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Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
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Film- und Serientagebuch #03/2017

Wieder ist ein halber Monat rum und wieder möchte ich mit euch teilen, was ich in den letzten Wochen so gesehen habe 🙂 So viel sei verraten: in Sachen Serien gibt es nicht viel neues, bei den Filmen habe ich da schon etwas mehr zu berichten. Aber lest selbst…

Filme

Shakespeare in Love

1998 | John Madden | Während eines Mädelsabends fiel unsere Wahl auf diesen Film, den wir beide noch nicht gesehen hatten. Der Film spielt ganz schön mit Shakespeares Werk und Leben, vor allem natürlich mit „Romeo & Julia“. Er war nett anzusehen, ist aber meiner Meinung nach nicht gut gealtert und daher heute nicht mehr unbedingt sehenswert, aber immer noch ganz nett. Und die Rolle des Mercutio stand Ben Affleck überraschend gut. | ★★½

Inside Llewyn Davis

2013 | Joel & Ethan Coen | Irgendwann werde ich den Coen-Brüdern einen Schrein errichten. Ich schwöre es. Und Oscar Isaac als Llewyn Davis wird in der Mitte thronen. Für mich persönlich einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe und ich habe einfach absolut nichts daran auszusetzen. Die Musik war großartig, die Schauspieler überragend und natürlich auch das Drehbuch und die Regie klasse. Es ist anders, als das man sonst von den Coens kennt, aber es ist genauso gut (oder besser). | ★★★★★

Fences

2016 | Denzel Washington | Nicht nur im Regiestuhl, sondern auch in der Hauptrolle finden wir in diesem Drama Denzel Washington. An seiner Seite: die umwerfende Viola Davis. Ihr ist es zu verdanken, dass ich dem Film wenigstens etwas gutes abgewinnen kann. Washingtons Charakter ist kein einfacher und es voll vermutlich auch nicht Spaß machen, ihm zuzusehen. Mit dem Ende – und damit der Aussage des Films – kann ich mich allerdings nicht anfreunden. | ★★½

Breakfast at Tiffany’s

1961 | Blake Edwards | Nach meinem anfänglichen Ärger – der auch noch immer nicht abgeebbt ist – kann ich mich ein wenig beruhigen und den Film mit etwas mehr Distanz und vielleicht etwas objektiver betrachten. Als Liebeskomödie der 60er ist er wohl in Ordnung. Aber das Buch ist besser. Punkt. | ★★★

Den Sternen so nah

2017 | Peter Chelsom | Ein Teenager-Drama, von dem ich nicht allzu viel erwartet und auch nicht allzu viel bekommen habe. Die Geschichte strotzt nur so vor Logiklücken, also wirklich haarsträubenden Fehler und/oder offenen Fragen. Aber die Liebesgeschichte ist ganz süß, die Darsteller waren süß, außerdem war Gary Oldman da, die Regie und Kameraarbeit war überraschend gut, und das Ende fand ich konsequent. | ★★½

Hidden Figures

2016 | Theodore Melfi | Sehr sehenswerter Film über die schwarzen Frauen bei der NASA in den 50er und 60er Jahren. Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monae tragen den Film souverän und lassen einen von der ersten Minute an nicht mehr los. Spannend, einfühlsam und mit einer Portion Humor an genau den richtigen Stellen schafft es der Film, uns die Geschichte dieser Frauen näherzubringen. | ★★★★

Blau ist eine warme Farbe

2013 | Abdellatif Kechiche | Insgesamt recht sehenswert, wenn auch mir persönlich ab der Mitte etwas zu langatmig. Mir fiel es außerdem schwer, eine emotionale Verbindung zu Adéle oder Emma herzustellen und ihre Liebe wirklich nachvollziehen zu können. Dennoch sind die Hauptdarstellerinnen spitze und durch sie erlebt der Zuschauer vieles, in dem er sich wiederfinden kann, unabhängig von Geschlecht oder Sexualität. | ★★★

Serien

An dieser Stelle nichts neues. Ich schaue noch immer die 2.Staffel von Peaky Blinders und von Mr Robot, und die 1.Staffel von House of Cards. Und noch ungefähr 25 andere Serien, bei denen ich momentan nicht weiterkomme. Seid gespannt auf den nächsten Monat 😀

Was habt ihr in den letzten Wochen geschaut? Welcher war euer letzter Kinobesuch? Könnt ihr mir für die kommenden Tage etwas empfehlen?

8 Kommentare

  1. Das find ich aber schön, dass dir „Inside Llewyn Davis“ so gut gefallen hat! Ich habe ihn zwar nicht ganz so hoch bewertet wie du, aber in mir hat der Film damals einfach etwas berührt, das sicher auch mit meinem Bruder (ähnlich talentierter, aber auch ähnlich erfolgloser Musiker) zusammenhing: https://singendelehrerin.wordpress.com/2013/12/04/inside-llewyn-davis-ethanjoel-coen-usaf-2013/ Außerdem verehre ich seitdem Oscar Isaacs, den Verwandlungskünstler schlechthin! <3

    Finde ich interessant und auch irgendwie beruhigend, dass dir "Fences" auch nicht so gut gefallen hat. Auch ich habe mit dem Ende und der damit verbunden Message echt meine Probleme…

    Deine gute Bewertung von "Hidden Figures" bestärkt in mir das Vorhaben, mir den morgen anzusehen. 🙂

    1. Ich mochte Oscar Isaac auch vorher schon, aber als Llewyn Davis hat er mich einfach so unvermittelt umgehauen, dass ich es kaum fassen konnte 😀

      Bin gespannt, was du zu Hidden Figures sagen wirst 🙂

      1. Da ich Oscar als Llewyn Davis ja schon vor über drei Jahren gesehen habe, und er vorher als leading man noch nicht wirklich in Erscheinung getreten war, war das wirklich für mich DIE Performance, die den Namen endgültig mit dem Gesicht verband. Was war denn der erste Film, den du mit ihm (bewusst) gesehen hast?

        1. Das müsste „Drive“ gewesen sein, aber da lag mein Augenmerk eher auf Ryan Gosling 😀 Tatsächlich hab ich ihn dann als viel gelobten Schauspieler wahrgenommen, ohne ihn selbst bewusst irgendwo gesehen zu haben. Ich kann mich an ihn in „Sucker Punch“ und „Der Mann, der niemals lebte“ nicht erinnern. Ganz bewusst dann in The Force Awakens und seitdem auch sehr gerne 😉

  2. Schön, dass dir Hidden Figures auch so gut gefallen hat 🙂
    Den Sternen so nah wollte ich eigentlich auch noch sehen, aber was du bezüglich der Logiklücken schreibst, hab ich wohl auch schon irgendwie erwartet…

  3. Ich habe Santa Clarita Diet auf Netflix in einem Rutsch durchgeguckt, was bei 10 Folgen mit jeweils knapp 30min aber auch schnell geht. Es ist sehr kurzweilig, ein wenig abstrus und hat mal ein paar neue Ideen rundum das Thema Zombies. Außerdem mag ich Drew Barrymore (und es gibt einen Gastauftritt von Nathan Fillion).
    Ebenfalls gut gefallen hat mir Fleabag, eine BBC-Miniserie, die man am ehesten wohl als Dramedy bezeichnen kann: 6 Folgen, ebenfalls ca. 30min lang. Es gibt einiges zu lachen und auch einiges zum Schlucken. Wenn man es mag, das der Protagonist (oder in diesem Fall Protagonistin) mit dem Zuschauer spricht, wird man hier gut bedient.; es ist aber tatsächlich eher Drama mit Humor als umgekehrt.
    Bezüglich Kino: ich habe am Freitag in der Sneak Lion gesehen und war genervt. Der Filn sieht gut aus und ist ohne Frage gut gespielt, aber letztendlich ganz üble Oscar Bait-Gefühlsduselei. Auch wenn er auf den wahren Erlebnissen des Protagionisten basiert und grundsätzlich alles auch so vorgefallen ist, kann man sämtliche Tropes, die man von diese Art Film erwartet, am Ende mit einem Haken versehen, so man sie voher auf eine Liste geschrieben hat. Er wird sein Publikum haben, ich gehöre nicht dazu.

  4. Bis auf House of cards kenne ich keine der Aufgezählten. Ich stecke aber bei der Serie und habe keine Lust weiter zu gucken. Gestern habe ich mir im Kino John Wick 2 angesehen. Gut, aber der Erste besser. Ist eben rein auf Rache aufgebaut und der Witz fehlt etwas.
    Liebe Grüße

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