Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Alltag

Ich arbeite nur in schwarz. Und manchmal in ganz, ganz dunklem grau.

Mein grauer Kleiderschrank
Mein Kleiderschrank: fifty shades of grey.

Meine Mutter ist eine tolle Frau und ich glaube, ich habe sehr viel mit ihr gemeinsam. Zum Beispiel empfangen wir beide sehr gerne Gäste und geben uns immer gerne und viel Mühe, es unserem Besuch so schön wir nur möglich zu machen. Oder zum Beispiel, dass wir bei der Hausarbeit zusammenhangslos vor uns her singen oder pfeifen obwohl wir weder das eine noch das andere sicher beherrschen. Wir haben viele Gemeinsamkeiten aber eines hat mir meine Mutter nicht vererbt: Ihren Sinn für Mode. Während sie einen wirklich tollen Stil hat und regelmäßg mit neuen, trendigen und ihrem Typ entsprechenden Shirts, Hosen oder Accessoires die Läden verlässt, versinkt mein Kleiderschrank wortwörtlich in fifty shades of grey.

Shopping. Keine Pointe.

Ich hatte vor einer Weile schon mal darüber geschrieben, dass ich irgendwie keinen Stil habe. Das war eine Zeit, in der mich das irgendwie total beschäftigt hat. Warum, weiß ich gar nicht mehr.

Heute war ich jedenfalls mal wieder einkaufen. Tendenziell gehe ich ja eher nicht zum Spaß einkaufen. Erstens fehlt mir dazu das nötige Kleingeld und zweitens finde ich Shoppen anstrengend. In den Geschäften ist es mir meistens zu heiß, erst recht jetzt im Winter, wenn man im dicken Mantel in den Laden kommt und da die Heizung auf „Sahara“ eingestellt ist.

Wie dem auch sei. Ich brauchte neue Jeanshosen, denn ich hatte noch sage und schreibe eine im Schrank, die nicht kaputt war. Hosen sowie Schuhe werden bei mir getragen bis sie wortwörtlich auseinander fallen (siehe „nötiges Kleingeld“). Und weil selbst ich nicht nur in einer einzigen Jeans rumlaufen möchte, musste dem Abhilfe geschaffen werden. Wenn ich dann erst mal im Laden drin bin, dann schau ich aber schon auch mal links und rechts. Shirts einkaufen macht eh mehr Spaß als Hosen, da gibts auch die größere Auswahl.

Gelb und rosa gefallen nicht

Nun beklagte sich meine farbenliebende, modebewusste Mutter schon des öfteren darüber, dass ich immer nur schwarz trüge. Und ich beklagte mich bei euch darüber, dass ich gar nicht weiß, wie man sich so richtig toll anzieht. So stand ich dann in der Umkleide (die Hosensache war bereits entschieden und ich widmete mich der interessanteren Oberbekleidung), sortierte das gelbe und das rosafarbene Shirt aus, weil gefällt nicht, und betrachtete die übrig gebliebenen Teile: Grau, Grau und Dunkelgrau. Und kurz bevor ich wieder ins Zweifeln geriet, fiel mir ein wunderbares Zitat ein von einem meiner größten Helden 😉

Ich arbeite nur in schwarz. Und manchmal in ganz, ganz dunklem grau.

Batman, in: „The Lego Movie

So sprach’s Batman im „Lego Movie“ und ich dachte mir – das wird einfach mein neues Klamotten-Motto (mein „Klamotto“ quasi… ‚tschuldigung). Wenn Batman das kann, dann kann ich das auch. Zwar bin ich mir noch nicht sicher, inwiefern meine Mutter dieses Argument überzeugen kann, aber ich lasse es mal auf einen Versuch ankommen.

In welche Farbe kleidet ihr euch am liebsten?

24 Kommentare

  1. Also untenherum schwarz oder dunkel und obenherum alle schönen Farben die Trigema zu bieten hat. Da sind grau, schwarz, beige und ähnliche Farben ein Nicht-Gehen für mich. Was ich auch nicht mag, weil es schnell dreckig aussieht, ist weiß.

  2. Du kennst mich ja, ich hatte sehr lange genau das gleiche Klamotto (:D voll gut) Ich hab dadurch auch garkein Gefühl dafür welche bunteren Sachen man mixen kann. Deshalb bin ich besondera stolz weil ich in den letzten Tagen zwei Pullis in Coral und Rosa gefunden habe die ich tatsächlich mag! Ich weiß nicht, dieses Frühjahr hab ich Lust auf helle Farben oO Aber ich bin dennoch immer etwas neidisch auf eine Freundin in der Uni die immer super gekleidet ist und super stilsicher alles mögliche mixt 🙁 Würd sowas auch gerne können!

    1. Hey Kiri, wie schön hier mal wieder von dir zu lesen 🙂
      Ich habe mich momentan mit meinem Klamotto abgefunden. Ich finde es ganz gut so. Auch schwarze und graue Kleidung kann schön sein 😉 Aber du hast Recht: Mir fehlt da auch ein bisschen die Sicherheit, was mir steht und was man wie kombinieren kann. Dann wähle ich lieber das sichere schwarz. Deswegen halt ich mich erstmal an Batmans Stil 😉

      1. 😀 Ich les hier immer schön regelmäßig mit! Da hast du recht, mit schwarz und grau ist man immer gut angezogen und auf der sicheren seite!

  3. Du, da gehts dir nicht alleine so…
    Zwischen Hellgrau und Schwarz deckt mein Kleiderschrank das gesamte Farbspektrum ab…

    Heute wollte ich eigentlich shoppen gehen… aber nachdem ein beige Pullover (ich wills ja nicht gleich übertreiben mit der Farbenfrohigkeit) mir mein Shirt so dermaßen vollgeflust hat, hatte ich keine Lust mehr und hab mir stattdessen ganz viele Pralinen gekauft… So gehts bei mir irgendwie immer aus 😀

    1. Auch das kommt mir bekannt vor… nach so einem anstrengenden Shopping-Tag braucht man aber auch ein bisschen Entspannung in Form von Schokolade. Das haben wir uns dann verdient. 😉

  4. Grau in allen Schattierungen ist aber auch einfach eine tolle (Nicht-) Farbe. Zu hell- oder dunkelblauen Jeans passt sie auf jedenfall ausgezeichnet. Ich habe fünf Stapel mit Oberteilen; zwei davon bestehen aus Pullis und Shirts in Grautönen.

  5. Da bist du nicht alleine! 🙂
    Ich bin auch meist schwarz in schwarz mit etwas grau unterwegs. Alles andere versauert regelmäßig in meinem Kleiderschrank. Wir sind halt stets bereit – für diese Superheldinnen-Sache.

  6. Latha math, Katie.
    Kein Grund für Entschuldigungen – „Klamotto“ bringt die Sache griffig auf den Punkt; zumal nur der allerletzte Buchstaben sich ändert. Guter Einfall!

    Dann gehst Du eben mehr gothic style – in der Grundausstattung zumindest. 🙂
    Girl in black! Or slightly grey!

    Als Jeans-Träger bin ich grundsätzlich mehr in Blau unterwegs. Sakkos, Jacken eher in gedeckten Farben. Bei Hemden & T-Shirts ist dann der Kontrapunkt angesagt; wobei ich bei letzteren ausgiebiger farbfreudiger bin (Türkis, Lila, Orange).

    Kleidung zu tragen bis sie dezent abgetragen wirkt, ist auch auch gutes Motto für den dicker werdenden Geldbeutel.
    Mein Klamotto wäre dann wohl, Schoppen wenn gebraucht – sozusagen.

    bonté

    1. Gothic Style würde ich jetzt aber eher nicht sagen 😉 Dazu fehlen mir Leder, Nieten und Schnallen. Aber die Farbwahl scheint wohl die selbe zu sein.

      1. …gibt ja unterschiedliche Richtungen in der Szene. Dark Romance oder die Endzeit-Romantiker, deren Garderobe sehr aufwendig sein kann.
        Eyecatcher durchweg.

        Die Steampunks sind aber auch nicht ohne. 🙂

        bonté

  7. Sehr cooler Artikel. 🙂 Vor allem Batmans Motto auf das alles hinausläuft, saustark.

    Erstaunlicherweise enthält meine Garderobe momentan auch nur schwarz bis weiss und alle grautöne die dazwischen liegen. Ein rotes Teil ist seit gestern noch dabei (übrigens von meiner mama geklaut). Letztens beim Einkaufen ist mit allerdings aufgefallen, dass Grau momentan sehr dominiert. Mal sehen was die Frühlingskollektion so bringt. 😉 … Langer Rede kurzer Sinn, ich finds toll dass du dich schwarz und grau kleidest. Farben werden ohnehin überbewertet. 😉

  8. Ich trage auch immer schwarz. Ab und an mal dunkelblau und ein, zwei Blusen habe ich in knallblau und grasgrün – die sind für besondere Anlässe 😀 Nur zum Sport darf’s auch mal bunter sein. Grau geht an mir übirgens gar nicht, da wirkt meine Haut fleckig.

  9. Das ist, im Vergleich zu meinem Kleiderschrank, ja noch bunt… 😀
    Die einzigen Teile, die ich besitze, die nicht schwarz sind, sind Hemden, die ich zusammen mit nem Anzug gekauft habe und selbstgestrickte Socken von Mutti.
    Ansonsten unterscheiden sich die Schwarztöne nur im Grad der „Ausgewaschenheit“.

  10. Während deines Beitrages hatte ich gerade ein richtiges Deja-Vu. Erst kürzlich habe ich mich mit einer Kollegin unterhalten, die mir erzählt hatte, dass sie nur braun, grau und schwarz trägt. Eine Zeitlang habe ich das ähnlich gehalten, aber eher unbewusst. Die dunklen Sachen haben mir immer besser gefallen, als die hellen. Ich war in dieser Zeit auch nie sehr zufrieden mit mir oder meinen Stil, hatte ansonsten keine wirklichen Vorlieben oder fühlte mich dann tagsüber mit meiner Kleiderauswahl plötzlich nicht mehr wohl. Inzwischen geht’s mir da anders: Ich trage Farbe, Muster etc., aber ich achte darauf, dass es nicht überhand nimmt. Wie ein Clown will man ja auch nicht aussehen. 🙂

    Abgesehen davon kann man aber gegen Schwarz wirklich nichts sagen. Schwarz geht immer 🙂

  11. Jaja, das liebe Schwarz 😉 Wobei ich sagen muss, es wird definitiv bunter zwischen meinen Klamotten. Angefangen mit einem weißen Bandshirt (die schwarzen waren schon aus) kam auch schon Blau, Rot und Grün in verschiedenen Helligkeits- und Kontrastvarianten dazu.

    Wobei ich das Schwarz immer noch sehr mag! So ganz ohne kann ich nicht wirklich. Meine neue Tasche wurde auch schwarz-grau (mit ein wenig Rot im Deckel innen.

    Auf Schwarz kann man aber eben auch gut kombinieren, mit so ziemlich allem!

  12. Also… Ich trage eigentlich auch nur Schwarz. Selten mal Farbe. Sonst Schwarz, Grau, Weiß und…wenn man Glück hat, dann Violett und Rot. Das war’s. Ich bin im Moment auch dabei eventuell etwas Farbe in meinen Schrank zu bringen, allerdings frage ich mich da auch wieder ‚Wieso?‘, denn Stil habe ich. Ich kann die Teile gut kombinieren, was will ich mehr? 😀 Aber deine Ma ist so, wie meine Oma: Ich solle doch auch mal etwas fröhlichere Kleidung tragen. Schwarz ist doch eine fröhliche Farbe… :p

  13. Grad zufällig über Deinen neuen Blog stolpert.
    Schön hast Du es hier.

    Ich trag am liebsten schwarz, manchmal sind motive auf den Shirts.
    Aber die Grundfarbe ist meistens schwarz.
    Im Sommer kommt es aber tatsächlich vor, dass ich mal beige oder blau trage, in Form von diesen Harems Hosen.
    Aber das wars dann auch mit Farbe.

    Schönen Sonntag noch.

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