Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] Ted

 John Bennet ist 35 Jahre alt und sein bester Freund ist ein Teddybär. Denn vor 27 Jahren geschah ein Wunder: John wünschte sich als Kind, sein Teddy würde lebendig werden – und es wurde wahr! Seitdem sind John und Ted unzertrennlich. Doch als Freundin Lori in Johns Leben tritt, steht fest: Es muss sich etwas ändern. Denn Ted und John leben am liebsten in den Tag, hängen rum und rauchen Gras. Das kann Lori nicht akzeptieren: Sie stellt John ein Ultimatum…
Meine Meinung
Obwohl der Hauptcharakter dieses Films ein sprechender Teddybär ist, haben wir es keinesfalls mit einem Kinderfilm zu tun. Ted ist ein ehemaliger Superstar, der nun im Alltagstrott aus Drogen und Nutten gefangen ist. Sein Ausdruck ist derbe und nicht selten schlagen die Witze in eine sexistische oder rassistische Kerbe.
Ich persönlich fand den Film sehr lustig, aber man muss wissen wie er gemeint ist. Man muss die sarkastische Art mögen und die gesellschaftskritische Schiene, die hier gefahren wird. Denn außer einer humorvollen Geschichte rund um Freundschaft und Liebe scheint der Film vor allem eine Abrechnung zu sein. Eine Abrechnung mit Gesellschaft, Religion und Popkultur, die Seth MacFarlane wohl nicht außen vor lassen konnte oder wollte. In gewisser Weise setzt der Film den Charakter von „Family Guy“ fort, d.h. wer diese Serie nicht mag, wird den Film auch nicht mögen!
Neben diesen bissigen Elementen wartet der Film aber mit einer bunten Mischung aus verschiedenen Genres auf: Humor, Gefühl, Action – solide Unterhaltung auf etwas mehr als 100 Minuten.
Besonders witzig ist es natürlich, den Teddy in absurdesten Alltagssituationen zu sehen: Beim Essen im Restaurant, auf Jobsuche und beim Autofahren – einfach urkomisch! Und der trockene Humor spitzt das ganze nochmal zu. 
Hier tragen auch Mark Wahlberg und Mila Kunis ihren Teil bei. Beide waren sehr sympathisch und boten eine gewohnt gute Leistung. Zwar, so würde ich sagen, forderte „Ted“ keine allzu große schauspielerische Leistung, aber vielleicht hatte ich auch nur den Eindruck weil beide es so gut gemacht haben!? 
Bei den Nebendarstellern finde ich Giovanni Ribisi und Jessica Barth besonders erwähnenswert, die ihre Rollen als psychopathischer Donni und zickige, White-Trash Tamilyn perfekt ausfüllen!
Wären die teilweise erzwungen wirkenden Anspielungen auf diverse Stars und Sternchen nicht gewesen, wäre meine Wertung noch besser ausgefallen. Versteht mich nicht falsch: Ich habe nichts dagegen, wenn fiese Sprüche über mindertalentierte Promis gerissen werden, aber ab und an waren diese irgendwie ohne Kontext, so als wäre der Macher einfach nur darum bemüht, diesen einen Witz auf jeden Fall noch zu bringen. Die übrigen Witze bleiben großteils unter der Gürtellinie, was mir auch manchmal zu vorhersehbar war. Der Film war gut, er hat sich gelohnt, aber gänzlich umgehauen hat er mich nicht. So vergebe ich gute 6 Oscars.

3 Kommentare

  1. Hui, das freut mich aber! 🙂
    Eigentlich mag ich solche Filme ja nicht so – aaaaber da Mark Wahlberg mitspielt, werde ich ihn mir wohl ansehen 😀

  2. Hach, ich bin so neidisch – irgendwie schaffst du mittlerweile mehr Kinofilme als ich – sehr verstörend! 😀 Den Film möchte ich mir auf jeden Fall noch anschauen, fragt sich, nur, wann? Family Guy mag ich nämlich sehr gern, ebenso wie Mark Wahlberg und Mila Kunis 😉
    Schönes Review, ich freue mich drauf! [Und Giovanni Ribisi ist auch noch mal ein Argument!]

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