Frau Margarete

Bunte Geschichten aus Berlin und aus dem Leben
Filme

[Kino] What a Man

Die Handlung
„Alex ist 30 Jahre jung und ein durch und durch liebenswürdiger und domestizierter Mann. Als seine Freundin Carolin jedoch eines Tages mit Jens, dem harten Kerl aus dem zweiten Stock, durchbrennt und Alex auch noch aus ihrer gemeinsamen Wohnung wirft, bricht für ihn eine Welt zusammen. Erschöpft sucht er Trost und Unterschlupf bei seiner wunderbar chaotischen Freundin Nele, die zwar weiß, wie man Pandas rettet, aber in Sachen Beziehungen selbst noch nicht wirklich sortiert ist.
Während Alex in Neles unordentlicher Wohnung über seine alte Beziehung sinniert, kommt er immer mehr ins Grübeln: Vielleicht müssen Männer doch harte Machos sein, im Stehen pinkeln und nur noch Moschus-Deo benutzen? Alex’ bester Freund Okke, ein liebenswerter Möchtegern-Macho, würde diese Frage mit „Ja!“ beantworten. Er nimmt Alex an die Hand, um aus ihm einen „richtigen Mann“ zu machen.
Leider misslingen seine Versuche und Exkursionen ins Reich des Testosterons kläglich, und auch ein mysteriöser, auf Selbstfindung im Wald spezialisierter Männer-Coach namens Volker bringt keine Erlösung. Dennoch verändert sich Alex’ Blick auf die Dinge immer mehr: Vielleicht geht es für ihn gar nicht darum, ein anderer Mann zu werden, sondern die eine Frau zu finden, die ihn so liebt wie er ist?
Mit dieser neu aufkeimenden Erkenntnis und einer unerwarteten, ehrlichen Liebe im Gepäck, schlittert Alex nur knapp an der totalen Katastrophe vorbei und nimmt an der wichtigsten Abzweigung seines Lebens einen Weg in eine unerwartete Richtung: zu sich selbst“ Quelle
Die Schauspieler – Meine Meinung
Matthias Schweighöfer (Alex)
Matthias Schweighöfer geht in seiner Rolle wunderbar auf, er ist der perfekte Mann dafür. Man nimmt ihm den liebenswerten, leicht tollpatschigen, aber immer gutherzigen Alex von Anfang bis Schluss ab, egal ob man mit ihm lachen, sich für ihn ärgern oder ihn einfach nur drücken will. Er kommt in den entsprechenden Szenen sowohl lustig rüber, als auch beispielsweise verletzt oder verzweifelt.
Schweighöfer zählt ohnehin zu meinen liebsten deutschen Schauspielern und mit diesem Film hat er sich nochmal ein paar Reihen weiter nach oben gekämpft 😉 Großes Kompliment, tolle Leistung!
Sibel Kekilli (Nele)
Sibel Kekilli kannte ich vor diesem Film überhaupt nicht, und das obwohl sie schon mehrfach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Die Filme, für die sie diesen bekommen hat, habe ich nicht gesehen, aber sie hat es ganz sicher verdient, denn in What a Man hat sie mich total überzeugt. Sie spielt die Nele so erfrischend, dass man gerne mit ihr befreundet wäre. Sie bringt, wie ich finde, typische Frauen-Klischees gut unter (aus Angst behaupten „es sei ein Fehler gewesen“), ohne jedoch zu stereotyp zu wirken. Daumen hoch!
Elyas M’Barek (Okke)
Elyas M’Barek war mir bereits aus „Türkisch für Anfänger“ bekannt, wo ich ihn sehr gemocht habe. In dieser Serie hatte er auch eine echt putzige Rolle. In What a Man war seine Rolle zwar sehr witzig, für meinen Geschmack aber etwas zu überzeichnet. Ich bin da etwas hin- und hergerissen, denn auf der einen Seite kommt Okke zu macho-mäßig rüber, zu viele Klischees reingepackt, was M’Bareks schauspielerische Leistung etwas schmälert, andrerseits wäre diese Rolle ohne die ganzen Klischees sicher nicht so witzig geworden (herrlich, diese Szene auf dem Fitnessgerät, das man sonst nur in Dauerwerbesendungen sieht). Insgesamt eine gute Leistung von M’Barek, allerdings habe ich mich zwischendurch gefragt: „Wie kommt es, dass ein so machohafter Typ wie Okke mit jemandem wie Alex befreundet ist?“
Mavie Hörbiger (Carolin)
Mavie Hörbiger hat vermutlich die undankbarste Rolle des Films erwischt, denn sie spielt die schrecklicke Ex-Freundin von Alex, die ihn erst betrogen und gedemütigt hat und später wieder angekrochen kommt. Dass man die Figur der Carolin so unsympathisch findet liegt meines Erachtens vor allem an der super Leistung von Mavie Hörbiger, die als zickige und durchgeknallte Blondine sehr glaubwürdig rüberkommt. Hoffen wir für die Crew, dass sie eine brillante Schauspielerin ist, die nicht allzu viel von sich selbst in diese Rolle legen konnte. Eine super Wahl!
Der Soundtrack
Der Soundtrack (VÖ: 26.08.) umfasst 16 Songs, die alle von Matthias Schweighöfer selbst zusammengestellt wurden. Und was soll ich sagen? Der Mann hat Geschmack! Ich will jetzt nicht jeden Song vorstellen, sondern nur diejenigen, die mich sehr begeistert haben.
Der Titelsong What a man wurde von Raab-Liebling Lena neu aufgenommen. In letzter Zeit wurde ich doch mehr und mehr zu einem Nicht-Lena-Fan, dieser Song allerdings begeistert mich wiederum. Und er passt natürlich zum Film, da muss man ja nicht groß drumrum reden.
Marlon Roudette – New Age : unglaublich emotionaler Song, der als Soundtrack im Kino richtig gut rüberkommt. Marlon Roudette hat eine herzzerreißende Stimme 🙂
Die Songs Two by Two (Animal Kingdom) und Wrong Directions (Martin & James) waren mir bislang vollkommen unbekannt, haben mich aber in ihren Bann gezogen. Schöne Titel.
„Es sind genau diese exquisiten Schmankerln, die für die ganz ruhigen und intimen Momente im Film und auf dem Soundtrack sorgen: absolut unaufdringlich unterstreichen sie die Wirkung der einzelnen Szenen, ohne sich dabei selbst zu sehr in den Vordergrund zu stellen.“ Quelle
Meine Meinung
Vorneweg muss ich sagen, dass sich der Film so oder so gelohnt hätte, denn man darf sich knapp anderthalb Stunden lang Matthias Schweighöfer auf Großleinwand ansehen – das kann ja gar nicht schlecht werden 😉
Aber ganz ernsthaft: Der Film hat mich wirklich überzeugt und ich würde ihn (vor allem an weibliche Freunde) jederzeit weiterempfehlen. Er bietet eine schöne Lovestory, verpackt mit viel Humor und einem gewissen Maß an Spannung. Natürlich ist dieser Film irgendwo vorhersehbar, aber es gibt doch die ein oder andere Wendung, wo ich dann dachte „Nanu, endet es doch nicht so, wie ich angenommen hab?“ Das Wort spannend ist da vielleicht übertrieben, aber es wird auf keinen Fall langweilig. Die Figuren sind originell, aber glaubwürdig dargestellt und werden vom tollen Soundtrack unterstützt. Und, was ich auch mal loswerden muss: Es freut mich, dass es ein deutscher Film ist, der endlich mal nicht in Berlin spielt, sondern in Frankfurt. Das hat zwar nicht viel Auswirkungen auf die Handlung, aber ich fand’s irgendwie erfrischend.
Die schönste Szene war für mich die Kuss-Szene, aber ich möchte hier nicht zu viel verraten 🙂
Achja, die Webseite www.whataman.de ist auch sehr gut gemacht, schaut mal rein!
In erster Linie ist What a Man schon ein „Frauen-Film“ und auch wenn unsere zwei männlichen Begeiter im Nachhinein so getan hätten, als wäre dieser Film der größte Fehler ihres Lebens gewesen, so haben wir sie im Kino des öfteren lautstark Lachen hören! 🙂
Fazit: Unbedingt reingehen!

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: