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Über den Tellerrand: Mrs Lovett’s Meat Pies [auch in vegan!]

Über den Tellerrand LogoVor einer Weile rief Kato auf ihrem Blog zur Aktion „Über den Tellerrand“ auf. Dabei stellen sich Blogger gegenseitig thematische Herausforderungen, die von den üblichen Blogthemen abweichen. Es ist bereits die 2.Runde von Katos Blogaktion, ich bin aber zum ersten Mal dabei. Heute sollen alle Beiträge der Aktion online gehen. Ich habe Jenny ein Thema aufs Auge gedrückt und bin schon gespannt, was sie daraus gemacht hat 🙂

Mein Thema habe ich von Nikki bekommen und ich fand es direkt super: Gestalte ein Rezept mit Bezug zu einer Serie, einem Film oder einem Buch – also zum Beispiel etwas, was einer der Protagonisten gerne isst oder trinkt. Ich dachte, dass dieses Thema eine Herausforderung werden würde – aber eigentlich hatte ich ziemlich schnell eine Idee und habe die dann auch nicht mehr verworfen.

The worst pies in London
Sweeney Tood Worst Pies in London
„Worst pies in London“ – Sweeney Todd – Warner Bros

Als ich an Essen und Filme dachte kam mir direkt ein Film in den Sinn: Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street*. Dort serviert Mrs Lovett (Helena Bonham Carter) ihre Fleischpasteten, die zunächst die worst pies in London sind. Sie kann sie wegen der hohen Fleischpreise nämlich nur mit minderwertigem Fleisch füllen – um genau zu sein, Fleisch von Tieren, die am Straßenrand verenden.

Erst als Sweeney Todd den Barbiersalon über ihrem Laden bezieht, floriert das Geschäft. Denn Sweeney Todd findet Gefallen daran, seinen Kunden nicht nur den Bart ab-, sondern direkt die Kehle durchzuschneiden. Und wenn man die Leichen schon mal so rumliegen hat, dann kann man halt auch Pasteten draus machen. Denkt sich zumindest Mrs Lovett und ihre Kunden lieben es.

So. Nun wollte ich selbstverständlich keinen Menschen umlegen, um meine eigenen Pasteten herzustellen. Das wäre dann wohl doch etwas zu viel des Guten gewesen und vermutlich auch nicht mehr in Nikkis Sinne 😉

Genau genommen esse ich momentan gar kein Fleisch und auch keine anderen Tierprodukte, ich ernähre mich vegan. Mein Freund ist weiterhin ein sogenannter „Omni“, also ein Allesverspeiser. Das bot mir die Gelegenheit, direkt zwei Rezepte auszuprobieren, zum einen eine original Meat Pie, mit Fleisch, zum anderen eine vegane Variante.

Mrs Lovett’s Meat Pies selber machen – Das Rezept

01

Mrs Lovett’s Meat Pies
Mrs Lovett’s Vegan Pies
  • 1 Rolle Blätterteig
  • 250g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • ein paar Blatt frischer Spinat
  • eine handvoll Cocktailtomaten
  • 1 El Chilisoße
  • 1 El Worcestersoße
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • Etwas Öl
  • 1 Rolle Blätterteig
  • 250g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • ein paar Blatt frischer Spinat
  • 100g Soja Cuisine
  • 1 El Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Etwas Öl
Zubereitung der Pastetenfüllung
Zubereitung der Pastetenfüllung
  1. Die Zwiebel schälen und kleinhacken
  2. Den Spinat waschen und die Blätter etwas zerkleinern
  3. Die Cocktailtomaten waschen und vierteln
  4. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Dann das Hackfleisch hinzu geben und krümelig braten.
  5. Wenn das Fleisch durch ist, Tomaten und Spinat hinzu geben und das ganze etwas schmoren lassen
  6. Alles gut mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und mit Worcester- und Chilisoße abschmecken
  1. Die Zwiebel schälen und kleinhacken
  2. Die Pilze putzen, die Stiele entfernen (je nach Geschmack) und klein würfeln
  3. Den Spinat waschen und die Blätter etwas zerkleinern
  4. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Dann die Pilze hinzu geben, bis sie eine angenehme Konsistenz haben.
  5. Dann den Sojarahm und den Spinat hinzu geben und die Hefeflocken unterrühren.
  6. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
  7. Die Masse köcheln und reduzieren lassen.
Vorbereitung der Pasteten

Ich habe vorher noch nie Pasteten gemacht, deswegen habe ich auch keine Pastetenform und musste etwas improvisieren. Zur Herstellung der Pasteten habe ich daher einfach meine Silikon-Muffinförmchen verwendet.

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Die erste Blätterteigrolle ausrollen und die Muffinförmchen (umgedreht) in regelmäßigen Abständen darauf platzieren. Dann den Blätterteig rechteckig um die Förmchen herum ausschneiden und den Teig in den Förmchen platzieren.
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Nach dem Einfüllen der Füllung: Aus der zweiten Blätterteigrolle Deckel schneiden, zB mithilfe eines Glases. Diesen Deckel auf die Pasteten drücken.

 

Die Pasteten werden dann im vorgeheitzten Backofen bei 200°C auf mittlerer Schiene circa 10 Minuten gebacken. Einfach mal gucken, wie der Blätterteig dann aussieht: wenn er schön goldbraun ist, dann sind die Pasteten fertig.

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Links: Vegane Pastete mit Pilzen und Spinat // Rechts: Pastete mit Hackfleisch

Dieses Bild ist nun dann wieder der Beweis dafür, dass ich kein Foodblogger werden sollte. Ich sage es mal so: Die Pasteten haben wirklich sehr, sehr lecker geschmeckt, sowohl mir meine vegane als auch die fleischgefüllte meinem Freund. Fotogen ist mein Essen aber nur in den seltensten Fällen. Aber okay, es sind ja auch the worst pies in London

Mehr Bilder vom Ergebnis gibt es übrigens nicht, weil ich mich beim Fotografieren der Pasteten am Backofenrost verbrannt habe (fragt nicht. Jedenfalls noch ein Grund, kein Foodblogger zu werden…)

Alles in allem war das aber eine richtig tolle Idee von Nikki, bei der mir die Umsetzung auch viel Spaß gemacht hat 🙂 Vielen Dank dafür.

Die Idee für die Pastetenfüllungen habe ich übrigens hier (Fleisch) und hier (vegan) gefunden.

Wie sieht es bei euch aus? Wie findet ihr die Idee mit Mrs Lovett’s Meat Pies? Und habt ihr schon mal ein Gericht aus einem Film, einer Serie oder einem Buch nachgekocht?
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8 Kommentare

  1. Kia ora, Katie.
    Die Frage nach der kulinarischen Anregung via Filme kann ich spontan sofort geben. In der japanischen Komödie ‚Tampopo‘ geht es, neben weiteren Geschichten, um die perfekte Zubereitung, das Servieren, Würdigen & Genießen einer Nudelsuppe.
    Nach diesen annähernd zwei Stunden hat man/frau durchaus Kohldampf auf eine solche Suppe – selbst wenn es nur eine Tütensuppe wird!

    bonté

  2. Hallo,

    ja das kenne ich auch gut. Da sieht man einen Film oder Serie und dann leckeres Essen. Gleich mal im Netz nach dem Rezept gucken und nachmachen, wenn man es findet hihi
    LG Tanja

  3. Richtig coole Idee! *Daumen hoch* Und erinnert mich daran, dass ich mal wieder „Sweeney Todd“ schauen könnte 😀
    Die Pasteten klingen echt lecker. Zum evtl. Nachmachen werde ich sie direkt mal abspeichern.
    Ich habe mal Sloppy Joes gemacht und im Nachhinein gelesen, dass die auch im Film „Eins und Eins macht Vier“ (mit den Olsen Twins) vorkommen 😉

  4. Sau genial geworden. Das Rezept klingt richtig lecker und die Geschichte, wie du darauf gekommen bist – echt witzig 😛

    Lieben Gruß,
    Nikki

  5. Sehr cool! Ich war gestern auf einem Blog, der bei der Aktion auch mitgemacht hat. Die Idee finde ich genial. Ehrlich, ich koche gerne und ich lasse mich durch alles inspirieren. Ich besitze sogar ein Kochbuch zu einer Serie : )
    Sehr schöne Idee mit den Pasteten.

  6. Die Blogparade ist echt eine gute Idee und ich finde das Thema dass du bekommen hast wirklich interessant (und obendrein SUPER umgesetzt).

    Jetzt wo ich gerade drüber nachdenke…. Ich habe mal einen sehr großen FLAN gemacht, weil die in Sabrina total verhext ja mal einen riesen großen Gute-Laune-Flan machen. Das fand ich so lustig, dass ich es selbst mal probieren wollte und dann einen Flan in einer ganz großen Salatschüssel gemacht habe. Leider war er nicht ganz so groß und leider auch nicht so stabil in der Salat-Schüssel Größe. Aber gute Laune hat er mir trotzdem bereitet… 🙂

  7. Ich find ja die Idee total lustig, ein Gericht aus Film, Serie oder Buch nach zu kochen! Und wenn ich ganz spontan etwas nennen müsste, würden mir gerade nur die Schokoladen-Bierteig Cupcakes mit Ahornsirup-Speck-Frosting von den „2 Broke Girls“ einfallen. Die wollte ich nämlich schon immer mal nachbacken und habs noch nicht geschafft. Ich glaub die heb ich mir dann für die neue Küche auf 😉
    Sweeney Todd habe ich noch nicht gesehen aber sollt ich wohl doch mal, wenn’s da so leckere Pasteten gibt 😀 Ok, Menschenfleisch muss nun echt nicht sein. Mal wieder typisch Tim Burton.
    Aber deine Pasteten klingen dafür echt lecker. Ich würd glaub direkt beide Varianten ausprobieren. Eigentlich bin ich ja auch ein „Omni“ aber deine vegane Variante hört sich auch sehr lecker an. Pilze und Spinat gehen bei mir immer! Mmh, da möchte ich jetzt grad am liebsten eins vor mir haben, wenn ich mir deine Bilder anseh 🙂

    Liebe Grüße,
    Lia

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