Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

Mafia, Marihuana und Martin Scorsese: Filme im September

Diesen Monat hab ich ein paar gute Filme gesehen, aus allen Genres gemixt: Thriller, Komödie, Mafiafilm. Hier findet ihr meinen allmonatlichen Rückblick.

Shutter Island
 (2010)

Als großer Leonardo DiCaprio-Fan war es allerhöchste Eisenbahn, dass ich auch mal „Shutter Island“ sehe. Der Film wurde ja hoch gelobt, und da neben dem guten Leo auch Stars wie Ben Kingsley, Michelle Williams und Mark Ruffalo vertreten sind und Martin Scorsese Regie geführt hat, konnte ja nicht mehr viel schief gehen.
In der Tat ist Shutter Island ein guter Thriller – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Mir hat das Setting der 50er Jahre gefallen, das Spiel mit verschiedenen Farben und Lichtverhältnissen fand ich bemerkenswert. Die Story war in Ordnung, aber auch irgendwie nicht neu. Zumindest hab ich die Geschichte recht schnell durchschaut, was ein bisschen die Spannung nahm.
Insgesamt finde ich „Shutter Island“ aber durchaus sehenswert, daher 7 Punkte.

Ananas Express
(2008)

Nachdem ich „Das ist das Ende“ gesehen habe, musste ich dringend auch diesen Film sehen. Das Drehbuch stammt von Evan Goldberg (Das ist das Ende, Goon, Superbad) und Seth Rogen, der auch die Hauptrolle übernahm. Produziert wurde das ganze von Judd Apatow, der sich für Filme wie „Beim ersten Mal“ und „Immer Ärger mit 40“ verantwortlich zeichnet. Neben Seth Rogen sehen wir James Franco und Danny McBride – alle in Hochform.
Wie bei allen Filmen dieser Clique muss man auf den durchgedrehten Humor stehen, aber wenn das der Fall ist, dann hat man mit diesem Streifen seine absolute Freude. Eine rasante Handlung, ein wahres Gagfeuerwerk, die richtige Dosis Action – Ananas Express ist wirklich eine Komödie vom Feinsten. 8 Punkte!

Source Code
(2011)

Den Film wollte ich damals schon gerne im Kino sehen, aber habe es irgendwie verpasst. Jetzt habe ich ihn über Lovefilm ausgeliehen und angesehen. Obwohl ich ja eigentlich kein allzu großer Fan von Jake Gyllenhaal bin, ich finde der sieht so komisch aus und anders als die meisten anderen weiblichen Wesen finde ich ihn gar nicht attraktiv. (Außerdem muss ich jetzt immer an „Das ist das Ende“ und James Franco denken: „Du kannst mich Prince of Persia nennen.“ 😀 )
Wie dem auch sei… In Source Code geht es in gewisser Weise um Zeitreisen, wobei der größere Kontext der Geschichte eigentlich gar nicht klar wird. So richtig fesseln konnte mich der Film nicht, weil eigentlich nicht wirklich was passiert und das Ende war dann auch irgendwie konfus. Ich vergebe 5 Punkte.

GoodFellas – Drei Jahrzehnte  in der Mafia
(1990)

Neben „Der Pate“ ist dieser Film wahrscheinlich der Mafia-Klassiker schlechthin. Und womit? Mit Recht! In diesem Monat habe ich mir GoodFellas angesehen und war wirklich begeistert. Wie soll man den Film beschreiben? Eine tolle Milieustudie, die interessante und realitätsnahe Charaktere zeichnet und dabei nicht auf die blutige Wahrheit verzichtet. GoodFellas beschönigt nichts und dank der Hauptfigur Henry (Ray Liotta) macht auch der Zuschauer eine Wandlung mit: Begeisterung, Gefallen, Zweifel, Sehnsucht.. Nicht zu verschweigen sei, dass Rober DeNiro in diesem Streifen einfach unglaublich spielt und auch Joe Pesci hat seinen Oscar nicht zu Unrecht bekommen. Mal wieder ein Meisterwerk aus Scorseses Hand. Ich glaube, ich habe meinen Lieblingsregisseur gefunden 😉 9 Punkte für die GoodFellas.

In meinem Himmel
(2009)

Der Roman von Alice Sebold wurde 2009 von Peter Jackson verfilmt. In der Rolle des Vaters sehen wir Mark Wahlberg und weil ich ja in letzter Zeit ein bisschen auf Mark Wahlberg abfahre und der Film sowieso viel gelobt wurde, hab ich mir den auch mal ausgeliehen. In dem Film geht es um die 14jährige Susie Salmon, die ermordet wird und ihre Geschichte aus dem Jenseits erzählt. Ihr Vater lässt die Suche nach ihrem Mörder nicht ruhen und Susie erlebt in ihrem Himmel mit, wie ihre Familie nach ihrem Tod weiterlebt.
Insgesamt war der Film, naja, okay. Er hatte einige traurige Stellen und auch einige spannende, aber alles in allem hat er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Peter Jackson verliert sich meiner Meinung nach zu sehr in seinen fantastischen Bildern (die wirklich fantastisch sind), die aber von der eigentlichen Dramatik der Geschichte ablenken. Ich schwanke zwischen 5 und 6 Punkten, weil der Film aber an manchen Stellen doch wirklich spannend und rührend war, gebe ich 6 Punkte.

Hänsel & Gretel – Hexenjäger
(2013)

Nachdem nicht nur mein Bruder, sondern auch ein Kumpel diesen Film auf DVD bzw BluRay erworben haben, musste ich den also auch mal sehen. Allerdings nur in geselliger Runde auf einem DVD-Abend, denn um den alleine zu sehen, wäre mir die Story dann doch zu albern gewesen…
Naja und das ist sie dann auch: Ziemlich albern, unlogisch, übertrieben, aber immerhin mit einer guten Portion Action und „netten“ Splatterelementen. Und ich bleibe bei der Meinung, die ich eigentlich vor dem Schauen schon hatte: Zu doof um ihn allein zu gucken, aber für einen DVD-Abend ganz unterhaltsam. 5 Punkte.

Im Kino habe ich folgende Filme gesehen:

Wir sind die Millers

Hier gehts zur Rezension
Pain and Gain

Hier gehts zur Rezension

Welche Filme habt ihr diesen Monat gesehen?

3 Kommentare

  1. Hach ich liebe diesen Post ♥ Bin total neugierig auf Shutter Island geworden und habe es bis gerade eben mit meinem Schatz geschaut. Gut dass du die Story durchschaust, ich versteh nämlich nix 😀 Ich bin mir immer noch nicht sicher ob er krank ist oder nicht… Aber ich fands extrem spannend! (:

    Source Code, In meinem Himmel und Hänsel & Gretel habe ich übrigens auch schon gesehen. Source Code fand ich so lala, In meinem Himmel ist klasse und Hänsel & Gretel fanden mein Schatz und ich gut 😀 Story is zwar echt etwas lächerlich aber eine ordentliche Portion Action 😉

    So, jetzt muss ich mir noch überlegen was wir heute Abend noch gucken! ♥

  2. „Shutter Island“ gehört ja mit zu meinen Lieblingen, ich fand aber auch die Buchvorlage einfach grandios [sehr viel Zynismus, tolle Charaktere] und liebe den Film deshalb so, weil es für mich eine der ganz wenigen Verfilmungen ist, die dem Roman dazu gerecht wird. Schade, dass du die Story nicht so doll fandst, ich mag grade diese Frage, ob es sich nun wirklich alles in seinem Kopf abgespielt hat oder ob er eben nur manipuliert wurde, wobei der Film das deutlicher macht als das Buch 😉

    „Ananas Express“ mag ich, wie du weißt, auch sehr. Der ist einfach abgedreht cool, wie man das von Judd Apatow halt gewohnt ist 😉 „Source Code“ fand ich ebenso ganz in Ordnung, wie du schon sagst, sehr konfus am Ende, „In meinem Himmel“ dagegen fand ich richtig klasse. Einfach dadurch, dass sie eben nicht auf die Handlung konzentriert wird sondern auf den Umgang von Susie mit ihrem Tod und ihrem Loslassen. Grade die Bilder – hach. Aber das sieht denke ich auch jeder anders 😉
    Und „Hänsel & Gretel“ ist halt einfache Unterhaltung, ich fand ihn gut, weil er Spaß macht – was erwartet man da von der Story 😀

    Bin gespannt, was du im Oktober so schaust!

  3. shutter island hab ich als höhrbuch, das ist so toll dank justus jonas… äh… oliver rohrbeck 😉 wusste ich gar nicht, dass es nen film dazu gibt ^^

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