Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

Weiter geht’s! – Fortsetzungen, Remakes & Co.

Hallo Zusammen,

heute gibt es mal wieder ein neues Thema im Rahmen der Filmparade des Blogger Forums. Und das Thema lautet „Weiter geht’s“ – das heißt in dieser Woche dreht sich alles um Fortsetzungen und Remakes.
Dieses Thema passt meiner Meinung nach extrem gut zu den erfolgreichsten Filmen 2013 in Deutschland. Denn von den 10 erfolgreichsten Filmen sind 6 Filme Fortsetzungen – über die Hälfte.

Ich, einfach unverbesserlich 2, Hangover 3, Fast & Furious 6, Kokowääh 2, Die Schlümpfe 2, Die Tribute von Panem 2. Und weitere erfolgreiche Filme in diesem Jahr waren Iron Man 3, Stirb langsam 5, Kindsköpfe 2, Thor 2, Die Monster Uni und ein weiterer Wolverine-Teil, bei dem sowieso keiner mehr durchblickt, wie viele Fortsetzungen, Prequels oder SpinOffs es mittlerweile gibt. Außerdem erscheint auch noch der 2.Teil der Hobbit-Reihe, der sicher auch wieder erfolgreich sein wird.

Was soll man nun von diesem Fortsetzungswahn halten?
Ich stehe dem ganzen eher zwiegespalten gegenüber. Denn oft habe ich den Eindruck, dass hier von Hollywood nur die beliebte Cash Cow gemolken wird: Ein Film, der an den Kassen gut lief, wird einfach fortgesetzt. Meistens mit einer schwächeren Geschichte, aber mit mehr Geld. Und weil die Fans des ersten Teils ja eben Fans sind, sehen sie sich auch den 2.Teil an. Sowas finde ich schade, weil die Kreativität und die Liebe zum Film verloren geht. Beispiele hierfür sind die Hangover- und die Stirb langsam-Reihe. Es geht aber auch anders: Im Animationsbereich (Madagascar und Ice Age) finde ich die Fortsetzungen sehr gelungen, bei Madagascar würde ich sogar sagen, dass sich die Reihe bisher kontinuierlich gesteigert hat.

Andererseits gibt es auch Filme, die direkt auf mehrere Teile ausgelegt sind. Dazu gehören häufig Literaturverfilmungen, wie der Hobbit, Herr der Ringe, Harry Potter, Die Tribute von Panem und die gerade boomenden Comicadaptionen. Da es hier eine bereits existierende Vorlage gibt, also für Fortsetzungen keine neuen Geschichten erfunden werden müssen, sind solche Filme oft hochwertiger. Besser noch: Wenn wir die Herr der Ringe oder die Harry Potter-Reihe betrachten, sind die letzten Teile oft noch besser als die ersten und auch bei Panem scheint sich dieser Trend abzuzeichnen. In diesem Bereich sind Fortsetzungen natürlich sinnvoll und legitim. Zwar spielen sie sicher nicht weniger ein als die oben genannten Cash Cows, aber sie entstehen aus einem anderen Zweck, was die ganze Sache für mich attraktiver macht.

Remakes zielen meiner Meinung nach übrigens auch nur aufs Geldmachen ab. Aber auch hier muss man wieder unterscheiden: Remakes von erfolgreichen oder erfolglosen Filmen. Wenn man ein Remake macht von einem erfolglosen Film, dann kann dies eine Chance sein, die Idee doch noch der breiten Masse bekannt zu machen. In diesem Fall ist dem Zuschauer ja auch meistens gar nicht bewusst, dass er gerade ein Remake sieht und die Diskussion darüber ist fast schon hinfällig.
Macht man aber ein Remake von einem bereits sehr erfolgreichen Film (aktuelles Beispiel: Oldboy), dann schreit das für mich wieder nach Gier und viel mehr noch nach Ideenlosigkeit. Warum sonst sollte man ein Remake machen? Haben Drehbuchautoren und Regisseure heutzutage keine eigenen Ideen mehr? Von Remakes bin ich also eher weniger ein Fan.

Mein Fazit: Filme und ihre Fortsetzungen, die direkt auf mehrere Teile ausgelegt sind, sind in der Regel gut oder immerhin besser als solche Filme, die nach einem Erfolg lieblos ausgeschlachtet werden. Hier gibt es meiner Meinung nach mehr schlechte als gute Beispiele. Von Remakes halte ich in der Regel nicht viel, vor allem wenn erfolgreiche Filme neu aufgelegt werden. Das zeugt eher von Gier und Ideenlosigkeit als von Filmliebe.

Was denkt ihr über Fortsetzungen und Remakes?
Welche Beispiele fallen euch ein?

6 Kommentare

  1. Ich denk da so ähnlich wie du. Auf Remakes wäre ich aber gar nicht gekommen (wobei bald ein neuer Carrie-Film anläuft).

    Herr der Ringe, Harry Potter sind top. Da würde ich glatt alle Teile hintereinander schauen…. Jedoch diese Geldmacherei-Schiene fällt vor allem beim Fluch der Karibik auf. Ich lieb den ersten Teil – die danach sind eher so: na jaaa…

    Madgascar kann ich mich jetzt so gar nicht dran erinnern wie gut oder schlecht die Teile waren – aber so auf DVD geht der Film immer (… oder wenn er im Free TV läuft)

  2. Stimmt, Fluch der Karibik ist auch ein passendes Beispiel. Wobei ich den 4.Teil eigentlich ganz in Ordnung fand, aber über den 1. geht halt sowieso nichts. Aber abgesehen wie gut oder schlecht die Fortsetzungen sein mögen, definitiv die Geldmacher-Schiene!

  3. Fluch der Karibik ist da für mich so ein cash-cow-Beispiel… der erste Teil war absolut sehenswert, aber schon der zweite war mir zu konstruiert, vom Rest ganz zu schweigen.

    Bei HdR und HP sehe ich es anders, weil ja einfach die Bücher zu Ende verfilmt wurden und Fortsetzungen bei Büchern finde ich legitimer als bei Filmen. In dem Zusammenhang fällt mir auch grad die Verlängerung von „Der Hobbit“ ein. Obwohl ich mich wahnsinnig freue noch mal gründlich nach Mittelerde abzutauchen, bin ich schon zwiegespalten was die dichterische Freiheit des Contents angeht… wer nicht vorkommt, kommt nicht vor, verdammte Axt.

    Bei Remakes halte ich mal lieber den Ball flach, weil ich meist die „alten“ Filme nicht gesehen habe und die neuen Versionen daher gar nicht als Remake erkenne. Aktueller fällt mir nur grad ein, dass „Der Zodiac-Killer“ als Film in kurzen Abständen zwei Mal gedreht wurde, ich meine sogar, dass Justin Chambers in beiden Versionen mitspielte, und ich das so richtig blöd fand. Die erste Variante war nämlich weniger Hollywood als die später Gedrehte, die später Gedrehte wurde hochkarätiger bestzt und mehr gehypt. Ich gebe zwar zu, dass es eine wahre Geschichte ist, die auch noch aus zwei Blickwinkeln verfilmt wurde, was das „Remake“ durchaus legitimiert, aber gestört hat mich das dennoch.

  4. Danke für deinen lieben Kommentar auf meinem Blog. Naja, beim Laufen wird einem ja schon warm. Ich merke meist erst unter der Dusche wie kalt mir tatsächlich war, wenn alles anfängt zu kribbeln wegen des warmen Wassers 🙂
    Hab mir gerade mal die Kurzbeschreibung deines Lesetipps angeschaut und das könnte mir glaube ich gefallen, habs mal auf meine Liste gesetzt 😉 Falls ich es lesen sollte, gebe ich dir natürlich Bescheid wie ich es fand.
    Liebe Grüße 🙂

  5. Hey Katie,
    Das Thema find ich ja echt total interessant und gut, dass du es hier ansprichst.

    Mein bestes Beispiel für die Cash Cow ist der „neue“ (ist ja auch nicht mehr so neu) Spiderman. Die mit Toby Maguire fand ich absolut klasse und auch, wenn du den neuen ja besser fandest, ich finde der war absolut unnötig. Aber wenn man einen Schauspieler zB nicht mag, können Remakes ja auch gern gesehen sein, also ich würde mich da keinesfalls von ausschließen so zu denken! Ist eben immer 'ne Geschmackssache.

    Aber generell stimme ich dir zu und in den meisten Fällen sind Fortsetzungen von Filmen, die Buchvorlagen o.ä. haben wirklich sinnvoller und auch definitiv besser!
    Wobei mir da auch spontan die Biss- Reihe einfällt, in der das letzte Buch in zwei Filme aufgeteilt wurde. Ich denke, das wurde AUCH wegen des erhofften Erfolgs so gemacht und nicht nur, damit man nicht zu viel in einen Film packt.
    Aber gut. So viel dazu. 😀

  6. Das stimmt, ich fand den neuen Spiderman gut, was halt an der Abwesenheit von Tobey Maguire lag, ABER nichts desto trotz teile ich die Meinung, dass dieses Remake unnötig war. Die Spiderman-Filme waren noch nicht alt und es war einfach kein Bedürfnis nach einer Neuauflage da, aber man sprang halt noch mal auf den Comic-Zug auf.

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