kennt ihr? Wie haben sie euch gefallen? Und welche Filme wollt ihr im Februar unbedingt sehen?

4 Kommentare

  1. Dia dhuit.
    Auch wenn die Kritik ‚Nocturnal Animals‘ mit Wohlwollen beehrte, regte sich mein Bauchgefühl nie für den Film. Gut möglich, daß Regisseur Tom Ford die Oberfläche des Mode-Kosmos allzu im Wege liegt, wenn ich hierzu Deine Worte richtig interpretiere.

    Ob das Ende von ‚Ex Machina‘ im positiven Sinne zu gefallen weiß, hängt wohl davon ab wie nahe einem die Menschwerdung Avas , über den Film hinweg, gekommen ist. Billigt man/frau ihr die Freiheit des eigenen Seins zu?! Allerdings klebt auch Blut an den Händen. Menschlichkeit ohne ein Gewissen ist allerdings nicht möglich.
    Garlands kommender Film ‚Annihilation‘ dürfte von Interesse sein.

    ‚Manchester‘ ist ein Meisterwerk… 👍

    Mit einem weiteren Film will M. Night seine Filme ‚Unbreakable‘ & ‚Split‘ zu einer Trilogie verweben. Der unerwartete Erfolg an der Kasse macht Ihm das Vorhaben leichter.

    Besagter Otto Bathurst will übrigens die Legende des Robin Hood als Reflexion über unsere Zeit verfilmen. Taron Egerton & Ben Mendelsohn als die berühmten Kontrahenten.

    Den kleinen Film ‚Daphne‘ , von Peter Mackie Burns, könnte ich Dir noch anempfehlen…

    Für den Februar habe ich mir einmal ‚The Girl With All The Gifts‘ notiert.

    bonté

    1. Danke für deinen Kommentar 🙂
      Bei „The Girl with all the Gifts“ bin ich unsicher, ob er mir gefallen wird. Für die Zombie-Thematik habe ich meist nicht so viel über, auch wenn der Cast zumindest vielversprechend aussieht. Wenn es sich ergibt, werde ich ihn mal ansehen, steht aber nicht ganz oben auf meiner Liste 😉

  2. Bei Ex Machina und La La Land stimme ich deiner Bewertung absolut zu. Was Split angeht, bin ich zwiegespalten. James McAvoy war herausragend, keine Frage – er ist ein großartiger Schauspieler. Auch die Idee des Films und die Spannung, mit welcher er erzählt wurde, fand ich wunderbar. Allerdings war mir das Ende einfach ein wenig zu abstrus. Bis zu den letzten 20 Minuten hat mir der Film wirklich richtig gut gefallen, weil ich die Story einfach spannend und tiefgründig fand. Aber ich hatte das Gefühl, dass man mit dieser Auflösung doch ein bisschen zu viel Hollywood aus dem Thema quetschen wollte – es kam mir einfach ein bisschen übertrieben vor…

  3. Mal mit Ausnahme von „Ex Machina“, den ich besser bewertete, sind wir in unseren Einschätzungen recht ähnlich! Ich finde übrigens, du hast das in den drei Zeilen zu „Manchester by the Sea“ hervorragend ausgedrückt, was der Film mit einem macht. Sehr glücklich macht mich auch dein positives Votum zu „La La Land“, der sich ja ganz arg doll in mein Herz gespielt hat, weswegen es mich ganz arg schmerzt, dass zwei meiner geschätzten Bloggerfreundinnen ihn einmal nur mittelmäßig fanden und einmal hassten. Deswegen freue ich mich momentan über jede positive Kritik (besonders von emanzipierten Frauen 😉 ).

    Was du zu Cillian Murphy in „Peaky Blinders“ schreibst, kann ich NUR unterstreichen!!!! Mir war er ja vorher in seinen früheren Rollen immer irgendwie unangenehm, hier ist er wahrhaftig „godlike“! <3

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