Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Bücher

[Gelesen] Karen Rose – Todesschrei

»Schrei, so laut du kannst – keiner wird dich hören!«

Er hat eine Vorliebe für mittelalterliche Folterinstrumente. Für seine Kunst überschreitet er jede menschliche Grenze. Er lässt seine Opfer um ihr Leben schreien.
Doch dann heften sich Detective Vito Ciccotelli und Archäologin Sophie Johannsen an seine Fersen, und eine Jagd auf Leben und Tod beginnt …

Meine Meinung
Meine Mutter ist ein großer Fan von Karen Rose und dementsprechend finden sich auch fast alle ihrer Werke daheim in unserem Bücherregal. Karen Rose gilt als brillante Thrillerautorin und bringt einen Bestseller nach dem anderen auf den Markt. Ich hatte bisher erst einen, nämlich „Feuer“, gelesen und wollte dies nun mal ändern. Ob ich ebenfalls zu einem großen Karen Rose Fan werde, weiß ich aber noch nicht…

Eigentlich ist Todesschrei in jeder Hinsicht ein 08/15-Thriller, weswegen er mich auch nicht so ganz überzeugen konnte. Die Hauptfiguren sind leider sehr stereotyp und die Handlung ist es doch auch weitesgehend.
Detective Vito Ciccotelli hat natürlich ein hartes Schicksal hinter sich, von dem fast niemand weiß. Dafür ist er aber extrem gutaussehend, clever, italienisch, kinderlieb und selbstverständlich gut im Bett. Eine Macke hat er eigentlich nicht, außer natürlich seinen übergroßen Beschützerinstinkt und seinen Perfektionismus. Ein Cop wie er, im wahrsten Sinne, im Buche steht.
Die zweite Hauptperson ist Sophie Johansson, ebenfalls ein sehr klischeehafter und langweiliger Charakter. Sie ist natürlich wunderhübsch, aber ein bisschen verklemmt. Aber auch nur weil natürlich auch sie ein ganz schreckliches Schicksal hat und ach so sehr vom Leben gestraft ist. Sie ist super fürsorglich, kümmert sich um ihre Omi, ist gebildet und kennt sich in ihren Fachgebieten Archäologie und Geschichte perfekt aus. Sie hat natürlich Beziehungen zu den bekanntesten Menschen der Welt, denn zufällig war ihr Vater und sowieso der Rest ihrer Familie auch ziemlich berühmt.

Die Geschichte rund um den Mörder und seine Motive war ganz in Ordnung, für geübte Krimi- und Thrillerleser aber spätestens nach der Hälfte des Buches zu durchschauen. Insgesamt hat man es hier doch mit einer sehr brutalen Story zu tun, in der an jeder Ecke Menschen sterben. Das macht das ganze doch ziemlich unrealistisch. Dazu kommt, dass doch immer wieder glückliche oder unglückliche Zufälle helfen, die Story voran zu bringen, was das Buch auch nicht glaubhafter macht.

In der deutschen Übersetzung störten mich außerdem extrem viele Rechtschreibfehler: Buchstabendreher, vergessene Buchstaben oder zu viele Buchstaben, das darf meiner Meinung nicht passieren und vor allem nicht in so einer Menge, dass ich es nachher in einer Rezension erwähne. Das ist wirklich schade und ärgert mich.

Nichts desto trotz hat mir das Lesen irgendwie Spaß gemacht, und das obwohl ich so viel zu meckern habe. Ich hab mich darauf gefreut, weiter zu lesen. Vielleicht, weil Todesschrei einfach ein unkomplizierter Thriller ist, den man zwischendurch weglesen kann. Generell würde ich sagen, dass es ein guter Thriller ist für diejenigen, die nicht so häufig solche Bücher lesen; für geübtere Leser wird die Story wohl zu flach und durchschaubar bleiben, ganz zu schweigen von den Charakteren. Dafür vergebe ich mittelmäßige 6 Punkte.

1 Kommentar

  1. Also lese ich das Buch mal lieber nicht 😀
    Ich freu mich immer total, wenn ich einen Fehler in einem Buch entdecke, weil ich mich dann erhaben fühle über die dreitausend Korrekturleser … ja, kling eingebildet, aber ist nunmal so. Aber wenn es dir wirklich so krass aufgefallen ist, dann fände ich das wohl auhc nicht mehr witzig.

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