Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] Interstellar

„Mankind was born on earth, it was never meant to die here.“

In einigen Jahren wird die Welt nicht mehr so sein, wie wir sie heute kennen. Der technologische Fortschritt ist Vergangenheit, denn wegen Überpopulation muss der Fokus auf der Nahrungsmittelproduktion liegen. Naturkatastrophen wie Sandstürme machen das Leben zunehmend schwer auf unserem Heimatplaneten. Und so kommt es, dass sich der Farmer Cooper, der eigentlich Ingenieur bei der NASA war, auf eine Mission begibt, einen neuen Planeten für die Menschheit zu finden. Gemeinsam mit Amelia Brand und weiteren Kollegen bewegt er sich durch Raum und Zeit, während seine Familie auf der Erde zurückbleibt…

Meine Meinung

Regisseur Christopher Nolan gehört mittlerweile zu den ganz Großen in Hollywood und mit der Dark-Knight-Trilogie und anderen Werken wie Inception hat er bewiesen, dass er ein Mann für große Bilder und erstklassige Inszenierungen ist, dass aber auch die Story bei ihm stimmt. Und auch Interstellar bildet da keine Ausnahme.

Zunächst mal ist dieser Film bis in die letzte Nebenrolle perfekt besetzt. Matthew McConaughey hat eindeutig zu viele Jahre seines Lebens an RomComs verschwendet, dieser Mann gehört in genau solche Filme. Er besitzt eine unglaubliche Präsenz und trägt den Film mit seiner schauspielerischen Leistung über weite Strecken. Neben ihm sehen wir Anne Hathaway, die ja sowieso meine liebste weibliche Schauspielerin ist und der Grund war, warum ich diesen Film sehen wollte. Tatsächlich ist sie der ruhige, unauffällige Part neben McConaughey, was ihre Leistung aber nicht schmälern soll.
Wir sehen außerdem Michael Caine, Casey Affleck, Mackenzie Foy, Jessica Chastain und Matt Damon, die wie für ihre Rollen gemacht scheinen.

Erzählerisch ist Interstellar sehr vielseitig. Wir haben auf der einen Seite die technisch-physikalischen Elemente, die uns versuchen, den Weltraum und die Dimensionen zu erklären. Ich habe überhaupt keine Ahnung von sowas, fand es aber anschaulich erklärt und verständlich. Außerdem bietet die Story Spannung und Action – was zu erwarten ist, bei einem Weltraumepos. Und nicht zuletzt ist der Film unglaublich emotional, ich habe tatsächlich einige Tränen vergossen. Dabei verzichtet Nolan in seiner Inszenierung aber auf Kitsch und Klischees, sondern stellt die emotionale Belastung für die Reisenden und ihre Familien realitätsnah in den Fokus.

Alles in allem ist Interstellar wohl mein cineastisches Highlight des Jahres. Die 160 Minuten Laufzeit merkt man dem Film nicht an, er vergeht – im wahrsten Sinne – wie im Flug, überzeugt durch starke Darsteller, eine spannende Story und tiefgehende Emotionen. 9 Punkte.

3 Kommentare

  1. Du hast es ja schon bei mir geschrieben und wir haben ja auf FB bereits ausführlich drüber diskutiert: Wir sind da mal wieder voll einer Meinung! [Und haben auf Moviepilot jetzt 71% :D]

    Insbesondere, dass Nolan zwar ein bisschen pathetisch, aber nie kitschig wird, hat mir auch total gefallen!

  2. Grüß Dich, Katie.
    Bei aller Aktualität der Gravitationstheorien, erscheint mir der Plan einer Untergrund-NASA, Zuflucht für die Menscheit in der Nähe eines Schwarzen Lochs zu suchen, doch abenteuerlich. Solange man/frau nicht tausende von Lichtjahren zwischen sich und dem Teil gebracht hätte, wäre die Aktion zum scheitern verurteilt.

    bonté

  3. Ich war von Interstellar positiv überrascht! Hatte im Vorfeld nichts darüber gelesen und als mein Freund die Kinokarten besorgte, meinte er auch nur etwas von „halt ein Weltraumfilm“. Und was erwartet man da klassischerweise? Raumschiffe, Aliens und menschliches Versagen (und natürlich laute Explosionen im Weltall *ahem*). Interstellar entpuppte sich dann als wohltuend anders… ich denke, dass ich mir den Film auch durchaus noch ein zweites Mal ansehen werde.

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