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Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
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Film- und Serientagebuch 2017 | 1.01

Ich habe mich entschieden, erstmal keine einzelnen Filme mehr hier auf dem Blog vorzustellen. Das schaffe ich einfach zeitlich nicht. Stattdessen möchte ich in regelmäßigen Abständen ein Film- und Serientagebuch veröffentlichen, in dem ich euch Gesehenes vorstelle.

Los geht’s mit der 1.Ausgabe in 2017.

Filme

The Danish Girl

2015 | Tom Hooper | Da ich die Kritik an dem Film schon vorher kannte, bin ich nicht ganz unvoreingenommen an den Film gegangen. Allerdings kenne ich mich zu wenig mit den Themen Trans- und Intersexualität aus, um da ein fundiertes Urteil abzugeben, was die Darstellung der Thematik angeht. Schade finde ich, dass der Film doch stark von historischen Fakten abzuweichen scheint. Der Film hat mich jedoch auch nicht wirklich berührt. Leider fand ich Eddie Redmayne, so sympathisch er mir auch sein mag, hier (wie auch in „Fantastic Beasts“) seltsam und irgendwie nervig. Alicia Vikander ist toll, aber insgesamt konnte ich nicht wirklich mit den Charakteren mitfühlen. Für mich war der Film mittelmäßig, da er (Stichwort oscar-bait) ziemlich wenig aneckt und damit recht langweilig bleibt. | ★★★

White Girl

2016 | Elizabeth Wood | Die Geschichte ist eigentlich genau mein Ding: unschuldiges Mädchen zieht nach New York und findet nicht nur die Liebe zu einem Drogendealer, sondern auch eine Menge Koks. Doch leider gefiel mir de Umsetzung nicht. Die Protagonistin war anstrengend und unsympathisch. Ich muss dem Film zugute halten, dass er sicherlich realistisch porträtiert, was Drogen mit einem Menschen anstellen – dennoch fehlten mir hier die Identifikationspunkte. Und eine Szene zum Schluss des Films schien mir doch arg aus „Drive“ geklaut. All Thumbs Up for Brian ‚Sene‘ Marc. | ★★½

Closet Monster

2015 | Stephen Dunn | What. A. Movie. Dieser kanadische Coming-Of-Age-Film hat mich so sehr berührt und auf so vielen Ebenen abgeholt, dass es mich beinahe sprachlos macht. Das Setting, die Figuren, die Entwicklung – alles stimmt. Ich habe winzige Kritikpunkte, die aber vielmehr auf meinem persönlichen Geschmack als an dem Film liegen, die ich nun aber aus Spoiler-Gründen nicht näher ausführen möchte. Jeder, der auf Coming-of-Age steht, der sich auf spannende und berührende Filme zum Thema Jugend und/oder Homosexualität freut, der sollte Closet Monster sehen. Ein mal, zwei mal, drei mal. | ★★★★½

Serien

Love

2016 | Judd Apatow, Lesley Arfin, Paul Rust | Staffel 1 – 10 Folgen | Ich habe mir die Netflix-Originals Serie angesehen, weil ich zum Start ins neue Jahr mal etwas locker-leichtes wollte… um dann festzustellen, dass die Geschichte um Gus und Mickey nicht sooo loker-leicht ist. Aber gut ist sie. An manchen Stellen folgt sie sehr klischeehaften Wegen, aber insbesondere Mickeys Charakter finde ich erfrischend neu und interessant. Am Ende von Staffel 1 ist relativ klar, dass es eine 2.Staffel geben wird und darauf freue ich mich schon.  ★★★½

Welche Filme und Serien haben euch bis jetzt im neuen Jahr gut gefallen?

3 Kommentare

  1. Ich habe Crazyhead auf Netflix an zwei Tagen durchgesehen, ist bei 6 Folgen mit je knapp 45min Laufzeit aber auch relativ einfach. Es ist die neue Serie von Howard Overman, der auch für Misfits verantwortlich war, was man insbesondere beim Humor öfters merkt.

    In manchen Artikeln zur Serie wird Crazyhead als die moderne, britische Version von Buffy bezeichnet, was ich irgendwo verstehen kann, aber beiden Serien nicht gerecht wird. Es hat aber dieselbe Mischung aus ein wenig Horror, Comedy und einer Prise Drama und ist herrlich britisch dabei (was ich sehr mag).

    Ebenfalls sehr großartig auch die zweite Staffel von Ash vs Evil Dead, die nahtlos da weitermacht, wo die erste aufgehört hat: ein großer, überdrehter Horror-Splatter-Comedy Spaß mit Bruce Campbell in Bestform.

    White Girl sagt mir nichts und klingt auch nicht so, als würde es mir gefallen.

    Danish Girl habe ich noch nicht gesehen, ist auf meiner Liste, aber ich brauche die richtige Stimmung für diesen Film.

    Love habe ich ebenfalls sehr schnell weggesuchtet; hier müssten es 3 Tage gewesen sein. Ich finde die Serie versteht es an den richtigen Stellen das Unerwartete zu machen, anstatt zu sehr die Klischees zu bemühen (spielt dabei aber ein wenig damit, das der Zuschauer genau diese erwartet). Sie hat allerdings das übliche Problem wie eigentlich alle Filme und Serien in diesem Genre: wenn die Leute mal vernünftig mit einander reden würden, gäbe es all die Sorgen und Nöte nicht die sich dort einstellen. Dennoch hat mich Love gut unterhalten und ich bin auf die kommende zweite Staffel gespannt.

    Closet Monster hört sich an als könne es mir gefallen, den Titel höre ich zum ersten Mal – wird geguckt!

  2. Ich schau grad „Atlanta“ und finde die Serie ziemlich gelungen. Das gezeichnete Milieu ist ehrlich und der Humor, der die Serie durchzieht, ist präzise gesetzt. „The Danish Girl“ hab ich auch schon gesehen und bin da auf deiner Seite. Der hat mich auch nur bedingt abgeholt.

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