Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Alltag Schreiben

Rosa Herzen, rote Rosen und süße Pralinen

Girls Love Roses by Viktor Hanacek via PicJumbo

Heute ist der 14. Februar. Und nicht erst heute, sondern schon seit Wochen fliegen uns überall rosa Herzchen, rote Rosen und süße Pralinen um die Ohren. Spread the word, show your love! Böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei nur eine Erfindung der Grußkartenindustrie oder des Blumenhandels. Das stimmt zwar nicht ganz (es gab tatsächlich mal einen kirchlichen Gedenktag für den Heiligen Valentinus), die Vermutung liegt aber tatsächlich nahe.

Und so schlenderte auch ich in den letzten Tagen durch die Geschäfte und Fußgängerzonen, auf der Suche nach einer süßen Kleinigkeit für einen ganz besonderen Menschen. Klar, man könnte sowas auch selber machen. Aber erstens hatte ich schon ganz konkrete Vorstellungen von dem, was ich wollte, und zweitens reicht mein künstlerisches Talent nicht dafür aus, irgendwas nach irgendeiner Vorstellung hinzubekommen.

Man kann vom Valentinstag ja halten was man möchte. Da gibt es immer diejenigen, die schreien „Wenn man sich wirklich liebt, dann schenkt man sich nicht nur am Valentinstag etwas!“ Und es gibt diejenigen, die sich total im Kitsch verlieren. Oder diejenigen, die am Valentinstag 50 Shades of Grey im Kino gucken. Das soll jeder für sich so handhaben, wie er oder sie möchte. Für mich aber steht fest: ich verschenke etwas am Valentinstag. Jedes Jahr.

Und heute Morgen war es dann endlich so weit. Als ich die Augen aufschlug stieg mir bereits der Duft von Kaffee und Brötchen in die Nase. Ich hörte das Klimpern in der Küche und, wie immer in solchen Situationen, stieg ein wenig Nervosität und ein angenehmes Kribbeln in mir auf. Ich holte das kleine, sorgsam verpackte Päckchen aus seinem Versteck und ging in die Küche.

Umarmen, Küssen, Geschenk überreichen. Ein breites Grinsen, ein von Herzen kommendes Danke. Ich bin glücklich. Und ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag, Mama 🙂


Dies ist mein Beitrag zum Projekt *.txt von Neon Wilderness.

Headerbild: Girls Love Roses by Victor Hanacek via Picjumbo.

9 Kommentare

  1. Erstmal: Einen herzlichen Geburtstagsgruß an deine Mutter. <3
    Und klar: Da muss dann natürlich auch ein regelmäßiges Geschenk her. 😀

    Mein Freund und ich feiern den Valentinstag eigentlich nicht. Ich habe zwar so gar nichts gegen "feste Liebes- und Geschenktage", wie Weihnachten oder Geburtstag, aber ich finde das reicht irgendwie. 😉 Die anderen kleinen Geschenke zwischendurch verteile ich halt lieber dann, wenn es gerade passt, wenn mir gerade danach ist. 😉

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah

  2. Hahaha ja da muss natürlich jedes Jahr wieder ein Geschenk her. Ich muss sagen das ich eigentlich auch kein Valentinstags Fan bin, aber da wir dieses Jahr den Valentinstag tatsächlich zusammen verbringen können, nutzen wir das auch. Allerdings nicht übertrieben kitschig oder so. Er hat von mir heute morgen ein ausgiebiges Frühstück bekommen mit Rührei, Obstsalat etc. und ein Päckchen seiner Lieblings Süßigkeiten ^^

  3. Ohayo gozaimasu, Katie san.
    Ich denke der unschönste Aspekt eines Valentinstags bleibt ein liebloses Geschenk um des Geschenkes Willen. Ein Termin im Kalender, der zwischen Tür & Angel abgehakt wird. Verdient keiner.

    Rote Rosen haben sich als Gabe eingeschliffen; dabei würden sich zu der Zeit im Winter auch erste Boten des kommenden Frühlings anbieten. Freesien oder Hyazinthen, deren Duft allein bereits jedes Schmodderwetter vergessen machen.

    Mütter schenken uns das Leben – irgendwie in jedem Abschnitt unseres eigenen.

    bonté

    1. „ein liebloses Geschenk um des Geschenkes Willen“ – da ist tatsächlich was dran, aber besteht diese Gefahr nicht auch an Geburtstagen oder Weihnachten? Auch da besteht ja ein gewisser „Geschenkzwang“.

      Letzten Endes hängt das sicher immer vom Schenkenden ab, wie viel Liebe und Mühe und Persönlichkeit dadrin steckt, egal ob Valentinstag oder ein anderer Anlass.

      1. …die Einsicht gehört zu jedem Anlaß, stimmt.
        man/frau muß sich eben mögen – dann kommen auch die Sinne für das Richtige.

        bonté

  4. Alles Gute nachträglich an deine Mutter 🙂

    Irgendwie von so „Muss man was schenken“/“Dran denken Tagen“ ist bei mir nur Weihnachten und eben Geburtstage (Was aber nur bei der Führung eines Kalenders funktioniert)

    Feiertage sind seitdem ich in der Gastro arbeite Schall und Rauch. Und auch diese Tage wie Valentinstag, Muttertag, Vatertag fallen darunter.

    1. Ich hab solche „Feiertage“ irgendwie immer auf dem Schirm – kann mir sowas einfach gut merken und dann nur schlecht wieder vergessen. Geschenkt wird aber auch nur an Weihnachten und Geburtstagen.

      Die Glückwünsche richte ich ihr aus 😉

  5. Das ist wirklich ein schöner Beitrag. 🙂
    Ich reiche deiner Mama die Hand – Ich bekomme auch jedes Jahr Geschenke an diesem Tag 😉

    Daher war es für mich auch noch nie so der klassische Beziehungs-Liebes-Tag. Die Begleiterscheinung allerdings ist, dass viele Geschenke oder die Geburtstagstisch-Deko eher in Herzform gehalten wird 😉

    Ich finde es schön wenn man Freude daran hat, sich etwas zu schenken und wenn man gern den Tag in Zweisamkeit verbringt ist das auch ok. Wenn einem das keine Freude macht, dann finde ich es auch nicht schlimm, auf den Tag zu verzichten.

    Heldenhafte Grüße <3

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