Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] Exodus: Götter und Könige

Worum geht’s?

[Spoiler für alle, die die Bibel nicht kennen] Moses und Ramses wuchsen wie Brüder als Söhne des ägyptischen Pharaos auf. Doch alles ändert sich, als herauskommt, dass Moses ein hebräisches Findelkind ist und somit dem Sklavenvolk angehört. Moses wird von Ramses ins Exil verbannt, wo er zu seinem Gott findet. Er will den Reichtum des Pharaonengeschlechts beenden, der auf der Ausbeutung seines Volkes beruht. Doch Ramses lässt sich erst durch die tödlichen Plagen Gottes überzeugen. Und so führt Moses ein ganzes Volk aus Ägypten – in eine ungewisse Zukunft.

Wer hat’s erfunden?
  • Die Bibel liefert hier die Drehbuchvorlage
  • Das richtige Drehbuch schrieben dann allerdings Adam Cooper und Bill Collage. Die machten vorher sowas wie „Aushilfsgangster“ und  „S.H.I.T. – Die Highschool GmbH“, weswegen wir froh sein können, dass Steven Zaillian ebenfalls zum Autorenteam gehörte. Er zeichnet sich verantwortlich für Gangs of New York, Schindlers Liste, Verblendung u.a. und brachte damit wohl ein wenig Erfahrung und Niveau in die ganze Sache.
  • Im Regiestuhl saß Ridley Scott, der Blade Runner, Alien und Gladiator gemacht hat und bei dem man sich ob der Qualität seiner Arbeit nie so ganz sicher sein kann.
Wer spielt mit?
  • Christian Bale (Er ist Batman)
  • Joel Edgerton (Luke Skywalkers Onkel und der Bruder von dem Stuntdouble für Obi-Wan)
  • Ben Kingsley (Gandhi. Vielleicht kennt ihr ihn aber eher als „Der Mandarin“ aus Iron Man 3)
  • Sigourney Weaver (Alien-Ikone)
  • Aaron Paul (Der Junkie aus Breaking Bad, Bitch!)
Was sagt Frau Margarete dazu?

Es fällt mir ein bisschen schwer, diesen Film zu bewerten, und das hat verschiedene Gründe. Zum einen sehen wir hier Christian Bale und Aaron Paul – bärtig zwar, aber doch attraktiv, was meine Meinung ja schon mal in höhere Punktegefilde abdriften lässt (Ja, so eine bin ich.)
Zweitens kennt man die Geschichte halt – bei mir konnte sowas wie „Spannung“ nicht aufkommen, schließlich weiß man (weiß ich) wie es ausgehen wird.
Und zu guter letzt wurde der „Zehn Gebote“-Schinken mit Charleton Heston in meinem Freundeskreis zu einer Art Klassiker, der Quelle für einige Insiderwitze ist – wie also eine Neuverfilmung ernst nehmen? Keine einfache Aufgabe also für „Exodus“ mich zu überzeugen. Aber er schaffte es – im Großen und Ganzen zumindest und soweit ich das beurteilen kann.

Tatsächlich ist Joel Edgertons Perfomance als Ramses hier die eindrucksvollste, wenngleich Christian Bale ebenfalls solide daher kommt. Ben Kingsley fällt ebenfalls positiv auf, der Rest des Casts bleibt eher im Hintergrund, muss sich dafür aber keineswegs schämen.

CGI ist in diesem Film so eine Sache… während man im einen Moment noch denkt „toll umgesetzt“, sitzt man im nächsten Moment doch kopfschüttelnd da und weiß nicht, warum da jetzt direkt fünfzehn Tornados im Hintergrund wüten müssen. Ließe sich aber auch auf den biblischen Epos oder so zurückführen. Da wird ja ohnehin gerne mal übertrieben, wir können also ein Auge zudrücken.

Das Tempo des Films überzeugt, es gab schnellere und ruhigere Szenen, die gut aufeinander abgestimmt waren. Die Länge von 150 Minuten habe ich dem Film nicht angemerkt.
Bleibt also zu sagen, dass mich „Exodus: Götter und Könige“ recht gut unterhalten hat, einen tollen Cast bietet und diese biblische Geschichte treffend inszeniert.

6/10 Punkte.

2 Kommentare

  1. „Das richtige Drehbuch schrieben dann allerdings Adam Cooper und Bill Collage. Die machten vorher sowas wie “Aushilfsgangster” und “S.H.I.T. – Die Highschool GmbH”, weswegen wir froh sein können, dass Steven Zaillian ebenfalls zum Autorenteam gehörte.“ Hahaha, ich musste lachen xD

    „Exodus“ hab ich mir ja gleich mal gespart. Mich hat das schon so uuuunfassbar aufgeregt, dass die für die Geschichte nur weiße Schauspieler verpflichtet haben, also ich meine, ich mag Christian Bale ja echt gern, aber der ist so der weißeste Schauspieler überhaupt und dann als Moses?! Ne -.- Außerdem mag ich Ridley Scott nicht und ich weiß nicht, ob ich mich da überhaupt auf die gute Action hätte einlassen können. Aber ich bin froh, dass er dir dann doch recht gut gefallen konnte! Vielleicht wird’s ja mal was auf DVD…

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