Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Jussi Adler-Olsen – Erlösung

Die Handlung
Der Hilfeschrei im Inneren einer verwitterten Flaschenpost blieb jahrelang unentdeckt. Dann landet die Botschaft im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Ihre mühsame Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens: Der Hilfeschrei, mit menschlichem Blut geschrieben, ist offenbar das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt worden waren. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Bald steht fest: der Täter läuft noch immer frei herum …
Meine Meinung
Der dritte Fall für Carl Mørck und sein Team, zu dem seit dem letzten Band ja nicht mehr nur Assad gehört, sondern auch die flippige Rose bzw. ihre Schwester Yrsa. In diesem Zusammenhang möchte ich nicht zu weit vorgreifen, aber ich kann, wie bei den vorangegangenen Büchern (Erbarmen und Schändung) wieder betonen, dass mir die Figuren sehr gut gefallen haben. Carl und Assad bilden einfach ein perfektes Ermittler-Team und trotz der Spannung und dem abscheulichen Verbrechen, dem sie sich gegenüber sehen, schafft Adler-Olsen immer wieder Momente, in denen ich schmunzeln muss. Sei es nun wegen Carls trockenem Humor und seiner zynischen Art oder weil Assad bestimmte Redewendungen nicht versteht oder heillose Beispiele aus seiner Heimat Syrien anführt. Ohne Ausnahme sind diese beiden einfach nur sympathisch – weil sie’s eben grade nicht sind. Paradox, oder?

Zur Story: Diese fand ich von allen Büchern der Sonderdezernat Q-Reihe am besten durchdacht und am spannendsten aufgearbeitet. Immer wieder wechselt die Perspektive: Vom Ermittler Carl, hin zu den Eltern der vermissten Kinder und schließlich zum Mörder. Dieser Perspektivwechsel schafft eine Spannung, die quasi greifbar wird.

Am Anfang dauerte es (wie beim 1.Band) etwas, bis die Handlung an Fahrt aufnahm, aber dann konnte ich das Buch wirklich nicht mehr aus das Hand legen. Die Motive und Phantasien des Täters sind so dunkel und böse, dass man es sich kaum vorstellen kann. Und doch wirkt die Geschichte plausibel.
Oft sind Assad und Carl dem Entführer und Mörder so nah auf den Fersen, dass das Buch zum wahren Pageturner wurde.
Lediglich das Ende ging mir dann irgendwie zu schnell – plötzlich war alles vorbei. Sicher, es war eine sehr gute Auflösung des Falls, doch nicht zuletzt aufgrund der vorangehenden Bücher hatte ich irgendwie einen fulminanteren Abschluss erwartet. Oder war es gerade das, was das Buch besonders macht, so realitätsnah? Denn im wahren Leben ist es doch meist so: Auf einmal geht alles ganz schnell und ganz plötzlich ist alles vorbei.
Nichts desto trotz ist auch das dritte Buch der Reihe um das Sonderdezernat Q absolut spannend und lesenwert. Ich vergebe 6 von 7 Buchpunkte – und der eine Punkt fehlt nur, weil der Anfang wieder etwas lang war und weil mir das Ende zu schnell kam. Ja, ich hätte gerne noch ein bisschen weitergelesen 😉

1 Kommentar

  1. Ich finds toll, wie dus beschrieben hast. Vor allem Morck und seine beiden/drei Kollegen. ;D Passt einfach!
    Und die Bücher sind echt alle drei total spannend, da lohnt es sich, wenn man die ersten (langweiligeren) Seiten übersteht.

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