Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

True Story.

Als ich das neue Thema für die Blogger Forum Filmparade entdeckte, machte ich innerlich ein kleines Freudentänzchen. Denn das Thema lautet TRUE STORY, das heißt es geht um Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen sollen. Diese Art von Filmen reizt mich ja immer ganz besonders, ich habe irgendwie das Gefühl, der wahre Hintergrund macht einen Film authentischer und greifbarer. Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass bei jedem Film auch der Unterhaltsfaktor eine Rolle spielt und so auch oft Fakten der Realität ausgelassen werden und/oder andere Geschichten hinzugedichtet werden.

Wie dem auch sei, ich habe mir erstmal eine Liste gemacht mit Filmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen und mir ganz gut gefallen haben. Da ich jedoch keine plumpe Liste mit zwanzig Filmen hier posten wollte, habe ich mir die besten fünf heraus gesucht um sie euch vorzustellen.

SCHINDLERS LISTE: Schockierend und berührend

© Universal

Schindlers Liste ist vielleicht einer der bekanntesten Filme rund um den 2. Weltkrieg und den Holocaust. Erzählt wird die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler, der während dem Zweiten Weltkrieg durch seine Emaillefabrik rund 1200 Juden das Leben rettete.
Im wahren Leben war das so: Oskar Schindler setzte alles daran, seine Firma als „kriegswichtige Produktion“ anerkennen zu lassen, was 1943 auch tatsächlich geschah. Somit konnte Oskar Schindler Arbeitskräfte anfordern – auch KZ-Häftlinge. Schindler setzte nicht nur seine Firma und sein Vermögen aufs Spiel, sondern auch sein Leben, denn er fälschte Dokumente und machte falsche Angaben, um auch Kinder und Senioren als kriegswichtige Arbeitskräfte auszugeben und somit vor der Deportation zu bewahren.
Im Film hat mich vor allem Ralph Fiennes als Amon Göth auf erschreckende Weise fasziniert, aber natürlich auch die Situation der jüdischen Bevölkerung und der Einsatz von Oskar Schindler (gespielt von Liam Neeson).

THE FIGHTER: Gute Story, toll besetzt

© Senator Home Entertainment

Micky Ward ist ehemaliger Profiboxer und früherer Weltmeister der WBU im Halbweltergewicht. Bekannt war Ward für seine überdurchschnittlichen Nehmerfähigkeiten und seinen linken Haken zum Körper des Gegners, der ihm mehrmals zum Sieg verhalf. Micky Ward begann im Alter von sieben Jahren mit dem Boxen. Sein älterer Halbbruder Dick Eklund war zu dieser Zeit ebenfalls Boxer und wurde vor allem für seinen Kampf gegen die spätere Boxlegende Sugar Ray Leonard bekannt, dem er nach Punkten unterlag. (Wikipedia)
The Fighter war schon immer eine Herzensangelegenheit von Darsteller Mark Wahlberg, der sich lange auf die besonders körperlich anstrengende Rolle vorbereitete und über vier Jahre die nötige Muskelmasse aufbaute, um den Boxer in The Fighter authentisch nachzustellen. Aber auch Christian Bale demonstriert mit seiner Rolle der drogenabhängigen Ex-Boxlegende in The Fighter einmal mehr seinen Ruf als Physical Method-Actor. Mit zwei Oscars (für Christian Bale und Melissa Leo als Beste Nebendarsteller) und weiteren fünf Nominierungen (u.a. als Bester Film) war The Fighter einer der großen Gewinner der Oscars 2011. QUELLE: MOVIEPILOT

ZIEMLICH BESTE FREUNDE: Rührende Geschichte humorvoll umgesetzt

© Senator Home Entertainment

Ziemlich beste Freunde ist eine französische Filmkomödie aus dem Jahr 2011. Die Produktion basiert auf der im Jahr 2001 erschienenen Autobiografie Le second souffle von Philippe Pozzo di Borgo, der im Juni 1993 beim Paragliding abstürzte und seither Tetraplegiker ist. Ziemlich beste Freunde erzählt lose von der Freundschaft zwischen ihm und seinem langjährigen Pflegehelfer, der mit seiner unkonventionellen Art dem wohlhabenden, aber isoliert lebenden Philippe neuen Lebensmut gibt.
Damals war ich dem Film gegenüber sehr skeptisch, aber nach großem Lob aus dem Freundeskreis und der Kritiker, sah ich mir den Film an – und verliebte mich sofort. Die Charaktere sind so toll dargestellt und die Geschichte humorvoll, aber doch mit der nötigen Ernsthaftigkeit erzählt.

Good Fellas: Brutale Familiengeschichte

© Warner Home Video

Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia ist ein mehrfach preisgekröntes Mafia-Drama von Martin Scorsese aus dem Jahr 1990. Es basiert auf Nicholas Pileggis Buch Wise Guy – Der Mob von innen, das auf einer wahren Begebenheit beruht und vom rücksichtslosen Aufstieg eines Gangsters in den fünfziger Jahren der Vereinigten Staaten erzählt. Heute gilt Good Fellas neben Der Pate als eine der besten Darstellungen der italoamerikanischen Mafia. Im Gegensatz zu Francis Ford Coppolas Filmen zeichnet er jedoch ein weitaus weniger romantisierendes Bild. Die Charaktere sind sadistische, unberechenbare und mitunter unsympathische Personen, deren Leben mit dem beschaulichen und aristokratischen „Familienbetrieb“ der Corleones nicht mehr viel gemein hat. Annähernd alle Ereignisse, die im Film gezeigt werden, sind wirklich passiert. Der Air France-Raub 1967 und der Lufthansa-Raub im Jahr 1978, der als einer der spektakulärsten Kriminalfälle der amerikanischen Geschichte gilt.(Wikipedia) Ich mochte Good Fellas viel lieber als Der Pate, weil mich die Geschichte einfach viel mehr mitgerissen hat und ich die Figuren viel greifbarer fand. Ein Grund dafür könnte natürlich sein, dass sich der Film tatsächlich sehr an wahren Begebenheiten orientiert. Das wiederum ist in diesem Zusammenhang auch irgendwie schockierend, oder?

CITY OF GOD: Intensive Milieu-Studie

© Highlight

„City of God“ – Cidade de Deus, das ist auch in Wirklichkeit ein Stadtteil von Rio de Janeiro, und zwar einer der berüchtigten Favelas, in denen Armut, Gewalt und Drogen an der Tagesordnung sind. Der Film erzählt die Geschichte von Buscapé, der in eben diesem Stadtteil aufwächst und dem Zuschauer sein Heranwachsen zeigt. Alle Darsteller im Film waren Laien, die aus den Slums rund um Rio stammen. Alexandre Rodrigues (Buscapé) wuchs sogar tatsächlich in der „City of God“ auf. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Paulo Lins, der auch in den Favelas von Rio aufwuchs. Definitiv ein krasser, sehenswerter Film über ein Leben zwischen Armut und Gewalt. Die Geschichte um Buscape und seine Freunde bzw. Feinde ist spannend und in meinen Augen ehrlich erzählt. Das Tempo des Films stimmt, Musik und Bild sind super aufeinander abgestimmt und ohnehin hat mir die Kameraführung und der Schnitt hier außerordentlich gut gefallen. Die Figuren hatten Charakter und Wiedererkennungswert. Zum Teil besticht der Film sogar durch eine Art von Humor, über die man zwar nicht lachen will, aber dennoch muss (ging mir zumindest so).

Welche Filme von den vorgestellten kennt ihr?
Oder welche „true storys“ könnt ihr empfehlen? 

3 Kommentare

  1. Die ersten drei kenne und liebe ich <3 Stehen alle brav in meiner Sammlung (: Letztens habe ich mir auch eine "True Story" gekauft
    : The Poker House mit Jennifer Lawrence. Wird nicht mein Lieblingsfilm aber war nicht schlecht (:

  2. Ja, das kenne ich nur zu gut. Als ich meine 1. eigene Wohnung hatte konnte ich endlich für mich selbst sorgen. Kochen hasste ich und hatte auch keine Lust dazu und so landeten Fertiggerichte auf dem Teller oder einfach mal ein Döner oder man bestellte sich beim Asiaten was. Der Asiate in unserer Heimat kannte dann letzendlich sogar meine Adresse auswendig und wusste was ich wollte, wenn ich angerufen hatte 😀
    Grüsse ♥

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