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[Kino] The Jungle Book

Der kleine Menschenjunge Mogli wächst im Dschungel auf und wird von Wölfen großgezogen. Doch das sehen nicht alle tierischen Bewohner gerne: der Tiger Shir Khan verachtet die Menschen und droht damit, Mogli zu töten, sollte der Junge nicht bald aus dem Dschungel verschwunden sein. Um sein Rudel zu schützen, beschließt Mogli, fortzugehen und im Menschendorf zu leben. Sein Freund Baghira, der Panther, begleitet ihn auf seinem Weg. Doch die beiden werden getrennt und so irrt Mogli alleine durch den Dschungel, wo er nicht nur auf Elefantenherden und die Schlange Kaa trifft, sondern auch auf den Affenkönig Louie den Bären Balu. Mogli möchte den Dschungel nicht verlassen, aber Shir Khan ist noch immer hinter ihm her…



Originaltitel: The Jungle Book
Kinostart DE: 14.04.2016
FSK: 6
Laufzeit: 111 Minuten
Produktion: Walt Disney Pictures
IMDB-Wertung: 7,9/10 (Stand: 10.05.2016)

Regie: Jon Favreau

Darsteller/Synchronisation: Neel Sethi, Idris Elba, Ben Kingsley, Scarlett Johnasson, Bill Murray, Christopher Walken, Lupita Nyong’o uvm.


 Jon Favreaus Film orientiert sich viel deutlicher an den literarischen Vorlagen von Rudyard Kipling als der bekannte Zeichentrickfilm. Dadurch erhält The Jungle Book eine dunklere und realistischere Atmosphäre. Ob der Film tatsächlich auch für kleine Kinder geeignet ist, müssen die Eltern entscheiden – ich fand ihn an einigen Stellen doch recht düster. Mir jedoch hat dieser neue Look vom Dschungelbuch gefallen. Der Regisseur erzählt Moglis Abenteuer auf eine neue, spannende Weise und schafft damit einen Film, der gut neben dem Zeichentrickspaß bestehen kann. Ich empfehle den Film gerne weiter und vergebe 7.5/10 Punkte.


Die inspirierende Geschichte um den kleinen Mogli wird in die (mehr oder weniger) reale Welt verlagert und von Regisseur Jon Favreau neu interpretiert. Im Grunde bleibt die Geschichte aber die, die wir kennen: Der Tiger Shir Khan will Mogli, der bei den Wölfen aufgewachsen ist, töten. Deswegen beschließt Mogli, den Dschungel zu verlassen, obwohl er viel lieber seiner tierischen Familie bleiben würde.

Neel Sethi, der den Mogli spielt, ist hier der einzige menschliche Darsteller (neben Moglis Vater, dessen Rolle aber nicht umfangreich ist). Von Idris Elba, Ben Kingsley, Bill Murray, Scarlett Johansson usw. hören wir nur die Stimmen (im Deutschen: Armin Rohde, Heike Makatsch, Jessica Schwarz etc.). Neel Sethi macht seine Sache okay und ich möchte da mit einem 13jährigen auch gar nicht zu hart ins Gericht gehen – außerdem musste er lediglich mit Puppen vor einem Blue Screen agieren, das dürfte nicht so einfach gewesen sein.
Der Fokus liegt sicher auf der Animation der Tiere und des Dschungels, von der ich zwar eine hohe Qualität erwartet habe, aber dennoch noch einmal positiv überrascht wurde – im Prinzip ist wirklich alles, außer Mogli, in diesem Film animiert und das ist wirklich eine herausragende Leistung und ein Beispiel, was Filme in der Zukunft werden leisten können.

Das tolle Setting des Films wird unterstützt durch einen herausragenden Soundtrack. Insbesondere „Mowgli and the Pit“ hat mich sehr beeindruckt und tatsächlich höre ich den Soundtrack mittlerweile sehr gerne zB zum Schreiben – und es kommt nicht so häufig vor, dass ich in meiner Freizeit Soundtracks höre. Für die Musik des Films war John Debney verantwortlich. Songs wie „The Bare Necessities“ („Probiers mal mit Gemütlichkeit“) wurden auch in den neuen Film übernommen und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.

Das Thema des Films ist spannend und inspirierend. Es geht um die alte und doch immer noch oder immer wieder aktuelle Frage, wo man hingehört und was man als Heimat bezeichnet. Mogli als Mensch soll sich an die Gesetze des Dschungels halten und sich mehr wie ein Wolf verhalten, gleichzeitig steckt aber viel mehr in ihm. Er ist anders als diejenigen, unter denen er aufgewachsen ist, und Shir Khan fürchtet ihn, weil er schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, vollkommen gleichgültig, dass Mogli mit diesen Erfahrungen nichts zu tun hatte. Diese Geschichte, übers Dazugehören, über Werte und die Suche nach Heimat, erzählt dieser neue Jungle Book Film deutlich besser als der Zeichentrickklassiker.

Jon Favreaus Film orientiert sich viel deutlicher an den literarischen Vorlagen von Rudyard Kipling als der bekannte Zeichentrickfilm. Dadurch erhält The Jungle Book eine dunklere und realistischere Atmosphäre. Ob der Film tatsächlich auch für kleine Kinder geeignet ist, müssen die Eltern entscheiden – ich fand ihn an einigen Stellen doch recht düster. Mir jedoch hat dieser neue Look vom Dschungelbuch gefallen. Der Regisseur erzählt Moglis Abenteuer auf eine neue, spannende Weise und schafft damit einen Film, der gut neben dem Zeichentrickspaß bestehen kann. Ich empfehle den Film gerne weiter und vergebe 7.5/10 Punkte.

4 Kommentare

  1. Wie cool, den Film habe ich gerade gestern im Kino gesehen 🙂
    Ich fand ihn absolut gelungen! Irgendwie mochte ich ihn sogar noch ein bisschen mehr als die Disney-Zeichentrickversion. Meine Sorge, die Tiere könnten mit ihren Menschenstimmen künstlich wirken, war zum Glück unbegründet.
    Für Kinder finde ich ihn zu düster. Gerade Shire Khan greift teilweise doch sehr überraschend an… Hätte mich als Kind wohl ziemlich erschreckt ^^
    Der Soundtrack gefiel mir auch gut. Werde ich sicher auch mal beim Schreiben hören 😉

  2. Man, hat das gedauert bis ich verstanden habe, dass die Reiter nur den ersten Absatz veraendern.. ^^‘

    Ich fand den Film aber auch ziemlich cool. Unterscheidet sich zum Glueck genug vom 67er hat daher auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung. 🙂

  3. Ich hab den Film noch nicht gesehen und es hat auch eine Weile gedauert, bis ich mich mit dem Trailer anfreunden konnte – jetzt will ich ihn aber ganz gern sehen und deine Rezension hat da nochmal einen drauf gelegt!

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