Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Justin Cronin – Die Zwölf

Zu Anfang waren es zwölf Kriminelle, die auf die Todesstrafe warteten. Doch dann wurden sie für ein geheimes Experiment auserwählt. Es sollte den Fortschritt bringen, aus ihnen sollten mehr als nur Menschen werden. Doch es schlug fehl. Jetzt sind es diese Zwölf, die das Leben auf der Erde bedrohen und das Ende der Menschheit bedeuten könnten. Und die letzte Hoffnung ruht auf einem Mädchen. Amy ist die Einzige, die sich der Macht der Zwölf entgegenstellen kann. Aber der Gegner ist stark, und ihre Kraft scheint mehr und mehr zu schwinden…

Meine Meinung
Die Zwölf ist die Fortsetzung zu Der Übergang, welches ich euch vor einigen Wochen bereits ganz begeistert vorgestellt habe. Wie schon der erste Teil ist auch dieser Band mit über 800 Seiten ein echter Wälzer – doch es lohnt sich, denn die Fortsetzung knüpft sehr gut an seinen Vorgänger an.

Die Geschichte um Amy, Peter und ihre Freunde wird im gleichen Stil weitergeführt und ich fand es sehr schön, dass viele vertraute Charaktere wieder dabei waren. Einige neue kamen hinzu, die wieder sehr facettenreich und tiefgründig ausgearbeitet wurden. Justin Cronin -ich kann ihn gar nicht hoch genug loben- versteht es einfach, mit Worten umzugehen und eine Welt zu beschreiben, die nur seiner Fantasie entsprungen ist. So kann man bei dieser Trilogie (denn ein weiterer Band wird noch folgen) meiner Meinung nach fast schon von einem Epos sprechen, aufgrund der bildgewaltigen und fesselnden Sprache.

In Die Zwölf habe ich mich hier und da allerdings etwas mehr am Fortgang der Geschichte gestoßen als im ersten Band der Reihe. Mir kamen hier einfach stellenweise zu viele religiöse und esoterische Vergleiche und Bilder vor. Am ersten Teil hat mir so gut gefallen, dass alles recht bodenständig, gut durchdacht und irgendwo auch wissenschaftlich wirkte. In diesem Band verirrt sich der Autor teilweise in religiösen Gebärden, was nicht selten auch als eine Art Flucht dient um unlösbare Situationen zu lösen. Das fand ich etwas schade und ist einfach nicht so ganz nach meinem Geschmack.

Insgesamt kann ich dieses Buch aber nur sehr, sehr gut bewerten, denn es ist wieder fesselnd zu lesen, unfassbar gut geschrieben mit glaubhaften und mittlerweile liebgewonnen Charakteren und einer atmosphärisch aufgebauten Zukunftswelt. Immer noch für mich eine Dystopie der Extraklasse, und deswegen 9 Punkte von mir!

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