Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Musik Schreiben

10 Alben, die mich beim Schreiben inspirieren (mit Gandalf!)

In letzter Zeit juckte es mich wieder verstärkt in den Fingern und ich setzte mich mal wieder ans Schreiben. Schon in der Grundschule schrieb ich meine ersten Geschichten und seitdem ich ein Teenager war, träume ich davon, irgendwann selbst mal ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen. Und die Musik, die ich beim Schreiben höre, die hat sich auch kaum verändert seit ich 14 Jahre alt war. Das sieht man auch ein wenig an den Erscheinungsjahren der Alben – meine Jugend hat mich da bis heute stark geprägt 🙂 Ein paar Schätze sind dazu gekommen, andere werden wohl für immer in meiner „Inspiration Playlist“ bleiben, die stilistisch gesehen ziemlich bunt gemixt ist. Seht, welche das sind und findet vielleicht selbst ein wenig Inspiration.

Die Alben sind nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet, die Reihenfolge stellt keine Rangfolge dar.


Oasis: (What’s the Story) Morning Glory? (1995)*

Oasis Whats the story moring Glory CD CoverEigentlich steht dieses Album stellvertretend für die vielen großartigen Oasis-Songs und -Alben, die sich in meiner Inspirationsplaylist finden lassen. Vermutlich stieß auch ich damals durch Wonderwall auf Oasis, aber mittlerweile nervt mich dieser Song nur noch. Ich habe Morning Glory stellvertretend ausgewählt, weil auf diesem Album mein liebster Oasis-Song aller Zeiten zu finden ist: Don’t go away. Ich kann nicht sagen, welche Bilder und Geschichten sich in meinem Kopf und in meinem Herzen abspielen, wenn ich diesen Song höre. Dieser Song fühlt sich für mich so sehr nach Heimat an wie kaum ein anderer und ich weiß nicht mal so genau, warum. Übrigens fließt Oasis auch sehr häufig in meine Geschichten ein: Ich nenne meine männlichen Figuren gerne Liam oder mache meine Charaktere zu Oasis-Fans. Drei Mal dürft ihr raten, welcher ihr Lieblingssong ist…

Linkin Park: Hybrid Theory (2000)*

Linkin Park Hybrid Theory CD CoverWenn ich eine Lieblingsband nennen müsste (und das würde mir wahrlich nicht leicht fallen, denn ich bin musikalisch sehr breit aufgestellt 😀 ), dann würde ich mich wohl letzten Endes für Linkin Park entscheiden. Bereits seit 15 Jahren begleitet mich diese Band mit ihrer Musik und alles nahm seinen Anfang mit diesem Album: Hybrid Theory. Tatsächlich liebe ich viele, viele Songs von Mike, Chester & Co, aber es fällt mir nicht schwer, meinen liebsten Song aus dem Stehgreif zu nennen. Der hat sich nämlich nicht geändert, seit ich das Album zum ersten Mal hörte: es ist By Myself (hier verlinkt die Version von der Live-DVD „Live in Texas“ – als die rauskam, konnte ich es nicht abwarten, nach der Schule nach hause zu rennen und so lange diese DVD zu suchten bis sie irgendwann tatsächlich einen Sprung hatte…)

Eminem: The Eminem Show (2002)*

Eminem The Eminem Show CD CoverIn meiner Jugend hatte ich mal eine üble Hip-Hop-Phase, die hier besser keine detailliertere Erwähnung finden sollte. Denn auch vor deutschem Möchtegern-Hip-Hop schreckte ich nicht zurück. ABER ich fand natürlich auch den Weg zu gutem Hip-Hop, um genau zu sein: zu Eminem, dem ich bis heute treu geblieben bin. Ich weiß natürlich, dass auch er nicht umunstritten ist und einige Songs sehe auch ich kritisch, aber dennoch hat Eminem auch einige Songs im Repertoire, die ich gerne zum Schreiben hören. Musikalisch gesehen schreibe ich mir gerne ein Zitat aus meinem Lieblingssong auf die Flagge: Brainwashed for Rock and Rap…! (Love this video, too!)

James Blunt: Back to Bedlam (2004)*

James Blunt Back to Bedlam CD CoverWann ich auf James Blunt aufmerksam geworden bin, weiß ich gar nicht mehr. Ich meine, klar, „You’re beautiful“ lief damals auf allen Radiosendern und Musikkanälen rauf und runter, aber ich weiß noch, dass ich das Lied ganz furchtbar fand. Wann sich dann meine Sympathie für James Blunt entwickelte, kann ich nicht mehr sagen. Irgendwann war es jedenfalls so weit und ich kaufte alle seine Alben. Blunts Musik eignet sich natürlich hervorragend, um traurige oder besonders kitschig-romantische Momente zu schreiben und sich dafür in die richtige Stimmung zu versetzen. Besonders bei Tears and Rain bekomme ich jedes Mal Gänsehaut…!

Avril Lavigne: Under my skin (2004)*

Avril Lavigne Under my skin CD CoverAls Teenager waren meine größten Ikonen Pink und Avril Lavigne. Leider war ich auch damals schon modetechnisch eher so mittel begabt und sah dann im Endeffekt nicht wie ein cooles Skatergirl aus, sondern eher wie frisch aus der Altkleidersammlung gekrochen. Das mit dem Skaten hat auch nicht so richtig funktioniert, aber probiert hab ichs immerhin. Wie dem auch sei – aus heutiger Sicht ist Avril Lavignes Under my skin nicht gerade ein Meisterwerk (war es damals wohl auch nicht), aber ich glaube, Gefühle, die man damals beim Hören gefühlt hat, lassen sich beim erneuten Hören sehr einfach reproduzieren – Gefühle von Liebe und Liebeskummer, Freundschaft und Streit, Heimat und Sich-Verloren-Fühlen – das alles kommt in mir hoch, wenn ich zum Beispiel Fall to Pieces höre. Und so einen richtigen Gefühlsschwall brauche ich eben, um Schreiben zu können.

Green Day: American Idiot (2004)*

Green Day American Idiot CD CoverVon Avril Lavigne war es dann in meiner Punker-Karriere natürlich auch nicht weit zu Green Day. Plötzlich war ja alles und jeder „Punk“. Ich möchte betonen, dass ich auch noch Blink 182 und Sum 41 gehört habe und deswegen ein voll echter, richtiger Punk war! Ich hatte sogar gestreifte Stulpen! Mach das mal nach! Ähm. Ja. Wo war ich? Green Day. Das muss man ihnen lassen: American Idiot ist ein musikalisches Meisterwerk in Form einer „punk rock opera“. Das ganze Album folgt einem Konzept und erzählt die Geschichte von Jimmy, dem „Jesus of Suburbia“, der aus seiner spießbürgerlichen Tristesse zu fliehen versucht. Und was könnte besser inspirieren als so ein Album, das in sich selbst eine Geschichte erzählt?

Maroon 5: It Won’t Be Soon Before Long (2007)*

Maroon 5 It wont be soon before long CD CoverDas zweite Album von Maroon 5 war nicht so erfolgreich wie der Vorgänger (Songs about Jane), und im Radio habe ich mal gehört, dass das Album „kaum beachtet wurde, weil es so belanglos sei“. Skandalös! Ich liebe dieses Album! Wie großartig sind bitte Songs wie Wake Up Call oder If I never see your face again? Aber auch hier möchte ich euch natürlich nicht meinen Lieblingssong vorenthalten, denn den kennen bestimmt nicht viele, schließlich ist das Album voll belanglos: Der Song heißt Kiwi und ist frech, sexy und super zum Mitsingen oder Tanzen geeignet (oder beides). Und, bitte, wen sollte man sich denn sonst anhören, wenn man mal ne erotische Szene schreiben muss? (Ich werde Maroon 5 übrigens im Juni live sehen und mein Plan ist eine anschließende Eheschließung mit Adam Levine. Ich halte euch auf dem Laufenden.)

Kate Nash: Made of Bricks (2007)*

Kate Nash Made of bricks CD coverMit Kate Nash wurde ich von einer damaligen Schulfreundin in der Oberstufe infiziert (J.B., wenn du das liest, ich grüße dich herzlichst!). Es ist das einzige Album von Kate Nash, das ich kenne bzw. das ich mag. Nach „Made of Bricks“ änderte sich wohl ihren Stil grundlegend – ohne meine Zustimmung. Aber sei’s drum, hier habe ich ja zwölf wundervolle Songs mit ganz tollem britischen Akzent und in sehr schönem Indie-Style. Und gerade entdeckte ich ein Video zu meinem Lieblingslied „Birds“, das ich jetzt hier einfach einbinden muss, weil es so süß ist und perfekt zum Song passt!

Hozier: Hozier (2014)*

Hozier CD CoverKommen wir zu meinen neueren Errungenschaften. Hozier ist eine davon. Menschen, die seine Musik nicht mögen, sind mir prinzipiell suspekt, denn dieser Mann ist ein Gott. Punkt, Aus, Ende, da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Seine dunkle, weiche Stimme in Kombination mit diesem Blues-Sound, Texten über Liebe, Drogen, Sex – da muss einfach das Kopfkino angehen, da fliegen bei mir die Wörter nur so aufs Papier. Hozier ist eine Offenbarung. Wer mir nicht glaubt, der hört sich einfach mal Angel of small death an. (Das ganze wird pikant, wenn man weiß, dass die Franzosen zum Orgasmus auch petite mort – kleiner Tod – small death sagen… uiuiui!)

George Ezra: Wanted on Voyage (2014)*

George Ezra Wanted on Voyage CD CoverManchmal bin ich in Sachen Musik ja so ein richtiger Blitzmerker. So wie im Falle „George Ezra“. Natürlich kannte ich Songs wie Budapest und Blame it on me aus dem Radio. Klar, fand ich gut. George Ezra, ja, hat man schon mal gehört. Da brauchte es erst den unglaublich guten, weltbesten Song Cassy O‘ um meine Aufmerksamkeit mal gezielt in Richtung Herr Ezra zu lenken. Tja, und seitdem weiß ich nicht, wie ich jemals ohne ihn habe überleben können, ohne seine Musik. Wie ich jemals eine Seite schreiben konnte, ohne einen Song von George Ezra im Ohr. Das wird vermutlich niemals mehr möglich sein.

Und hier noch ein Schmankerl für alle Nerds unter euch, die bis hierher durchgehalten und auf Gandalf gewartet haben 😉 Unglaublich sympathisch und lustig (springt zu 2:24 wenn ihr den Song nicht hören wollt. Selbst schuld.)


Puh. Das ist ja doch ganz schön lang geworden. Hat irgendwer wirklich alles gelesen? Mein Respekt dafür. Zum Schreiben habe ich jetzt ungefähr eine Woche gebraucht, weil ich jedes Mal, wenn ich angefangen habe, in eines der Alben reinhören musste und dann zu nix mehr gekommen bin 😀 Aber gibt auch schlimmeres, ne?

Gibt es Musik, die euch zu richtig inspiriert? Oder einfach nur Musik, bei der eure Gefühle überschwappen? Musik, ohne die ihr nicht mehr leben wollt oder könnt?

 

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5 Kommentare

  1. Wenn du die Amazon Links einfügst wird da immer so einem Image-Tag mit eingefügt. Im Firefox ist das egal, weil fehlerhafte Bilder nicht angezeigt werden. In Chrome werden die fehlerhafte Bilder aber angezeigt 😀 Ich würde die raus nehmen. 🙂

      1. Ich habs gerade mal gecheckt und mir Chrome installiert, aber bei mir sieht auch da alles ganz normal aus!?

  2. Ich fasse mich mal ein wenig kürzer, weil ich über das Thema Musik jede Menge schreiben (und noch mehr erzählen) könnte. Aber auf deine Frage, welche Musik mich inspiriert, mag ich kurz eingehen.

    Wenn ich schreibe, sei es an einem Blogbeitrag, früher an den Rezensionen für meine Homepage oder an einem meiner Romanprojekte, dann ist meistens auch Musik mit im Spiel. Oft ist es sogar so, dass ich spezielle Stücke zu den Texten assoziiere, sie manchmal gar ein Teil davon werden oder der Ausgangspunkt für den Text waren. Ich will da jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich mich nicht so ausbreiten mag.

    Statt dessen schmeiße ich einfach mal wahllos ein paar Künstler in den Raum, deren Musik mich über die Zeit meiner Kreativität begleitet haben: Mike Oldfield (vor allem die Alben „The Songs of Distant Earth“ und „Crises“), Alphaville, Camouflage, Wolfsheim, Project Pitchfork, Covenant, VNV Nation, Orchestral Manoeuvres in the Dark, Pink Floyd (vor allem „The Division Bell“).

    Wenn ich jetzt noch erzählen würde, wobei meine Gefühle überschwappen, würde die Liste definitiv zu lang. Ich bin da sehr leicht zu beeindrucken ;-).

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