Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Allgemein

There’s no time to lose, I heard her say – Catch your dreams before they slip away

Ich hab Angst.
Ab Sommer/Herbst wird sich mein ganzes Leben verändern. Schon wieder.
Ich werde mein Studium (sehr wahrscheinlich) in der Regelstudienzeit abschließen und muss mich dann ab Oktober einer neuen Herausforderung stellen. Weiter studieren? Einen Job suchen? Was es wird, weiß ich noch nicht und ja, davor habe ich auch Angst. Doch komischerweise ist meine eigene Zukunft gar nicht das, was mir am meisten Angst macht.
Am meisten fürchte ich mich davor, dass ich dann wahrscheinlich nicht mehr mit meinem Freund zusammen lebe. Keine Ahnung wie oft wir uns dann noch sehen werden – vielleicht einmal im Monat?
Meine Panik besteht nicht darin, dass ich befürchte, wir könnten uns trennen. Davor habe ich keine Angst, denn ich liebe ihn und ich weiß, dass er mich liebt und es gibt keinen Zweifel, dass das auch über eine große Entfernung hinweg so bleiben wird.

Nur… irgendwie habe ich Angst, ihn allein zu lassen. Warum? Ich weiß es nicht. Er musste ja in der Vergangenheit auch schonmal einige Zeit alleine auskommen. Er schafft es, sich was zu essen zu machen, er versinkt nicht in Dreck und Chaos und er hat seine Freunde an der FH. Er weiß wo man einkaufen kann und vielleicht weiß er bis dahin sogar welcher Bus ihn in die Stadt und wieder zurück bringt. Er ist nicht verloren. Aber alles in mir schreit, dass ich ihn nicht allein lassen darf. Ich will es ja auch gar nicht.

Aber wir sind uns beide einig, dass jeder für sich das tun soll und muss, was ihn in Zukunft weiterbringen wird. Heißt das umziehen, dann muss es so sein.
Aber es fällt so schwer.

4 Kommentare

  1. ich kann dich verstehen.
    „jeder für sich soll und muss das tun, was ihn in zukunft weiterbringen wird“. das ist auf der einen seite sehr lobenswert und richtig, denn die (berufliche) zukunft ist wichtig und absolut nicht wegzudenken. trotzdem bin ich bei solchen äusserungen vorsichtig, denn auch die liebe ist wichtig. dass sie über grosse entfernung hinweg halten wird, ist klar. nur, mit was für einem gefühl geht man die eventuelle grosse entfernung an? in angst und sehnsucht zu leben, ist nicht schön. selbst, wenn man dann einen tollen job hat, der einen finanziell weiterbringt. und selbst mit der aussicht, dass alles mal anders und „gut wird“. auch der moment ist wichtig. 🙂

  2. Oh, ich wusste gar nicht das Du einen Freund hast ?
    Mmmh..,schwierig , schwierig. Also ich bin kein Typ der eine Fernbeziehung aushält *2x schon miterlebt* Aber das ist ja auch von Typ zu Typ anders und vorallem wie stark die Liebe zueinander ist. Ich finde es aber toll, das ihr euch da in dem Punkt einig seit. So lange mn jung ist, sollte man halt auch seinen beruflichen Weg gehen, den man gehen will, auch wenn es ein harter und langer Weg ist, und man Entfernungen in Kauf nehmen muss.
    Deine Ängste kann ich aber verstehen, und ich denke es geht deinem Freund genauso… Männer zeigen es nur nicht so doll !

    Lieben Gruß

  3. Ich denke auch, dass ihr beiden das schon hinbekommen werdet, aber ich kann dich verstehen. Eine Fernbeziehung ist immer schwierig und zerrt leider auch öfter mal an den Nerven!
    Aber wenn es nicht anders geht, dann bleibt leider keine andere Wahl!
    Ihr werdet sicher einen guten Weg finden und schließlich ist es ja auch nicht auf Dauer!

    Selbst mir fällt es gerade ziemlich schwer die richtige Entscheidung für meine Zukunft zu treffen und das obwohl ich im Grunde auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Ich würde sonst wohl vollkommen verzweifeln! -.-

  4. Hey Katie, ich kann deine Sorgen sehr gut verstehen. Man sagt immer so leicht „Naja, das geht ja vorbei“ oder „Ist ja nicht für immer“, aber wenn man in der Situation ist, (oder eben auch schon vorher) ist es wirklich nicht einfach. Ich habe ja eine Fernbeziehung gehabt und klar ist, man kann es schaffen, vor allem, wenn man, so wie ihr, schon so lange zusammen ist. Aber es geht ja im Prinzip wirklich nur darum, dass du einfach Angst hast vor dieser Veränderung, die ja nicht nur deinen Freund betrifft, sondern auch deine berufliche Zukunft. Ich bin mir ganz sicher, dass ihr da eine super Lösung findet und wahrscheinlich geht diese Zeit „der Trennung“ auch schneller rum, als du jetzt glauben kannst. Versuch dich mit deinen Gedanken lieber aufzumuntern, als runterzuziehen und freu dich auf die Zeit danach. Dann habt ihr beide euer Studium geschafft und die (gemeinsame!) Zukunft wartet! 🙂

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