Frau Margarete

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Man Crush Monday: Jake Gyllenhaal

Wer meinen Blog schon länger liest oder mir sonst irgendwo folgt, der weiß: Ich habe gerne mal einen Crush. Schauspieler, Sänger, Sportler – ich kann ein sehr leidenschaftlicher (mancher würde vielleicht sagen: übertriebener) Fan sein. Und ich finde das gut, denn es macht Spaß. Um dieser Leidenschaft zu frönen, werde ich ab jetzt meine Crushs in unregelmäßigen Abständen hier vorstellen.


Jake Gyllenhaal ist derzeit wohl nicht nur einer der gefragtesten Schauspieler in Hollywood, sondern auch einer der talentiertesten Charakterdarsteller seiner Generation. Mit „Souhtpaw“ und „Everest“ laufen aktuell zwei seiner Filme in den deutschen Kinos. Grund genug, sich diesen Mann mal genauer anzusehen.

Wo kommt Jake Gyllenhaal her?

Geboren wurde Jake Gyllenhaal im Dezember 1980. Er stammt aus einer kreativen Familie und wuchs förmlich in das Filmgeschäft hinein. Sein Vater ist Regisseur, seine Mutter eine oscarnominierte Drehbuchautorin und Produzentin. Jakes Schwester ist die Schauspielerin Maggie Gyllenhaal, die aus Filmen wie White House Down oder The Dark Knight bekannt ist.

Jake Gyllenhaal beschrieb sein Zuhause als Zirkus, in dem Schauspieler und Autoren ein- und ausgingen. Im Zimmer über der Garage der Familie Gyllenhaal wohnten zeitweise zum Beispiel der junge Steven Soderbergh oder Ethan Hawke.

Junge Jahre – Zwischen Schule und Schauspiel

Bereits mit 11 Jahren gab Jake Gyllenhaal sein Leinwanddebüt. Im Film ‚City Slickers‚ spielte er Billy Crystals Sohn. Jakes Eltern erlaubten ihm zwar, zu Castings und Auditions zu gehen, bestanden aber darauf, dass er die Schule beendete. Deswegen konnte er eine ihm angebotene Rolle in ‚Mighty Ducks – Das Superteam‚ nicht antreten. Trotzdem übte Jakes Vater immer wieder mit ihm Szenen und Texte und brachte seinem Sohn damit das Schauspielern bei.

Nach der High School schrieb sich Jake an der Columbia University ein, weil diese Uni keinen Schauspielbereich hatte und er sich vollkommen auf die akademische Ausbildung konzentrieren wollte. Insbesondere war er an Religion bzw. Buddhismus interessiert und ist es noch immer. Zwei Jahre lang ging er zur Universität, bevor er das Studium abbrach und sich nach ‚October Sky‚ ganz auf seine Schauspielkarriere konzentrierte.

Das msyteriöse Teenagerdrama ‚Donnie Darko‚ wurde im Nachhinein zum Kultfilm und brachte Jake Gyllenhaal größere Aufmerksamkeit ein. Er selbst sagte in The Actors Studio in liebevoller Weise über den verwirrenden Film: „If anyone can tell what it is about, I would love to understand.“ In ‚Donnie Darko‘ spielten Maggie und Jake auch ein Geschwisterpaar. Jake bezeichnet die Zusammenarbeit mit seiner Schwester als anstrengend, auch wenn seine Schwester wohl der Grund ist, warum er Schauspieler geworden ist. Er sagt, es ist ihm egal, wie viele Awards oder Preise er gewinnt, viel wichtiger ist ihm die Meinung seiner Schwester, die er persönlich und beruflich verehrt.

Erfolgsschritte: Jarhead und Brokeback Mountain

In ‚Jarhead‚ spielte Jake Gyllenhaal den Soldaten Anthony Swofford. Diese Geschichte basiert auf wahren Geschehnissen während des Zweiten Golfkriegs und zeigt vor allem die psychische Belastung der Situation auf die Soldaten.

Der endgültige Durchbruch gelang Jake Gyllenhaal aber mit seiner Rolle des Jack Twist im Drama ‚Brokeback Mountain‚. An seiner Seite spielte Heath Ledger, der 2008 im Alter von nur 28 Jahren verstarb. Die beiden spielten im Film ein schwules Pärchen, das sich nur heimlich lieben konnte. Für Jake Gyllenhaal war die Schwierigkeit bei den Dreharbeiten nicht, Kuss- oder Sexszenen mit einem anderen Mann zu spielen, sondern den Zuschauer die nötige Intimität spüren zu lassen – so wie bei jeder anderen Liebesszene auch. Dass es nach dem Film Spekulationen über Jakes und Heaths sexuelle Orientierung gab, fasst er als Kompliment auf, da die beiden scheinbar überzeugend gespielt haben. Während dem Film entwickelte sich eine gute Freundschaft zwischen Jake und Heath, Jake ist sogar Patenonkel von Heath Ledgers und Michelle Williams Tochter. Ledgers Tod hat Jake Gyllenhaal schwer getroffen und er sagt, dass für ihn ein Familienmitglied gestorben ist.

I think that the story is what it is to anybody who loves it, you know. I think that it is a gay love story. I think that it also is a story about two very lonely people. Two people, desperate to be love and to love, in a place where it is impossible to find that anywhere. – Jake Gyllenhaal in Inside the Actors Studio

Body Transformation

Für den Thriller ‚Nightcrawler‚ nahm Jake Gyllenhaal knapp 13 Kilo ab und schlüpfte in die Rolle eines skrupellosen, pedantischen Kameramanns. Gyllenhaal sagt, sein Charakter Lou sei zwar seltsam, aber es sei eine Erfolgsgeschichte, in der sich viele Menschen wiederfinden könnten. Er lobte vor allem das brilliante Drehbuch des Films.

Nach Nightcrawler musste Jake Gyllenhaal sich für ‚Southpaw‚ wieder in Form bringen. Er hatte vorher noch nie geboxt und trainierte über 6 Monate lang zum Teil zwei Mal am Tag. Und obwohl der Boxsport im Vordergrund steht, vor allem beim Marketing des Films, betont Gyllenhaal, dass es in erster Linie um die Beziehung zwischen Billy Hope und seiner Tochter geht.

Der Blockbuster ‚Everest‚ basiert auf wahren Begebenheiten. Jake Gyllenhaal spielt den Bergsteiger Scott Fisher, der Anfang der 90er Jahre mit seinem Unternehmen Mountain Madness geführte Touren auf den Mount Everest anbot. Für diese Rolle musste er zwar nicht wieder zu- oder abnehmen, ließ sich aber einen zotteligen Bart und lange Haare wachsen. Für Gyllenhaal wird der Film vor allem durch die menschlichen Entscheidungen interessant, die gefällt werden müssen, und aufgrund der verschiedenen Techniken, die in einer Notsituation zusammen arbeiten müssen.

Anfang 2015 gab Gyllenhaal außerdem sei Debüt am Broadway. Hier spielte er im Manhatten Theatre Club gemeinsam mit Ruth Wilson im Stück „Constellations“.

Liebesleben

In einem Radiointerview sagte Jake Gyllenhaal, dass er bisher zwei Mal in seinem Leben verliebt war. Wem diese Liebe galt, ist nicht schwer zu erraten. Er war 2 Jahre lang mit Kirsten Dunst liiert (2002-2004) und drei Jahre lang mit Reese Witherspoon (2007-2009). Für Furore sorgte außerdem seine kurze Liaison mit Popsängerin Taylor Swift. Es wird gemunkelt, dass diverse Songs von Taylors „Red“ Album von Jake handeln, unter anderem „The Moment I knew“ und „All too well“.

Ich gestehe, dass ich Jake Gyllenhaal früher überhaupt nicht mochte. Irgendwie sah er immer komisch aus und tja, nun, was soll ich sagen, der erste Eindruck zählt und bei Schauspielern kann ich schon ganz schön oberflächlich sein. Aber um jemanden wie Jake kommt man einfach nicht drumherum. Zum ersten Mal mochte ich ihn dann in Love and other drugs richtig gerne, danach war er auch in Prisoners richtig stark und schlussendlich konnte er mich in End of Watch richtig von sich überzeugen. Seit Southpaw ist es dann vollends um mich geschehen.

Wie konnte ich nur jemals denken, dass Jake Gyllenhaal komisch aussieht? Okay… er ist vielleicht nicht der klassische Schönling, muss er ja auch gar nicht sein, denn er hat so eine enorme Ausstrahlung und er ist so unfassbar sympathisch und lustig, dass ich nicht mehr verstehen kann, wie man ihn nicht mögen kann. Absolutes Heiratsmaterial 😉 Schade nur, dass er laut eigener Aussage Angst vor der Ehe hat. Hach, Jake, das ist doch nur, weil wir uns noch nicht getroffen haben…

Meine Bewertungen zu Jake Gyllenhaals Filmen:
  • Prisoners 9.0 Punkte
  • Southpaw 9.0 Punkte
  • Love and other drugs 8.5 Punkte
  • Nightcrawler 8.0 Punkte
  • End of Watch 7.5 Punkte
  • Everest 7.5 Punkte
  • Enemy 7.5 Punkte
  • Brokeback Mountain 7.5 Punkte
  • Jarhead 5.5 Punkte
  • Source Code 5.0 Punkte

Was denkt ihr über Jake Gyllenhaal? Welche seiner Filme kennt ihr? Was sind eure Lieblingsfilme mit ihm? Oder könnt ihr ihn vielleicht so gar nicht leiden?

10 Kommentare

  1. Hallöchen Margarete,
    Herr Gyllenhaal ist jemand, der mir lange Zeit nicht aufgefallen ist, dann endlich mal im Film „Zodiac“. Ein ganz toller Schauspieler, auch wenn optisch vielleicht mein Typ. Er sucht sich seine Rollen schon gut aus und lässt sich nicht festlegen. Das finde ich gut! 🙂
    Liebe Grüße, Melli

  2. Ich kenne diese leicht obsessive Verehrung. Bei mir waren es ein paar Schauspielerinnen und Musikerinnen. Zuletzt etwa Taylor Swift. Meist hört das auf, wenn sie zu oft in den Medien sind oder schlechte Arbeiten abliefern (Zooey Deschanel, Katie Holmes).

    Donnie Darko fand ich immer absolut logisch. Kleines philosophisches Experiment auf Grundlage des Möbiusbandes, das Zeit nicht als einspurige Gerade begreift.

        1. Okay, ich hoffe du nimmst mir die Bemerkung nicht übel 😉 Ich mag Taylor Swift leider nicht. Aber ich könne dir den Crush, weil ich einfach weiß wie viel Spaß das macht 🙂

          1. Nee, keine Sorge. Als Ex von JG musst du sie ja zwangsläufig nicht mögen.

            War immer auf meinem Schirm, aber als ich die CMA Version von Red mit Alison Kraus und Vincent Gill gehört habe … sie sollte wirklich wieder Country machen.

  3. Ich hab ja auf Facebook schon geschrieben, dass ich Prisoners und Donnie Darko mit Abstand am besten finde. Aber durch deinen Post und die Kommentare auf FB ist mir klar geworden, wie viele Gute Filme der Mann eigentlich gemacht hat. Er kommt natürlich nicht an einen Leonardo DiCaprio heran (Das kommt niemand) aber er sucht sich fast genau so gut seine Rollen aus!

  4. Jake Gyllenhaal ist ohne Zweifel ein sehr guter Schauspieler, auch wenn er nicht zu den Schönlingen Hollywoods gehört. Dafür spielt er immer gute Rollen und bringt diese auch so rüber, dass man die Rollen mag.
    Ein Film, den ich sehr mit ihm mag, der in deiner Liste leider nicht auftaucht, ist Bubble Boy. Das war in seinen „jungen“ Jahren am Anfang seiner Karriere. Wenn du Gelegenheit findest, schau ihn dir unbedingt an 😉

    1. Vielen Dank. Den Film gibt es zum Ausleihen bei Lovefilm, habe ihn schon hinzugefügt und werde da wohl noch eine ganze Weile mit Gyllenhaal Filmen beschäftigt sein 😉 Auch nicht das schlechteste…!

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