Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] The Dark Knight Rises

Nachdem er die Taten von Harvey Dent auf sich genommen hat, hat sich Bruce Wayne zurückgezogen. Frieden ist in Gotham eingezogen, Batman gibt es nicht mehr. Doch ein Sturm zieht auf. Das Böse erhebt sich aus dem Untergrund und Gotham braucht einen Helden. Jetzt mehr denn je.
„Angst lässt dich versagen.“
„Nein, ich habe keine Angst. Ich bin wütend.“
Meine Meinung
Mit The Dark Knight Rises wird die Trilogie um den dunklen Ritter abgeschlossen. Regie führte wieder Christopher Nolan und erneut sehen wir Christian Bale in der Rolle des Bruce Wayne. Wie erwartet ist dieser Film ein Spektakel, ein cineastisches Meisterwerk, das einen auf vielen Ebenen sprachlos zurücklässt.
Mit 164 Minuten hatte Nolan genug Zeit, seine Story umzusetzen. Und das ist ihm gelungen. In der Anfangssequenz wird dem Zuschauer direkt klar, dass den Bewohnern Gothams etwas Dunkles droht. Dann plätschert die Handlung einige Minuten vor sich hin, um die Ausgangssituation zu schildern. Das ist in Ordnung so, denn man findet so gut in den Film hinein und lernt neue Charaktere kennen. Das Zusammenspiel von Christian Bale und Anne Hathaway ist von Beginn an fesselnd und elektrisierend.
Sowieso lebt dieser Film von seinen starken Darstellern, die starke Charaktere verkörpern. Christian Bale als gebrochener Bruce Wayne, der sich aber nie von seinem Gefühl der moralischen Verpflichtung verabschieden kann. Er ist kein Mann großer Gesten, aber gerade die Sanftheit seines Spiels im Kontrast zu den krassen Actionszenen, in denen er Batman ist, machen den Reiz dieser Figur aus.
An seine Seite tritt in diesem Fall Anne Hathaway als Catwoman. Elegant, hinreißend, sexy, kämpferisch – genau so stelle ich mir eine Catwoman vor. Anne Hathaway schafft es sehr gut, diese unnahbare, undurchschaubare Frau zu verkörpern. Eine Frau, von der man sich nie sicher sein kann, ob sie Feindin oder Freundin ist.
Den Bösewicht in diesem Fall wird von Tom Hardy verkörpert. Da Bane die ganze Zeit über eine Maske trägt, ist es schwer sein Minenspiel zu beurteilen, aber seine körperliche Präsenz ist im wahrsten Sinne erschlagend. Er konnte mich als tyrannischen Bane vollkommen überzeugen, wobei hier auch ein Lob an Tobias Kluckert als Synchronsprecher gehen muss, denn neben Banes körperlicher Präsenz ist vor allem seine Wortgewandheit und Sprachstil prägend.
Besonders hervorheben möchte ich noch Joseph Gordon-Levitt als Detective John Blake, der die Wahrheit hinter Batman erkennt. Er setzt sich für das Wohl seiner Mitmenschen ein und dafür, dass die Helden dieser Stadt auch als solche wahrgenommen werden. Gordon-Levitt überzeugte mich durch seine frische, aber entschlossene Art und ich würde gerne mehr von ihm sehen. 
Der Film vermittelt über weite Strecken eine beklemmende, drückende Atmosphäre, die nicht zuletzt von der umwerfenden Filmmusik getragen wird. Für diese war niemand geringeres als Hans Zimmer am Werk und das merkt man auch. Der Fokus liegt auf den dunklen Klängen von Trommeln und Pauken und passt zum kriegsähnlichen Zustand, der über Gotham herein bricht.
Action, Thrill und Stunts liegen auf oberstem Niveau, die Story ist für einen Actionfilm auch gut durchdacht und zwischenzeitlich ist man sich nicht mehr so sicher, ob Batman es wirklich schaffen kann. Alle Zeichen stehen gegen ihn. 
Zum Ende des Films gibt es nicht nur eine Wendung, die mich überraschte und somit irgendwo fassungslos zurückließ. Als Zuschauerin kann ich nur hoffen, dass dies zwar das Ende der Dark-Knight-Trilogie ist, aber noch nicht das Ende von Batman-Filmen von Christopher Nolan und mit diesem Cast. Wie wäre es mit „Batman & Robin“? Bitte?  
Mit dem Abschluss dieser Trilogie ist Christopher Nolan jedenfalls ein beklemmendes, episches Meisterwerk gelungen, das der Reihe ein würdiger Abschluss ist. Ich vergebe hier 7 Oscars Fledermäuse.
(7 Punkte nach dem alten Bewertungssystem; nach dem neuen Bewertungssystem 10 Punkte [jeweils volle Punktzahl]

7 Kommentare

  1. Also ich bin der Meinung, noch ein Batman-Film würde der Reihe nicht gut tun – denn dieses atemberaubende & wahnsinnig ergreifende Ende kann nicht übertroffen werden.
    Robin würde ich aber in der Tat gern sehen – und vielleicht dürfen wir uns ja über Catwoman freuen, Anne Hathaway sagte ja „Jein“ 😉
    Ansonsten wunderbare Rezension und die 7 Fledermäuse gefallen mir 😉

  2. Ohweh, ich glaub ich bin der einzige Mensch, der mit Comicverfilmungen jeder Art nichts anfangen kann 😀 Mein Freund hingegen, ist total verrückt danach *seufz*

    Zu deinem Vorschlag zum Blogger Forum:
    Bei Blogvorstellungen und Postvorstellungen Kategorien aufzulisten – also sozusagen seperate, sogenannte Unterforen einzubauen, hatte ich mir auch schon überlegt. Aber ich habe so ein bisschen die Befürchtung, dass irgendwann die Ansprüche an die Unterforen steigen und es irgendwann 20 Kategorien und mehr gibt. Hm! Aber du bist nicht die einzige mit dem Vorschlag 🙂 Ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen, Versprochen 😉

    Liebe Grüße
    Michelle » Cinerious.com

  3. So jetzt komme ich auch mal zum Beantworten meiner Kommentare 😉

    Ja von Bibi gabs auch ne Zeitung, die hatte ich auch immer. Hummelchen habe ich auch gelesen, das war noch eins der Bücher aus Mamas Zeit…bei PS: Ich liebe dich kann ich dir auch nur zustimmen, fand den Film doof – vllt auch weil ich die Stimme der Hauptdarstellerin gehasst habe!

    Und natürlich leihe ich dir die Tribute 😉
    Ich habe soooo eine Menge neuer Bücher, das macht mich ein bisschen stolz 😛

  4. Jaaa glad to be back 🙂

    Ja das ganze muss noch laufen bevor ich nach Studistadt ziehe ( wo auch immer das sein mag). Habe schon gut gepackt dafür an Büchern, denn wenns einmal da hinten ist wirds schwer 😉

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