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Mozart in the Jungle: Serientipp

Mozart in the Jungle Amazon Original Series
Mozart in the Jungle (Amazon Original Series) © 2014 Amazon.com Inc. or its affiliates

Hailey lebt in New York und träumt davon, als Musikerin Karriere zu machen. Ihr Instrument ist die Oboe, auf der sie täglich stundenlang übt. Um sich über Wasser zu halten, gibt sie Unterricht, doch als der Dirigent des New Yorker Philharmoniker Orchesters ausgewechselt wird, könnte das ihre Chance sein. Denn der alternde Thomas Pembridge wird durch den neuen und exzentrischen Rodrigo de Souza ersetzt. Nicht jeder ist allerdings von dessen Stil begeistert.



Genre: Drama/Komödie
Laufzeit: 10 Folgen mit insgesamt rund 265 Minuten Spielzeit
Umfang: 1 Staffel / 2.Staffel ist bestellt
Produktion: Amazon Original Series
IMDB-Wertung: 8,2/10

Regie: Roman Coppola, Jason Schwartzman, Paul Weitz

Darsteller: Gael Garcia Bernal, Saffron Burrows, Lola Kirke, Malcolm McDowell u.a.


In seinem Erzählstil bringt Mozart in the Jungle sicher nicht viel Neues. Doch die Thematik um ein Orchester und die klassische Musik ist mir selbst so noch nicht begegnet und bietet Raum für neue, interessante Figuren. Die erste Staffel schafft es auch, interessantre Charaktere zu bieten, darf das in der Fortsetzung aber gerne noch vertiefen und ausbauen. Insgesamt ist Mozart in the Jungle aber unterhaltsam, kurzweilig und liebenswert. Ich habe die Serie innerhalb von 5 Tagen gesehen, was bei 10 Folgen sicher keine Meisterleistung ist, aber dennoch für den Unterhaltungswert der Sendung spricht. Von mir gibt es 7.0/10 Punkten.


Die Figuren und Charaktere

Im Mittelpunkt der Serie stehen ganz klar Oboistin Hailey sowie Stardirigent Rodrigo. Beide waren mir überaus sympathisch. Während Hailey eher eine ruhige Person ist, die zwischen Selbstbewusstsein und Verunsicherung schwankt, ist Rodrigo eine spontane, auffällige und zuweilen etwas verrückkte Person.

Ich konnte mich in vielen Situationen sehr gut in Hailey (Lola Kirke) hinein versetzen und konnte ihre inneren Konflikte gut nachvollziehen. Obwohl sie mir sympathisch war, fehlte der Figur doch vielleicht noch ein Fünkchen Pepp, sie wirkte ein wenig wie die „graue Maus“, aber da hoffe ich auf die zweite Staffel, die den Charakter vielleicht noch interessanter machen könnte.

Rodrigo (Gael Garcia Bernal), der zwar laut und exzentrisch ist, ist dennoch genauso verunsichert und verwirrt in seinem Inneren. Die Serie stellt das recht gut dar, wodurch der Star der Handlung durchaus menschlich wird. Mit seinen unorthodoxen Methoden und seinen skurrilen Ideen sorgt Rodrigo auf jeden Fall auch für einige Schmunzler und Lacher.

Doch auch Nebenfiguren sind toll anzusehen. Eine wichtige Rolle nimmt auch die Geschichte um Cynthia Taylor (Saffron Burrows) ein, die sich etwas neben der Story um Hailey und Rodrigo bewegt. Gut eingeflochten in das Gesamtbild sind Nebencharaktere wie Lizzie (Hannah Dunne), Alex (Peter Vack) und natürlich der vormalige Dirigent Thomas (Malcolm McDowell).

Erfolg, Karriere, Scheitern

In der Serie geht es um Themen wie Erfolg und Karriere und wie sehr man dafür arbeiten muss, aber gleichzeitig geht es auch um die Problematiken, die entstehen, wenn jemand Neues in ein altes System Veränderungen hineinbringen will. Und es geht um die Frage, wann man die Sache einfach gut sein lassen sollte und sich weitere Bemühungen sparen kann. Verschiedene Motive spiegeln sich sowohl auf der individuellen als auch auf der größeren Ebene ab.

Hailey ist getrieben von ihrem Wunsch, Oboistin zu werden, den sie seit Kindheitstagen hat – was, wenn dieser Wunsch nun nicht in Erfüllung geht? Wofür hat sie dann die ganzen letzten Jahre gearbeitet und gelebt? Auf der anderen Seite steht Rodrigo, der schon vom Erfolg verwöhnt wurde und nun trotzdem an seiner neuen Aufgabe unter dem großen Druck und an seinen eigenen Ansprüchen zu zerbrechen droht. Wir haben es mit Thomas zu tun, der nicht akzeptieren kann oder will, dass er nicht mehr gebraucht wird, dass seine Zeit vorüber ist und der darüber in eine Krise gerät. Und gleichzeitig begleiten wir das Orchester als ganzes, das vor den neuen Herausforderungen steht, sich an einen neuen Dirigenten gewöhnen und eine neue Ebene erreichen muss.

Fazit zu Mozart in the Jungle

In seinem Erzählstil bringt Mozart in the Jungle sicher nicht viel Neues. Doch die Thematik um ein Orchester und die klassische Musik ist mir selbst so noch nicht begegnet und bietet Raum für neue, interessante Figuren. Die erste Staffel schafft es auch, interessantre Charaktere zu bieten, darf das in der Fortsetzung aber gerne noch vertiefen und ausbauen. Insgesamt ist Mozart in the Jungle aber unterhaltsam, kurzweilig und liebenswert. Ich habe die Serie innerhalb von 5 Tagen gesehen, was bei 10 Folgen sicher keine Meisterleistung ist, aber dennoch für den Unterhaltungswert der Sendung spricht. Von mir gibt es 7.0/10 Punkten.


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7 Kommentare

  1. Hey, es hat noch jemand außer mir diese Serie gesehen! 🙂 Mein Freund hatte sie entdeckt, als wir Amazon Prime-Kunde wurden (damals nur in engl. OV zu sehen), und wir fanden sie beide auch recht unterhaltsam. Ich glaube, ich würde auch 7 von 10 geben (meistens bewerte ich Serien nicht), sehe es ähnlich, dass die Erzählweise (und Optik) nicht wirklich neu ist, aber auch mir gefiel es, dass man mal einen Blick in die Welt der klassischen Musik bekommt. Sicher ist die Exzentrik mancher Figuren etwas übertrieben, aber andererseits sind ja gerade Dirigenten schon oft sehr eigen. Ich habe schon ein paar „am eigenen Leib“ erlebt (im Laien-Chor, der aber im professionellen Rahmen auftrat, mit Profi-Dirigenten), die waren zwar nicht SO exzentrisch wie die beiden Dirigenten hier, aber starke Persönlichkeiten waren sie alle. Müssen sie ja auch sein!

  2. Wie schön, dass du diese Serie vorstellst – die will ich nämlich auch schon seit Längerem sehen. Schon allein wegen Gael, den mag ich so gerne 😉

    Da passt es sich ja gut, dass auch ich Instant Video habe und daher durchaus in den Genuss kommen könnte. Auch, wenn ich ja nun von Musik keine Ahnung habe. Aber liebenswert klingt ja sehr gut. Mir scheint, das darf ich mir nicht entgehen lassen.

    Danke dir!

    1. Von Musik muss man wirklich keine Ahnung haben, um die Serie zu mögen 🙂 Mit 10 Folgen ist die erste Staffel ja auch schnell geguckt. Ich wünsche dir viel Spaß!

  3. ich habe schon so oft den trailer gesehen, aber dann doch nicht reingeschaut,
    danke für deinen bericht, vielleicht schaue ich die serien jetzt mal an :D.

  4. Ich bin jetzt auch bei amazon prime und habe heute schon 6 Folgen von der Serie gesehen 😀 Die Figuren und die Handlung finde ich nicht sonderlich tiefgehend oder innovativ – mal vom Klassik-/Orchester-Setting abgesehen, aber es ist unterhaltsam. Hey, und eine Cellistin hat eine Fast-Hauptrolle, so cool.
    Danke fürs Draufstupsen!

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