Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Jules Verne – In 80 Tagen um die Welt

Der reiche englische Gentleman Phileas Fogg, geradezu Exzentriker in Sachen Pünktlichkeit und täglichen Gewohnheiten, wettet mit anderen Mitgliedern des Reform Club in London, dass es ihm gelingen werde, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. Die Summe, die er dabei aufs Spiel setzt: 20.000 Pfund!
Noch am selben Abend bricht er mit seinem gerade neu eingestellten französischen Diener Passepartout auf.
Etwa zur gleichen Zeit wurde ein Raub in der Bank of England verübt und der etwas übereifrige Detektiv Mister Fix glaubt anhand der Personenbeschreibung und der äußeren Umstände des auf schnelles Fortkommen dringenden Fogg, diesen als Räuber zu erkennen. Zum Schein freundet er sich mit Herrn und Diener an und folgt den beiden letzten Endes um den ganzen Globus…
Meine Meinung
„In 80 Tagen um die Welt“ war mein erster Abenteuerroman und zunächst war ich etwas skeptisch. Doch da ich mich ja auch mal mehr den Klassikern zuwenden wollte, nahm ich das Buch in die Hand – und muss sagen: Dieses Werk ist vollkommen zu recht ein Klassiker!
Jules Vernes Gabe, den Leser wortwörtlich mit auf die Riese zu nehmen, hat mich im ganzen Buch fasziniert. Er beschreibt die Welt seiner Zeit so nah und plastisch, dass ich mir all die fernen Länder richtig gut vorstellen konnte: Indien, China, Japan, Amerika im späten 19.Jahrhundert. So liefert die Geschichte nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine Erweiterung der Geographie- und Geschichtskenntnisse!
Die Figuren in Jules Vernes Werk konnten mich ebenso überzeugen wie die Idee der Geschichte.
Phileas Fogg, der stets kühle, nachdenkliche Gentleman, der niemals unüberlegt handelt, und doch oftmals Mut beweist. Er ist stets pünktlich, zuverlässig und loyal. Und am Ende, ja, wird er gar ein bisschen menschlich.
Im Gegensatz dazu steht der Diener Passepartout, aus dessen Sicht viele Kapitel erzählt werden. Passepartout ist eher emotional, schäumt schnell über, wird schnell euphorisch oder verärgert. Er bereitete mir einige lustige Momente und während dem Lesen hab ich den süßen kleinen Passepartout richtig in mein Herz geschlossen.
Auch der Inspektor Mister Fix wird glaubhaft dargestellt. Obwohl er der „Bösewicht“ ist, kann man seine Handlungen sehr gut nachvollziehen und er ist einem nicht übermäßig unsympathisch.
Auch die Nebenfiguren, wie Aouda oder Sir Francis Cromarty, konnten mich überzeugen und brachten mir noch mehr Spaß beim Lesen.
Da die Figuren allerhand gemeinsam erleben und durchmachen, durchlaufen sie alle einen Wandel, was ich sehr erfrischend fand.
Alles in allem kann ich diesen Klassiker nur jedem empfehlen! Die Geschichte ist spannend bis zum Ende, denn als man glaubt, man habe schon alles verloren, kommt noch eine überraschende Wendung daher. Die Figuren wachsen einem ans Herz und immer wieder kann Jules Verne, der literarisch gesehen, seiner Zeit weit voraus war, durch unerwartete Wendungen punkten. Ich vergebe volle 7 von 7 Buchpunkte für diesen bezaubernden Klassiker 🙂 

2 Kommentare

  1. Vielleicht klaue ich mir das Buch auch mal für die Challenge – brauche noch zwei Abenteuer-Romane…
    Jedenfalls eine sehr schöne Rezension, da bekommt man glatt Lust, den Klassiker sofort zu lesen! Vor allem, wenn man hinterher prima den Film sehen kann 🙂

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