Frau Margarete

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[Gelesen | Abgebrochen] Debbie Macomber – Winterglück

Debbie Macomber WinterglückNach einem schweren Schicksalsschlag beschließt Jo Marie Rose, noch einmal neu zu beginnen um endlich ihren Frieden zu finden. Sie zieht in das beschauliche Küstenörtchen Cedar Cove und eröffnet ein gemütliches kleines Bed&Breakfast – das Rose Harbor Inn. Bald schon kann sie ihre ersten Gäste begrüßen, die beide aus Cedar Cove stammen – Abby Kincaid und Joshua Weaver. Dass beide nicht ganz freiwillig in ihre Heimatstadt zurückkehrten, merkt Jo Marie sehr schnell. Ein turbulentes Wochenende steht ihnen bevor, doch am Ende schöpfen alle drei neue Hoffnung für die Zukunft …

(Quelle: blanvalet | Bloggerportal)


 

Debbie Macomber WinterglückTitel: Winterglück
Originaltitel: The Inn at Rose Harbor. A Rose Harbor Novel (1)
Autor: Debbie Macomber
Übersetzung: Nina Bader
Seiten: 413
ISBN: 978-3-7341-0249-3
Verlag: blanvalet | Verlagsgruppe Random House

 


 

Debbie Macomber WinterglückJeder darf glauben, was er will und Spaß haben, woran er will. Für mich ist die Handlung eines Buches, das sich auf Schicksal und göttliche Fügung verlässt einfach nicht ernst zu nehmen. Ich konnte mich nicht einfühlen und war mehr mit Augenrollen als mit Lesen beschäftigt. Schade.

Nach 234 gelesenen Seiten möchte ich eigentlich keine Wertung abgeben, ich tendiere aber zu 2.5/10 Punkten.

 


 

Ich hatte mich sehr gefreut, auf eine winterliche Liebesgeschichte, die „Winterglück“ zu werden versprach. Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr gut und tatsächlich lässt sich das Buch ganz toll anfassen und liegt gut in der Hand. Die Broschierung ist leicht rau, nur der Buchtitel ist glänzend aufgedruckt. Die vereisten Fenster auf dem Cover und die winterliche Dekoration machen Lust auf ein bisschen Winter Wonderland.

Leider kam es anders. Ich gestehe: Vielleicht hätte ich mich im Vorfeld über die Autorin, Debbie Macomber, genauer informieren sollen. Dann hätte ich auf ihrer Wikipediaseite bereits lesen können, dass sie aufgrund ihres christlichen Glaubens zum Beispiel auf explizite Sexszenen verzichtet. Nun, ich brauche natürlich nicht explizite Sexszenen in einem Buch, dieser Hinweis über die Autorin hätte einem aber schon verraten können, dass es auch ansonsten ziemlich konservativ und altbacken zugeht. Ohne hier jemanden angreifen zu wollen, aber dieses Buch wurde für die typische, konservative, amerikanische Hausfrau geschrieben. Und die bin ich nicht.

Der Klappentext zu Winterglück verspricht Ereignisse rund um ein „turbulentes Wochenende“ – turbulent waren hier aber höchstens die Schicksale der Protagonisten. Wir begleiten Jo Marie, Joshua und Abby durch ihr Wochenende und natürlich haben alle drei ein ganz furchtbares Schicksal, das sie belastet. Bei drei Hauptpersonen zähle ich vier verstorbene Verwandte und Freunde, sowie eine Person, die gerade im Sterben liegt. Es ist natürlich alles sehr schrecklich, aber wir müssen alle sehr optimistisch bleiben.

Das Problem an der ganzen Sache ist: Keine der Hauptpersonen wurde mir sympathisch und auch die Nebencharaktere konnten nicht besonders punkten. Debbie Macomber hatte auch eigentlich schon bei mir verloren, in dem sie eine Frau beschrieb, die (kein Witz) früher mal dick war, aber jetzt total schön ist. Denn wir alle wissen ja, Dicke können nicht schön sein. Folgerichtig wird diese Frau auch erst dann für Männer attraktiv, als sie plötzlich rank und schlank wieder auftaucht. Das ist für mich leider schon eine Figurenzeichnung, der ich absolut gar nichts abgewinnen kann.

Die Konflikte in diesem Buch sind auch keine Konflikte, die ich nachvollziehen kann. Da sagt ein alter Stinkstiefel „Du bist doof“ und ein erwachener Mann bricht die Konversation aufgrund der üblen Kränkung sofort ab. Also, sinngemäß. Die Autorin lässt überhaupt keine Zeit, Konflikte zu entwickeln oder dem Leser deutlich zu machen. Ich jedenfalls konnte beim Lesen nicht nachvollziehen, warum manche Person jetzt total böse und eine andere total toll sein soll.

Ansonsten verbringen die drei ProtagonistInnen im Buch sehr viel Zeit damit, über ihr eigenes Schicksal nachzudenken, zu jammern, zu beten und hellseherische Träume zu haben. Als dann irgendwann das Schicksal und göttliche Fügung ins Spiel kam, habe ich das Buch abgebrochen. Jeder darf glauben, was er will und Spaß haben, woran er will. Für mich ist die Handlung eines Buches, das sich auf Schicksal und göttliche Fügung verlässt einfach nicht ernst zu nehmen. Ich konnte mich nicht einfühlen und war mehr mit Augenrollen als mit Lesen beschäftigt. Schade.

Nach 234 gelesenen Seiten möchte ich eigentlich keine Wertung abgeben, ich tendiere aber zu 2.5/10 Punkten.

Ich bedanke mich trotzdem recht herzlich beim Bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar. Ich habe das Buch kostenlos erhalten und mich damit bereit erklärt, eine Rezension zu verfassen. Die Meinung in dieser Rezension entspricht meiner eigenen und ist unverfälscht.

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