Frau Margarete

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[Gelesen] K. Bromberg – Driven: Verführt

K Bromberg Driven VerführtAls Rylee bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung Leute um Spenden für einen guten Zweck bittet, platzt auf einmal der blendend aussehende, aber seltsam gefühlskalte Colton Donovan in ihr Leben. Er ist ein waschechter Playboy, draufgängerischer Rennfahrer und hat Familie in Hollywood – kein Wunder, dass die Frauen ihm reihenweise zu Füßen liegen. Doch Colton hat ab diesem Tag nur noch Augen für Rylee. Er will sie erobern, und bald beginnt er ein gefährliches Spiel der Verführung mit ihr.

(Quelle: Heyne Verlag | Bloggerportal)


K Bromberg Driven VerführtTitel: Driven: Verführt
Originaltitel: Driven
Autor: K. Bromber
Übersetzung: Kerstin Winter
Seiten: 478
ISBN: 978-3-453-43806-4
Verlag: Heyne | Verlagsgruppe Random House

Driven: Verführt ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe. Zu dieser Reihe gehören außerdem Driven: Begehrt (OT: Fueled) und Driven: Geliebt (OT: Crashed), ebenfalls erhältlich im Heyne-Verlag.


K Bromberg Driven VerführtDer Anspruch ist nicht besonders hoch und bei einigen beschriebenen Szenen und Dialogen musste ich wiederholt den Kopf schütteln.

Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch, vor allem nach den ersten 30 Seiten, deutlich geringer waren und ich dann noch einigermaßen positiv überrascht wurde. Insgesamt war „Driven: Verführt“ eben doch „ganz nett“. Das Ende wirkte sehr gezwungen und aufgesetzt, aber dennoch würde ich es nicht ausschließen, auch den zweiten Teil noch zu lesen. Ist ein netter Zeitvertreib für zwischendurch.

Für dieses Buch vergebe ich 6/10 Punkten.


 

„Driven – Verführt“ von K. Bromberg ist eine dieser typischen Bad Boy-Geschichten, die derzeit (und wahrscheinlich schon immer und für immer – Romeo war doch auch ein Bad Boy, oder?) so beliebt sind. Mit dem Lauf der Geschichte und den Figuren greift das Buch tief in die Klischeekiste – aber es macht trotzdem Spaß zu lesen.

Die Optik

Von außen ist das Buch nett anzusehen, aber nichts besonderes. Das Cover zeigt ein gesichtsloses Paar, Mann und Frau, das wohl gerade intim wird. Darauf sehen wir, wie auf einer Art Sticker, den Namen der Autorin und den Titel des Buches. Das pink ist dabei nicht so grell wie es auf den Vorschaubildern im Internet wirkt, mir gefällt die Farbe ganz gut. Das Taschenbuch liegt gut in der Hand und die Gestaltung passt zum Genre.

Die Figuren

Rylee ist für dieses Genre eine überraschend sympathische Protagonisten, wenn sie auch manches mal ein wenig anstrengend ist. Sie ist natürlich die Personifizierung des Guten, hat eine harte Zeit hinter sich, engagiert sich für benachteiligte Kinder. Verpasst ihr einen Heiligenschein! Ihre Gedanken schwanken zwar extrem, konnte ich aber meistens recht gut nachvollziehen. Ich fand es sympathisch, dass sie (meistens) nicht so naiv war, wie man es von anderen bekannten Büchern in diesem Genre kennt, gleichzeitig ist sie aber lange nicht so emanzipiert, wie sie gerne selber glauben würde.

Colton ist die Personifizierung des Bad Boys und damit einhergehend natürlich der typischen Bindungsängste, des schrecklichen Schicksals, der schweren Kindheit… blablabla. Sein Körper ist perfekt und keine Frau kann ihm widerstehen. Soweit, so klar. Ich finde, dass er in einigen Szenen durchaus sympathisch beschrieben wurde (z.B. in der Jahrmarkt-Szene), in anderen kommt er jedoch eher gruselig und psychopathisch rüber, sodass sich wohl jede normale Frau eher von ihm fern halten würde. Aber so funktioniert dieses Genre nunmal…

Die Geschichte

Nun, die Geschichte beginnt etwas holprig und unrealistisch und ich dachte schon, ich könnte nicht weiterlesen, weil es so anstrengend war. Aber nach rund 100 Seiten konnte mich das Buch doch noch fesseln und ich las es ziemlich rasch durch. Warum, weiß ich nicht so genau. Der Anspruch ist nicht besonders hoch und bei einigen beschriebenen Szenen und Dialogen musste ich wiederholt den Kopf schütteln.

„Driven“ funktioniert nach den gängigen Klischees – Mann und Frau wollen sich, oder doch nicht, und dann wieder doch – es sind die üblichen Muster, die jeder kennt, der viel liest oder selber schreibt und sich mit dem Aufbau eines Plots auskennt. Aber gängige Plots haben eben einen Vorteil: Sie funktionieren. So eben auch bei Driven – ich blieb dran am Buch und wollte stets wissen, wie es weitergeht, egal wie absurd ich die Ereignisse in der Geschichte auch fand.

Das Buch lässt sich wohl problemlos ins Genre „New Adult“ einordnen, welches auch vor erotischen Szenen nicht zurückschreckt. Ich bin bei erotischen Szenen in Büchern immer sehr skeptisch, weil ich es schwierig finde, die richtigen Worte zu finden, sodass die Szene weder kindisch, noch ekelig, noch prüde oder zu klinisch wirkt. Hier muss ich sagen, dass K. Bromberg die Sexszenen wirklich recht ansprechend beschreibt, passende Worte findet, die klar machen, was passiert, ohne zu direkt zu wirken.

Fazit

Festzuhalten bleibt, dass dieses Buch bei Charakteren und Story ganz, ganz, gaaanz tief in die Klischeekiste greift. Rylee und Colton machen beide eine Entwicklung durch im Buch, was positiv, aber nicht überraschend ist. Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch, vor allem nach den ersten 30 Seiten, deutlich geringer waren und ich dann noch einigermaßen positiv überrascht wurde. Insgesamt war „Driven: Verführt“ eben doch „ganz nett“. Das Ende wirkte sehr gezwungen und aufgesetzt, aber dennoch würde ich es nicht ausschließen, auch den zweiten Teil noch zu lesen. Ist ein netter Zeitvertreib für zwischendurch.

Für dieses Buch vergebe ich 6/10 Punkten.

Ich bedanke mich recht herzlich beim Bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar. Ich habe das Buch kostenlos erhalten und mich damit bereit erklärt, eine Rezension zu verfassen. Die Meinung in dieser Rezension entspricht meiner eigenen und ist unverfälscht.

3 Kommentare

  1. Ich hatte auch mal eine intensive Phase mit Büchern dieses Genres. Sie sind unterm Strich unterhaltsam, eingängig und für ein Schmunzeln gut.

    Es muss nicht immer so anspruchsvoll sein, man kann ruhig mal sagen, dass auch solche Bücher ihre Daseinsberechtigung haben. Ich freue mich über diese Empfehlung ☺

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