Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Allgemein Alltag

Mein verstörendes Traumtagebuch (mit Joseph Gordon-Levitt, toten Kindern und einem Lamborghini)

Ich hatte es ja schon mal erwähnt: ich träume sehr häufig und sehr lebhaft und kann mich fast jeden Morgen an meine Träume erinnern. In unregelmäßigen Abständen möchte ich meine Träume hier in einer Art Traumtagebuch festhalten. Ein wenig schlummert in mir die Hoffnung, dass das mal ein Psychologe liest und mir erklärt, was es damit auf sich hat…

Die folgenden vier Träume träumte ich übrigens alle innerhalb einer Woche.

Traum #1: Tote Kinder (Montag)

Ich erinnere mich nicht mehr an allzu viel von diesem Traum, nur, dass ich in einem echt bizarren Dilemma steckte. Und zwar hatte ich zwei (fremde) Frauen dabei überrumpelt, wie sie die Leichen zweier Kinder aus einer Wohnung schaffen wollten. Es war offensichtlich, dass die beiden Frauen die Kinder getötet hatten. Die Kinder waren nicht verwundet oder verstümmelt, sie waren erstickt worden. Das eine Kind war noch ein Baby, das andere vielleicht drei Jahre alt. Sie lagen ganz reglos in ihren Betten.

Nun war es so, dass ich also in diese Szenerie hereingeplatzt war. Die Mörderinnen wollten mich nicht ermorden, im Gegenteil, war mein Gespräch mit ihnen im Traum überaus freundlich. Wie man halt so spricht mit Kindsmörderinnen. Jedenfalls steckte ich nun in dem Dilemma, dass ich kein Telefon dabei hatte, ich hätte die Wohnung also verlassen müssen, um die Polizei zu rufen. Dann jedoch wären die Mörderinnen mit den Kindern verschwunden und niemand hätte mir geglaubt. Wenn ich in der Wohnung geblieben wäre, hätte das aber auch niemandem was gebracht, weil dann erst recht niemand von der Tat erfahren hätte. Doof, ne?

Ich bin aufgewacht, bevor ich eine Lösung finden konnte.

Traum #2: Der Mann, der von der Leiter fiel (Dienstag)

Dieser Traum fing damit an, dass ich in einer mir unbekannten Wohnung war, die im Traum aber offensichtlich meine Wohnung war. Ich sprach am Telefon mit meinem Freund, während ich die ganze Zeit irgendwelche Insekten, Käfer, Motten etc in der Wohnung entdeckte. Noch während ich telefonierte, verscheuchte ich die doofen Viecher. Ich weiß noch, dass ich meinen Freund fragte, wann er nach hause käme, an mehr von dem Gespräch kann ich mich nicht erinnern.

Dann wandte ich mich (mit dem Telefon) vom Wohnzimmer dem Esszimmer zu, das einen Balkon hatte. Auf diesem Balkon waren gerade Handwerker beschäftigt, von denen ich zwei Männer auch im realen Leben kenne (die aber keine Handwerker sind). Ein (fremder) Mann kletterte auf eine Leiter, um einen Balken vom Dach über dem Balkon abzusägen. Es kam, wie es kommen musste, und der Mann stürzte rückwärts von der Leiter und offensichtlich vom Balkon in die Tiefe.

Ich hatte noch immer meinen Freund am Telefon, der aber gerade zur Haustür reinkam, also legte ich auf. Ich lief ihm panisch entgegen und schrie immer wieder, dass gerade ein Mann vom Balkon gefallen sei. Mein Freund war offensichtlich verwirrt, während ich schon wieder zurück in das Esszimmer lief, obwohl ich eigentlich gar nicht sehen wollte, was da draußen passiert war. Aber dann: Welch ein Glück, dachte ich, der Mann war gar nicht in die Tiefe gestürzt, sondern noch auf dem Balkon gelandet. Doch es wäre natürlich nicht mein Traum, wenn da nicht noch ein Plot Turn käme: Der Mann war zwar nicht tief gefallen, sondern auf dem Balkon gelandet, hatte sich dabei aber eine Holzlatte durchs Herz gerammt und war trotzdem tot.

Ich erwachte nicht mit der allerbesten Laune.

Traum #3: Blöde Kuh (Samstag)

Dieser Traum begann damit, dass ich auf einem ländlichen Feldweg spazieren ging. Ringsherum waren Felder und Wiesen und eine Menge Kühe. Ich war jedoch nicht besonders gut gelaunt, denn ich hatte mich soeben mit meinem Freund gestritten, der in diesem Traum aber nicht mein Real-Life-Freund war. Dieser Traumfreund hatte mich nämlich eine „blöde Kuh“ genannt. Woah. Da muss man erst mal einen Spaziergang machen.

Leider wurde ich auch in diesem Traum nicht von der proletenhaften Dorfjugend verschont, die meinten, wenn man mich schon „blöde Kuh“ nennt (woher wussten die das überhaupt?), dann sollte ich auch wie eine Kuh aussehen und riechen. Sie bewarfen mich daher mit Kuhmist. Nein, das war nicht schön.

Stinkend und mit Kuhmist übersät ging ich also zurück zum Haus meines Freundes. Er war jedoch nicht zuhause, sondern nur seine Mutter und seine Schwester. Sie sagten, er wäre losgegangen, um mich zu suchen und sich zu entschuldigen. Obwohl ich mit Kuhmist gesprenkelt war, nahmen sie mich auf und ich durfte meine Sachen wechseln und mich duschen.

Wenig später saß ich im Zimmer meines Freundes vor dem PC und surfte so vor mich hin. Dann betrat dieser ominöse Freund das Zimmer und es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Joseph Gordon-Levitt handelte. Er entschuldigte sich sehr einfühlsam bei mir und machte mir daraufhin einen Heiratsantrag. Den habe ich natürlich angenommen, I mean, please, it’s Joseph Gordon-Levitt!

Traum #4: Lamborghinis und Drehorgel-Klaviere (Samstag)

Okay, dieser Traum war ziemlich wirr und trug sich direkt nach dem Kuhmist-JGL-Traum zu ^^ Dieses Mal war nicht Joseph mein Objekt der Begierde, sondern der Seriencharakter Ian Gallagher aus Shameless. Vielleicht sollte ich wirklich nicht mehr so viele Filme und Serien gucken…

Wie dem auch sei – Ian Gallagher ist in der Serie und auch in meinem Traum nicht an Frauen interessiert. Anders als in der Serie, war er in meinem Traum allerdings ein Rennfahrer oder sowas, weswegen wir uns auch auf einer Ausstellung für Rennwagen befanden. Mir wurde irgendeiner Ingenieur-Chef-Typ vorgestellt, der mich durch die Ausstellung führte.

Bei diesem Rundgang durfte ich dann in einen Lamborghini einsteigen und mal testen, wie sich das so anfühlt. In meinem echten Leben habe ich noch nie in so einem Auto gesessen, aber in meinem Traum war das schon ziemlich cool und ich würde meinen, recht nah an der Realität 😉 Sehr tief, aber sehr bequem.

Nun, aus mir nicht näher bekannten Gründen stand inmitten dieser Ausstellung auch ein komisches Klavier, das nur fünf komische Tasten hatte, die komische Geräusche machten. Beim Spielen klang es eher wie eine Drehorgel. Da ich dieses Instrument in meinem Traum offensichtlich erfunden hatte, war es dann auch nicht verwunderlich, dass ich es perfekt beherrschte und erst mal eine Runde darauf spielte.

Der Traum endete damit, dass ich durch irgendein Haus lief und am Ende auf einem Sofa saß. Kann man mal machen.

Und was habt ihr diese Woche so in euren Träumen erlebt? Träumt ihr auch so bescheuerte Sachen?

7 Kommentare

  1. Huhu,

    ooooooh ja ich träume auch oft ziemlich bescheuerte Sachen.
    Ich glaub mein Highlight war eine Medikamenten-abhängige, sprechende Katze, die im Kampf ein Ohr verloren hatte, das dann nach hinten geflogen und auf ihrem Rücken wieder angewachsen war. Und ja es funktionierte noch – also das Ohr. Die Katze war dann plötzlich auf Turkey und hat gesagt wir (es waren noch andere anwesend) sollen sie einfach sterben lassen… Und das ist nur ein Ausschnitt aus dem Traum O.o

    Liebe Grüße
    Marina
    aka DarkFairy

  2. Was für geile Träume du hast! 😀
    Und ich dachte immer, ich sei nur so komisch 😛
    Ich finde, du solltest ein Buch mit deinen Träumen herausbringen. Ich find das total spannend zu lesen 🙂 Ist echt Wahnsinn, was man im Unterbewusstsein alles verarbeitet und wie sich das in den Träumen äußert!

    In letzter Zeit habe ich seltsamerweise immer den gleichen Traum. Würd mich auch mal interessieren, was der zu bedeuten hat: Ich bin meistens mit zwei Personen unterwegs. Das können welche aus der Familie sein oder auch völlig Fremde. Wir sind immer auf der Flucht. Vor was weiß ich nicht, aber wir werden immer gejagt von einer ganzen Gruppe. Wenn die uns dann erwischen müssen wir uns immer verteidigen, zum Teil auch ziemlich brutal und handgreiflich. Das heißt, ich prügel dann auch richtig auf die ein, wie im besten Actionfilm. Wenn wir uns immer etwas Luft verschafft haben, geht es wieder weiter auf die Flucht.
    Und der Traum wiederholt sich zurzeit ständig, nur die Personen und Orte ändern sich. Echt seltsam.
    Naja, und ansonsten träum ich in letzter Zeit auch ziemlich oft von Bodenbelägen, Einrichtungshäusern, Wände spachteln etc. 😀 Aber ist auch kein Wunder, wenn man nur noch das im Kopf hat^^ Oder ich repariere selbst im Traum noch PCs oder sitze bei der Arbeit, das krieg ich auch nicht mehr aus dem Kopf.

    Danke auch noch für deinen lieben Kommentar, hab mich sehr gefreut 🙂 Ja, jetzt geht’s echt total schnell! Und natürlich gibt’s dann auch mal noch Bilder vom fertigen Haus 🙂 Nächsten Mittwoch haben wir jetzt Hausübergabe, ab dann geht’s so richtig los mit der Arbeit. Aber ich freu mich ja schon drauf.

    Liebe Grüße,
    Lia

    1. Verfolgungsträume habe ich auch häufig, ich werde meistens von Löwen oder Tigern verfolgt. Ich glaube, die habe ich besonders häufig, wenn ich Stress oder Angst habe und mir tatsächlich „etwas im Nacken sitzt“. Könnte bei dir ja auch der Fall sein. Der Hausbau ist bestimmt sehr aufregend, aber ich könnte mir vorstellen, dass da auch viele Ängste im Unterbewusstsein schlummern, dass irgendwas schiefgeht oder so. (Wird es aber nicht! Hör auf das zu träumen! 😉 )

  3. 😀 Wie geil, fänd es auf jedenfall super wenn du deine Träume öfter mit uns teilst!
    Ich träum auch oft sehr wirr, kann mich aber meist nur kurz nach dem Aufwachen noch dran erinnern. Letztens hab ich aber geträumt, dass in Winterberg zu Halloween ein sogenanntes „Zombieskifahren“ angeboten wurde, wo man ganz normal die Abfahrten gefahren ist, hin und wieder aber Zombies auf die Piste getaumelt kamen die es zu umkurven galt 😀

  4. Oh Mann! Das kenne ich zu gut! Ich weiß auch immer noch, was ich geträumt habe. Manchmal ist es so durcheinander, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann 😉 Deine Träume sind auf jeden Fall ganz schön aufregend 🙂
    Vor ein paar Tagen hatte ich einen Traum, der gerade spannend wurde, als der Wecker klingelte. So eine Sauerei! Das versaut einem echt den Tag! Manchmal habe ich auch Träume, die regelmäßig wieder kommen. Oder wenn ich verreise, träume ich oft, dass ich es nicht rechtzeitig schaffe und einfach den Koffer nicht gepackt bekomme. Du wirst es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich mal Darth Vader im Traum verfolgt und dabei konnte ich fliegen *g*
    Liebe Grüße und aufregende Träume,
    Kirsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: